Enthaeltvermerke: Kläger: Johann Friedrich Anton von Bocholtz zu Störmede als Testamentsvollstrecker und Arnold Caspar Joseph von Bocholtz als Erbe von Eduard Bernhard von Bocholtz zu Plittersdorf und Steeg, Aachener Kanoniker und Scholaster, (Bekl.); 1770 als Intervenient Theodor von Bocholtz, Paderborner Obermarschall, Arnold Caspar Josephs Sohn Beklagter: Eduard Bernhards Neffe Konrad G[umbert] Ägidius Franziskus Frhr. von Hersel zu Bodenheim (Kr. Euskirchen) und Vochem (Kr. Köln); 1765 dessen Sohn Clemens August Frhr. von Hersel zu Bodenheim und Laurenzberg (Laurensberg), (Kl.) (4) Prokuratoren (Kl.) : Dr. Johann Adolph Brandt 1728 - Subst.: Dr. Georg Melchior Hofmann - Lic. Ferdinand Wilhelm Brand 1752 - Subst.: Lic. Johann Adam Bißing - Notar Johannes Saurmilch 1768 - Subst.: Notar Johann Heinrich Faber - Dr. Philipp Jacob Rasor 1771 - Subst.: Dr. A. D. Sipmann Prokuratoren (Bekl.): Lic. Johann Wilhelm Weilach 1728 - Subst.: Dr. Johann Ludwig Pfeiffer - Dr. Franz Philipp Felix Greß 1765 - Subst.: Lic. Joh. Fried. Lange - Lic. Hermann Joseph Valen. Schick 1770 - Subst.: Lic. Johann Joseph Flach Prozeßart: Appellationis cum mandato attentatorum revocatorio, cassatorio et inhibitorio sine clausula; ab Nov. 1768: Appellationis decisae, nunc revisionis Instanzen: 1. Kölner Offizial 1726-1728 - 2. Kurköln. Hofrat zu Bonn 1727 - 3. RKG 1728-1775 (1713-1771) Beweismittel: Bd. 1: RKG-Urteil vom 20. Sept. 1771: Gegen Brand und Rasor werden aus näher genannten Gründen Ordnungsstrafen vorbehalten (44). Bd. 2: Testament des Eduard Bernhard von Bocholtz (87-90). Kodizill desselben vom 22. März 1726: 1. Frfrl. von Hersel, älteste Kanonisse des Stifts Dietkirchen zu Bonn, erhält ein Legat von 100 Pistolen in Gold ad 500 Rtlr., 2. der Amtmann zu Zülpich, Frhr. von Hersel, erhält ein Legat von 1000 Rtlr., um damit die der Freifrau von Beusdael noch geschuldeten 1000 Rtlr. zu bezahlen, und weitere 3000 Rtlr., 3. sein standesgemäßes Begräbnis soll die Äbtissin von Vilich ausrichten und dafür entschädigt werden (55f.). Vernehmung des Pastors Oeppen aus Königswinter betr. die in der Abtei Heisterbach deponierte Kiste mit der Barschaft Eduard Bernhards, 1729 (117-120). Zeugnis des Bonner Juden Moyses, 1729, daß er am 14. Juli 1728 auf Grund eines Wechselbriefes von Eduard Bernhard an den Frhr. von Bocholtz zu Störmede 6000 Rtlr. gezahlt 617 hat (121). Gutachten von 7 kurköln. Hofräten, Appellations-Kommissaren und Schöffen des Hohen Gerichts zu Köln, 1752 (137-141). Bd. 3: Acta priora der 1. Instanz (Q 22 = Bl. 145-223). “Wahrhaffte und actenmässige Facti Species Sambt In Geschicht und Rechten gegründeter Deduction In Sachen Frey-Herrn von Bocholtz zu Stormede Appellantis, contra Frey-Herrn von Hersel Appellatum Sambt Beylagen Sub Numeris 1, 2, 3, & 4, Appellationis praetensae”: Druck von 18 S. und 5 S. Beilagen, vor allem die beiden Kodizille vom 15. und 22. März 1726 und das Vilicher Protokoll der Testamentseröffnung vom 28. März 1726 (228-239). Beschreibung: 3 Bde., 15,5 cm; Bd. 1: 2 cm, 45 Bl., geb.; Prot.; Bd. 2: 9 cm, 490 Bl., ehemals geb.; Q 1 - 21, 23 - 65, Q 52, 53 doppelt; Bd. 3: 4,5 cm, 243 Bl., lose; Q 66 - 103, Q 71, 72 doppelt, Q 22, 4 Beilagen.