Verhandlungen auf dem Kreistrag betr. Besetzung der General- und Marschallstellen mit Mitgliedern der regierenden Häuser Württemberg und Baden-Durlach
Vollständigen Titel anzeigen
F 8, Nr. 1802
F 8, Nr. 171
F 8 - Evangelisches Dekanatamt Biberach
F 8 - Evangelisches Dekanatamt Biberach >> II. Akten >> 1. Reichsstädtische Zeit >> 1.2. Korrespondenz mit Reichs- und Kreisständen >> 1.2.2. Kreistag
1698-1732
Enthält u.a.:
- Neubesetzung der Generalsstelle des Kreis-Kavallerie-Regiments nach dem Tod Prinz Ludwigs von Württemberg (Vetter des regierenden Herzogs Eberhard Ludwig) erneut mit einem Mitglied des Hauses Württemberg, 1698/99
- Neubesetzung der Generalstelle des Kreis-Infanterie-Regiments nach dem Tod Prinz Christophs von Baden-Durlach mit dem regierenden Markgraf Karl von Baden und Hochberg, 1723
- Neubesetzung der Generalsstelle des Kreis-Kavallerie-Regiments nach dem Tod Prinz Friedrich Ludwigs von Württemberg; es bewarben sich der regierende Markgraf Karl von Baden für seinen Sohn Friedrich und Herzog Eberhard Ludwig von Württemberg, 1731/32
- Neubesetzung der Generalsstelle des Kreis-Kavallerie-Regiments nach dem Tod Prinz Ludwigs von Württemberg (Vetter des regierenden Herzogs Eberhard Ludwig) erneut mit einem Mitglied des Hauses Württemberg, 1698/99
- Neubesetzung der Generalstelle des Kreis-Infanterie-Regiments nach dem Tod Prinz Christophs von Baden-Durlach mit dem regierenden Markgraf Karl von Baden und Hochberg, 1723
- Neubesetzung der Generalsstelle des Kreis-Kavallerie-Regiments nach dem Tod Prinz Friedrich Ludwigs von Württemberg; es bewarben sich der regierende Markgraf Karl von Baden für seinen Sohn Friedrich und Herzog Eberhard Ludwig von Württemberg, 1731/32
28 Schr. (51 Bl.)
Sachakte
Die Besetzung von hochrangigen militärischen Stellen mit Mitglieder der regierenden Häuser war immer auch eine religionspolitische Entscheidung. Auf den Kreistagen konnten die einzelnen Stände ihre Voten abgeben. Im Vorfeld liefen natürlich diplomatische Verhandlungen, bei denen zum Teil die regierenden Fürsten aufgefordert wurden, sich für die Stelle zu bewerben, oder die Stände umworben wurden, ihre Voten zugunsten des einen oder anderen Bewerber abzugeben. Häufig sprachen sich die Reichsstädte, insbesondere die oberschwäbischen, ab. Allerdings wurden die Inhaber der hohen militärischen Ränge oft niemals aktiv. Der hier erwähnte Prinz Friedrich Ludwig (1698-1731), Sohn des regierenden Herzogs Eberhard Ludwig von Württemberg, wurde bereits im Säuglingsalter mit einem Obristenrang über ein Kavallerieregiment des Schwäbischen Kreises ausgestattet, zuletzt besaß er die Charge eines General-Feldmarschall-Lieutenants, ohne jemals militärisch aktiv zu sein. Nach seinem Tod ohne männlichen Erben 1731 sowie dem Tod seines Vaters 1733 folgte der konvertierte Herzog Carl Alexander aus der Winnentaler Linie. Damit vollzog sich ein radikaler Wechsel von der protestantisch-preußischen Option der Dynastie zur kaiserlich-katholischen. Der erwähnte und auch in der Quelle mit "Vetter" bezeichnete Prinz Ludwig von Württemberg (1661-1698), war ein Sohn Eberhards III. von Württemberg und damit ein Onkel des regierenden Herzogs Eberhard Ludwig.
Kreistag
General
Marschall
Kreis-Kavallerie-Regiment
Kavallerie
Kreis-Infanterie-Regiment
Infanterie
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
11.08.2025, 11:19 MESZ