Mainz, 1575.01.21. (Richter Valentin Spieß). Die B. und Herrn Gerhard Pfingsthorn, Ulrich Hecker, Wilhelm Beußer, Heinrich Egener, Schneider, Jost Chuno, Laux Mengel, Georg Streit und Balthasar Dicker, Sattler, bekunden, daß vor ihnen (da wegen des regierenden Sterbens kein Richter zu haben) am Freitag [eigentlich Samstag] den 15.1. gegen Abend, Frau Gertrud, des Schreinermeisters Jakob Craft gewesene Ehefrau, ziemlich schwach, ihr Testament gemacht habe: Sie vermacht ihrem Mann ihr Zugebrachtes, und aus ihrer anerstorbenen väterlichen und mütterlichen Nahrung 300 fl., ihrem Stiefbruder Bernhard Heidelberger 50 fl., alles übrige ihrer Schwester Ursula, Frau Kilian Feurbachs. Z.: Georg Fechheimer und der Bendermeister Hans Ritter.
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Mainz, 1575.01.21. (Richter Valentin Spieß). Die B. und Herrn Gerhard Pfingsthorn, Ulrich Hecker, Wilhelm Beußer, Heinrich Egener, Schneider, Jost Chuno, Laux Mengel, Georg Streit und Balthasar Dicker, Sattler, bekunden, daß vor ihnen (da wegen des regierenden Sterbens kein Richter zu haben) am Freitag [eigentlich Samstag] den 15.1. gegen Abend, Frau Gertrud, des Schreinermeisters Jakob Craft gewesene Ehefrau, ziemlich schwach, ihr Testament gemacht habe: Sie vermacht ihrem Mann ihr Zugebrachtes, und aus ihrer anerstorbenen väterlichen und mütterlichen Nahrung 300 fl., ihrem Stiefbruder Bernhard Heidelberger 50 fl., alles übrige ihrer Schwester Ursula, Frau Kilian Feurbachs. Z.: Georg Fechheimer und der Bendermeister Hans Ritter.
U / 1575 Januar 21 (in 5 / 5)
Urkundenbestand
Urkundenbestand >> Urkunden, Kopialüberlieferung Bestand 5 (Stadtgericht)
21.01.1575
Stadtgericht Mainz
In 5 / 05, fol. 200 v.
Urkunden
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
23.05.2025, 09:30 MESZ