Dekan, Kapitel und Präsenz des St. Lubentiusstifts zu Dietkirchen verleihen Henne Wan und dessen Frau Gele zu Erbrecht einen Garten und eine Hofstatt, 'die gelegen ist an Heldenhoffe hoffstat und stoßit zu felde uz und uff daz faldor, als man die hoenstraße uz wandirt geyn Aylbach'. Diese sollen die Hofstatt bauen und bessern und jährlich davon 6 Tournosen Limburger Währung am 11. November solange entrichten, wie Herr Gerlach Fischer lebt. Nach dessen Tod sollen sie 1 Gulden entrichten. Verstoßen die Eheleute oder deren Erben hiergegen, so kann das Stift oder dessen Präsenzmeister dem Schultheißen 1 Schilling geben, der dem Stift dann ein Pfand daran ausrichten soll, als ob es gerichtlich erklagt sei. Müssen die Eheleute aus Not ihre Besserung daran verkaufen oder versetzen, so sollen sie die zuerst dem Stift anbieten. Hofstatt und Garten sollen nicht verteilt werden, sondern bei einem Stamm bleiben. - Siegel des Stifts ad causas ('des wir uns gebruchen zu unsirn sachen').
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Dekan, Kapitel und Präsenz des St. Lubentiusstifts zu Dietkirchen verleihen Henne Wan und dessen Frau Gele zu Erbrecht einen Garten und eine Hofstatt, 'die gelegen ist an Heldenhoffe hoffstat und stoßit zu felde uz und uff daz faldor, als man die hoenstraße uz wandirt geyn Aylbach'. Diese sollen die Hofstatt bauen und bessern und jährlich davon 6 Tournosen Limburger Währung am 11. November solange entrichten, wie Herr Gerlach Fischer lebt. Nach dessen Tod sollen sie 1 Gulden entrichten. Verstoßen die Eheleute oder deren Erben hiergegen, so kann das Stift oder dessen Präsenzmeister dem Schultheißen 1 Schilling geben, der dem Stift dann ein Pfand daran ausrichten soll, als ob es gerichtlich erklagt sei. Müssen die Eheleute aus Not ihre Besserung daran verkaufen oder versetzen, so sollen sie die zuerst dem Stift anbieten. Hofstatt und Garten sollen nicht verteilt werden, sondern bei einem Stamm bleiben. - Siegel des Stifts ad causas ('des wir uns gebruchen zu unsirn sachen').
19, U 100
19 Stift Dietkirchen, St. Lubentius, Chorherren
Stift Dietkirchen, St. Lubentius, Chorherren >> Urkunden >> sonstige Urkunden >> 1426-1450
1430 Juli 24
Ausfertigung, Pergament W 19,100 mit dem Stiftssiegel ad causas. - Rückvermerk (17. Jh., gestrichen): 'Henn Wahn von garten und hobstatt, dem Hellenhoff zustendigh, annue Martini 6 tn., modo Hanß und Stephan Wahn'. Darunter von gleicher Hand: 'Littera docens uber 1 fl. von dem Wanhs gutt zu Dietkirchen auff der Röde'. Rückvermerk (18. Jh.) des Limburger Stiftsdekans Corden. - Kopie, Papier (18. Jh.), beglaubigt von J. L. Corden, geistlicher Rat, Dekan zu Limburg und apostolischen Notar, ebenda. - Gegenurkunde des Henne Wan und seiner Frau Gele vom gleichen Datum, unter dem Siegel des Friedrich Frei von Dehrn: Ausfertigung, Pergament W 19,101 von der Hand des Limburger Notars Konrad Czenthob von Gudensberg. Das Siegel ab. - Rückvermerk (15. Jh.) verblaßt. Rückvermerk (17. Jh.): 'Information eines fl. gelts fallent von Wanhes gut auff der Röde zu Dietkirchen. Modo Heinrich Günters erben, Peter Wahns erben, Steffan Wahns erben'. Rückvermerk (18. Jh.) des Limburger Stiftsdekans Corden. - Kopie, Papier (Anfang 16. Jh., ohne das Tagesdatum) W 19, IIIa 3a Blatt 79r. - Kopie, Papier (18. Jh.) von Corden W 19,343
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: D. 1430, in vigilia Jacobi apostoli
Struck, St. Lubentiusstift Dietkirchen, Nr. 190
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BZK no.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
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The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
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‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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