Martin Ostertag von Stetten (1) ist in das Gefängnis des Grafen [Johann] Christoph zu Hohenzollern in Haigerloch gekommen, weil er dem Jakob Bosch, Bürger und Sattler zu Haigerloch, einen Säckel mit 70 Gulden nachts gestohlen hat. Er wird wegen seiner Jugend und auf Bitten von Vater, Mutter und anderer geistlicher und weltlicher Personen nach Erstattung der Haftunkosten frei gelassen, durch den Nachrichter an den Pranger gestellt, öffentlich zur Stadt hinaus geführt, mit Ruten ausgestrichen und auf immer aus den beiden Herrschaften ausgewiesen. Er schwört Urfehde (1) dafür urspr.: Trillfingen
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Martin Ostertag von Stetten (1) ist in das Gefängnis des Grafen [Johann] Christoph zu Hohenzollern in Haigerloch gekommen, weil er dem Jakob Bosch, Bürger und Sattler zu Haigerloch, einen Säckel mit 70 Gulden nachts gestohlen hat. Er wird wegen seiner Jugend und auf Bitten von Vater, Mutter und anderer geistlicher und weltlicher Personen nach Erstattung der Haftunkosten frei gelassen, durch den Nachrichter an den Pranger gestellt, öffentlich zur Stadt hinaus geführt, mit Ruten ausgestrichen und auf immer aus den beiden Herrschaften ausgewiesen. Er schwört Urfehde (1) dafür urspr.: Trillfingen
Abt. Staatsarchiv Sigmaringen, Ho 177 T 2 Nr. 120
Repert. X, A Nr. 12 (Kasten E, Fach 36)
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Sigmaringen, Ho 177 T 2 Herrschaft Haigerloch-Wehrstein: Urfehden
Herrschaft Haigerloch-Wehrstein: Urfehden >> 1. Urkunden
1616 Juli 6
Urkunden
Siegler: Schultheiß, Bürgermeister und Rat der Stadt Haigerloch
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: Siegel mit Papierdecke der Stadt Haigerloch
Vermerke: 2 Blatt
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: Siegel mit Papierdecke der Stadt Haigerloch
Vermerke: 2 Blatt
Bosch, Jakob; Bürger und Sattler zu Haigerloch
Hohenzollern-Haigerloch, Johann Christoph von; Graf, 1586-1620
Ostertag, Martin; Stetten
Haigerloch BL
Stetten bei Haigerloch, Haigerloch BL
Trillfingen, Haigerloch BL
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
03.04.2025, 15:44 MESZ
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