Zeugenaussage des Schneiders Johann Heinrich Pfister und des Amtsknechts Johann Bartholomäus Heinz, beide Artelshofen, wegen des Erwerbs eines Schönborn-Parsbergischen Lehens durch Friedrich Ebner von Siglitzberg
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E 49/II Nr. 1225
E 49/II Holzschuher/Akten und Rechnungen
Holzschuher/Akten und Rechnungen
31.01.1780 - 16.02.1780
Enthält:
1780 Januar 31: Schreiben der Jobst-Friedrich-Tetzelischen Stiftungsadministration an die Hieronymus-Wilhelm-Ebnerische Fideikommissadminstration.
Der Tetzelische Stiftungsuntertan Friedrich Ebner auf dem Siglizberg hat ein dortiges Grundstück von den Gebrüdern Escherich um 300 Gulden Kaufpreis und 50 Gulden Leikauf erworben, das Hochgräflich Schönborn-Parsbergisches Lehen ist. Das Grundstück soll mit 150 Gulden beim Lehenshof eingetragen sein, sodass bei Kauf- oder Sterbefällen nur eine Laudemialgebühr von 11 Gulden 36 Kreuzer fällig würde.
Ebner erfuhr hinterher, dass dem nicht so sei; vielmehr richte sich die fragliche Gebühr nach dem jeweiligen Kaufpreis. Unter diesen Umständen will er vom Kauf zurücktreten, wohingegen Herr (Carl) von Godin, der Lehenpropst in Parsberg, auf Einhaltung des Vertrags besteht.
Bei der damaligen Verhandlung sollen zwei Ebnerische Untertanen aus Artelshofen zugegen gewesen sein: Einmal der dortige Amtsknecht, zum anderen ein Schneider, dessen Name Ebner nicht bekannt ist.
Bitte um Verhör der beiden Zeugen aufgrund der beiliegenden Interrogatoria, sowie um Nachricht.
Dabei:
Liste mit 7 Fragepunkten zu obigem Problem.
Auf der Außenseite des Schreibens die Namen der beiden Zeugen: Johann Heinrich Pfister, Schneider, und Johann Bartholomäus Heinz, Amtsknecht.
1780 Januar 31: Schreiben des U(lrich) N(ikolaus) Volland aus Nürnberg an Verwalter Johann Conrad Gröschel in Artelshofen.
Anbei Obiges mit der Direktive um Bearbeitung bzw. Zurücksendung.
1780 Februar 2: Protokolle, Artelshofen.
Johann Bartolomäus Heinz ist 32 Jahre alt und war bei dem Kauf nicht anwesend, kennt aber einige Details. Pfister ist 29 Jahre alt und war beim Kauf ebenfalls nicht dabei, kennt jedoch auch einige Umstände.
1780 Februar 3: Schreiben des Johann Conrad Gröschel aus Artelshofen an Herrn Johann Sigmund Haller in Nürnberg.
Schneidermeister Pfister und der Amtsknecht Hainz wurden befragt. Anbei die Protokolle (s.o.).
1780 Februar 16: Gebührenfestsetzung.
1780 Januar 31: Schreiben der Jobst-Friedrich-Tetzelischen Stiftungsadministration an die Hieronymus-Wilhelm-Ebnerische Fideikommissadminstration.
Der Tetzelische Stiftungsuntertan Friedrich Ebner auf dem Siglizberg hat ein dortiges Grundstück von den Gebrüdern Escherich um 300 Gulden Kaufpreis und 50 Gulden Leikauf erworben, das Hochgräflich Schönborn-Parsbergisches Lehen ist. Das Grundstück soll mit 150 Gulden beim Lehenshof eingetragen sein, sodass bei Kauf- oder Sterbefällen nur eine Laudemialgebühr von 11 Gulden 36 Kreuzer fällig würde.
Ebner erfuhr hinterher, dass dem nicht so sei; vielmehr richte sich die fragliche Gebühr nach dem jeweiligen Kaufpreis. Unter diesen Umständen will er vom Kauf zurücktreten, wohingegen Herr (Carl) von Godin, der Lehenpropst in Parsberg, auf Einhaltung des Vertrags besteht.
Bei der damaligen Verhandlung sollen zwei Ebnerische Untertanen aus Artelshofen zugegen gewesen sein: Einmal der dortige Amtsknecht, zum anderen ein Schneider, dessen Name Ebner nicht bekannt ist.
Bitte um Verhör der beiden Zeugen aufgrund der beiliegenden Interrogatoria, sowie um Nachricht.
Dabei:
Liste mit 7 Fragepunkten zu obigem Problem.
Auf der Außenseite des Schreibens die Namen der beiden Zeugen: Johann Heinrich Pfister, Schneider, und Johann Bartholomäus Heinz, Amtsknecht.
1780 Januar 31: Schreiben des U(lrich) N(ikolaus) Volland aus Nürnberg an Verwalter Johann Conrad Gröschel in Artelshofen.
Anbei Obiges mit der Direktive um Bearbeitung bzw. Zurücksendung.
1780 Februar 2: Protokolle, Artelshofen.
Johann Bartolomäus Heinz ist 32 Jahre alt und war bei dem Kauf nicht anwesend, kennt aber einige Details. Pfister ist 29 Jahre alt und war beim Kauf ebenfalls nicht dabei, kennt jedoch auch einige Umstände.
1780 Februar 3: Schreiben des Johann Conrad Gröschel aus Artelshofen an Herrn Johann Sigmund Haller in Nürnberg.
Schneidermeister Pfister und der Amtsknecht Hainz wurden befragt. Anbei die Protokolle (s.o.).
1780 Februar 16: Gebührenfestsetzung.
Archivale
Indexbegriff Person: Ebner, Fritz
Indexbegriff Person: Escherich, N
Indexbegriff Person: Godin, Carl von
Indexbegriff Person: Gröschel, Johann Konrad
Indexbegriff Person: Haller, Johann Sigmund
Indexbegriff Person: Heinz, Johann Bartholomäus
Indexbegriff Person: Pfister, Johann Heinrich (Artelshofen)
Indexbegriff Person: Volland, Ulrich Nikolaus
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Vogteiliche Rechte
Indexbegriff Person: Escherich, N
Indexbegriff Person: Godin, Carl von
Indexbegriff Person: Gröschel, Johann Konrad
Indexbegriff Person: Haller, Johann Sigmund
Indexbegriff Person: Heinz, Johann Bartholomäus
Indexbegriff Person: Pfister, Johann Heinrich (Artelshofen)
Indexbegriff Person: Volland, Ulrich Nikolaus
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Vogteiliche Rechte
Artelshofen
Parsberg
Siglitzberg
Jobst Friedrich Tetzelsche Stiftung
Hieronymus Wilhelm Ebner'sche Fideikommiss-Administration
Untertan
Lehen, Parsberger
Lehen, Schönborn-Parsberger
Lehenhof
Laudemialgebühr
Rücktritt vom Kauf
Lehen
Lehenpropst, Parsberg
Schneider, Artelshofen
Amtsknecht Artelshofen
Verwalter Artelshofen
Zeugen
Protokoll
Gebühr
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.06.2025, 13:00 MESZ