Notariatsinstrument des kaiserlichen und bei der k
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U 16
A III 32 Neersdommer Mühle
Neersdommer Mühle >> Urkunden der Familie Kaufmanns in Hüls
1533 Juni 9
Regest: Notariatsinstrument des kaiserlichen und bei der kölnischen Kurie zugelassenen Notars Adam Pex de Borchloen, cler. Leodiensies dioc., aufgenommen vor den Kölner Eingesessenen Dietrich van Kaldenkirchen und Johan Averfelt, Kleriker der Lütticher und Münsterer "Kreesdomber", über die Fundations-Bestimmungen eines Officiums in Mariengarden zu Köln. Es erscheint der ehrsame Michael Proist van Hüls, Bürger zu Köln, als alleiniger Treuhänder des Testaments des + Herrn Konrad Wilhelms von Hüls, Pastors zu Glymbach, nach dem Tode des Mitexekutors Herrn Johan Erwini von Ratingen, Dr. der geistlichen Rechte, Kanoniker der Domkirche, Pastors von Maria Ablaß in Köln. Proist berichtet über die Stiftung des erblichen Officiums von 3 Wochenmessen in der Kirche von Mariengarden in Köln durch Pastor Konrad, über die näheren Bedingungen nebst den eigenen Aufgaben als Praesentator und Exekutor. Nach seinem eigenen Tod wünscht Michael an seiner Stelle den obersten Regenten der Kölner Laurentius-Burse als Praesentator des Officiums, das kein Beneficium ist, der bei Vakanz einen Priester aus Konrads Familie oder einen Kleriker aus den Pfarren Hüls oder Kempen nachfolgen lassen soll. Von jeder Vakanz wird der Regent die Kirchmeister zu Hüls und Kempen schriftlich verständigen, die für eine Verlautbarung uff den Predigeren stuvlen sorgen. Michael nennt die von Konrad Wilhelms für den Unterhalt des Officianten etc. gestifteten Erben, Güter und Erbrenten: 1. Wilhelmshof im Kirchspiel Hüls mit 63 1/2 Morgen (aus 12 Morgen beim Hofe haben die Regulierbrüder zu Boedvngen jährlich 9 Malter Roggen). 2. Erbrentbrief über 2 Goldgulden von Mathias und Beele. Broetangst laut Oedter Schöffenbrief von 1494 Martini 11, den nun die Tochter Anna Bruns zu Oedt hält. 3. Erbrentbrief über 6 ggl. von Herman und Lysken Scheyrkens laut Kempener Schöffenbrief von 1531 Servaisdag. 4. Erbrentbrief über 2 ggl. von Goedert ther Flieten gt. Hontz und seiner Frau Barbara laut Kempener Schöffenbrief 1502 Mai 1, den nun Hennes Kampendonck von Hontz Hoeffgen bei Kempen hält. 5. Einen Goldgulden des Priesters Johann Papen zu Kempen. Erbrentbrief über 3 ggl. auf Jaspar und Nesgen Wymmers laut Kempener Schöffenbrief von 1524 in profesto Remicrii eip.- Der Officiant soll aecien Zins in dem von Konrad erbauten Hause bei Mariengarden wohnen, alle Verpflichtungen einhalten usw.
Ausf. Pgt. mit Signet
Urkunden
Die Einsetzung des Regenten der Kölner Laurentius-Burse als Praesentator des Kölner Officium zeigt einen Weg, den diese Urkunden über Dr. Joh. Gottfried Kauffmans nach Hüls gefunden haben. Mitglieder seiner Sippe werden schon im 17. Jh. (Kaplan Gerard Kauffman 1694?) die Einkünfte des Stephansaltares genossen haben.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:46 MEZ