Heinrich [von Kranlucken], Abt von Fulda, bekundet, dass er von Apel von Buchenau die Burg Fürsteneck wieder eingelöst und verschiedene andere Sch...
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Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1351-1360
1358 April 27
Ausfertigung, Pergament, elf mit Pergamentstreifen angehängte Siegel (Siegel Nr. 1 und Nr. 7 fehlen)
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Nach Cristes geburt driczehenhundirt jar in dem acht und funffczigesten jare an dem nestin Fritage vor sente Walpurge tage
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Heinrich [von Kranlucken], Abt von Fulda, bekundet, dass er von Apel von Buchenau die Burg Fürsteneck wieder eingelöst und verschiedene andere Schulden bezahlt hat: für die Au in Heringen [an der Werra], für Getreide, das Apel dem Abt geliehen hatte, wegen eines Pferdes, von dem der Abt stürzte [?] (eyn meydin dem her den hals abe vil), für die Rodung (rot) bei Suhl, für zwei Pferde, eines bei Hain [?] (vor dem Hayn), eines vor Würzburg, ein halbes Fuder Wein und Lebensmittel in Gerstungen erhält Apel 800 Schilling guter Tournosen Hersfelder Währung und 700 Pfund guter Heller Fuldaer Währung. Apel gewährt dem Abt einen Zahlungsaufschub bis Walpurgis des kommenden Jahres [1359 Mai 1]. Damit erwirbt Apel wiederkäuflich Einkünfte aus der Bede der Stadt Hünfeld oder aus anderen Einkünften des Abtes in Höhe von 80 Schilling guter Tournosen Hersfelder Währung und 70 Pfund Heller Fuldaer Währung. Zahlungstermin ist Michaelis [29. September]. Die Summe wird nach Wunsch in Buchenau, Hersfeld oder zwei Meilen um Hersfeld herum gezahlt. Der Wiederkauf soll bis Walpurgis [Mai 1] geschehen. Apel kann die Einkünfte verkaufen; er kann die Wiederlösung verlangen, muss dies aber einen Monat vorher ankündigen. Zahlt der Abt nicht, müssen die Burgen des Abtes ihm vierteljährlich Abgaben leisten. Verlangt der Abt den Rückkauf, muss er dies einen Monat vor Walpurgis [Mai 1] ankündigen. Die 800 Schilling Tournosen sollen mit Gulden, Silber, Tournosen [?] oder alten Hellern Hersfelder Währung bezahlt werden; gleiches gilt für die 700 Pfund Heller Fuldaer Währung. Als Bürgen werden benannt: Ritter Giso von Haun (Gyso von Hune), Heinrich von Haun (Hune), Friedrich (Fritsche) von Hattenbach, Heinrich von Mansbach, Johann (Hans) Trott, Heinrich vom Stein, Otto von Romrod, Erkenbrecht von Schenkenwald, Eberhard von Buchenau und Johann (Hans) von Benhausen; ausfallende Bürgen werden nach Aufforderung binnen Monatsfrist ersetzt. Die Bürgen versprechen, bei Zahlungsausfall nach Aufforderung in Hersfeld oder Hohenberg [bei Homberg-Efze?] in Hessen mit jeweils einem Knecht und einem Pferd in einer offenen Herberge Einlager zu leisten. Siegelankündigung. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite; Siegel: Avers 2, Avers 3, Avers 4, Avers 5, Avers 6, Avers 8, Avers 9, Avers 10, Avers 11)
Vermerke (Urkunde): Siegler: [Abt Heinrich]
Vermerke (Urkunde): Siegler: Ritter Giso von Haun, Heinrich von Haun, Friedrich von Hattenbach, Heinrich von Mansbach, Johann Trott, [Heinrich vom Stein], Otto von Romrod, Erkenbrecht von Schenkenwald, Eberhard von Buchenau, Johann von Benhausen
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Heinrich [von Kranlucken], Abt von Fulda, bekundet, dass er von Apel von Buchenau die Burg Fürsteneck wieder eingelöst und verschiedene andere Schulden bezahlt hat: für die Au in Heringen [an der Werra], für Getreide, das Apel dem Abt geliehen hatte, wegen eines Pferdes, von dem der Abt stürzte [?] (eyn meydin dem her den hals abe vil), für die Rodung (rot) bei Suhl, für zwei Pferde, eines bei Hain [?] (vor dem Hayn), eines vor Würzburg, ein halbes Fuder Wein und Lebensmittel in Gerstungen erhält Apel 800 Schilling guter Tournosen Hersfelder Währung und 700 Pfund guter Heller Fuldaer Währung. Apel gewährt dem Abt einen Zahlungsaufschub bis Walpurgis des kommenden Jahres [1359 Mai 1]. Damit erwirbt Apel wiederkäuflich Einkünfte aus der Bede der Stadt Hünfeld oder aus anderen Einkünften des Abtes in Höhe von 80 Schilling guter Tournosen Hersfelder Währung und 70 Pfund Heller Fuldaer Währung. Zahlungstermin ist Michaelis [29. September]. Die Summe wird nach Wunsch in Buchenau, Hersfeld oder zwei Meilen um Hersfeld herum gezahlt. Der Wiederkauf soll bis Walpurgis [Mai 1] geschehen. Apel kann die Einkünfte verkaufen; er kann die Wiederlösung verlangen, muss dies aber einen Monat vorher ankündigen. Zahlt der Abt nicht, müssen die Burgen des Abtes ihm vierteljährlich Abgaben leisten. Verlangt der Abt den Rückkauf, muss er dies einen Monat vor Walpurgis [Mai 1] ankündigen. Die 800 Schilling Tournosen sollen mit Gulden, Silber, Tournosen [?] oder alten Hellern Hersfelder Währung bezahlt werden; gleiches gilt für die 700 Pfund Heller Fuldaer Währung. Als Bürgen werden benannt: Ritter Giso von Haun (Gyso von Hune), Heinrich von Haun (Hune), Friedrich (Fritsche) von Hattenbach, Heinrich von Mansbach, Johann (Hans) Trott, Heinrich vom Stein, Otto von Romrod, Erkenbrecht von Schenkenwald, Eberhard von Buchenau und Johann (Hans) von Benhausen; ausfallende Bürgen werden nach Aufforderung binnen Monatsfrist ersetzt. Die Bürgen versprechen, bei Zahlungsausfall nach Aufforderung in Hersfeld oder Hohenberg [bei Homberg-Efze?] in Hessen mit jeweils einem Knecht und einem Pferd in einer offenen Herberge Einlager zu leisten. Siegelankündigung. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite; Siegel: Avers 2, Avers 3, Avers 4, Avers 5, Avers 6, Avers 8, Avers 9, Avers 10, Avers 11)
Vermerke (Urkunde): Siegler: [Abt Heinrich]
Vermerke (Urkunde): Siegler: Ritter Giso von Haun, Heinrich von Haun, Friedrich von Hattenbach, Heinrich von Mansbach, Johann Trott, [Heinrich vom Stein], Otto von Romrod, Erkenbrecht von Schenkenwald, Eberhard von Buchenau, Johann von Benhausen
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
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- Reichsabtei, Stift (Classification)
- 1351-1360 (Classification)
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