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Altes Amt Wildeshausen (Bestand)
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Enthält: Urkunden: 823-1827 (205): 9. Jh.: 2; 13. Jh.: 2; 14. Jh.: 22; 15. Jh.: 79; 16. Jh.: 60; 17. Jh.: 35; 18. Jh.: 3; 19. Jh.: 2. Akten und Amtsbücher: Streitigkeiten wegen Wildeshausen zwischen Bremen und Münster 1510-1610 (19); Verpfändung von Schloss und Amt Wildeshausen durch Münster 1523-1540 (1); Übergang Wildeshausens an Schweden (Wasaburg) 1646-1674 (10); von Schweden geplante Wiedereinlösung 1698-1700 (1); Verpfändung von Amt und Stadt Wildeshausen durch Schweden 1700 (2); Streitigkeiten mit Oldenburg 1527-1803 (69); Wildeshauser Grenzstreitigkeiten 1709-1802 (9); Zehntangelegenheiten 1353-1818 (56); Zoll- und Akzisesachen 1552-1739 (12); Einkünfte und Abgaben, Schulden, Kontributionen, Dienstpflichten 1534-1814 (85); Verhältnisse fremder Landansässiger 1487-1805 (31); Garnisons-, Militär- und Kriegsangelegenheiten 1588-1812 (13); Jurisdiktion 1578-1767 (8); Kirchen- und Schulangelegenheiten 1548-1819 (78); Mühlensachen 1562-1811 (17); Forst-, Holz-, Jagd-, Fischerei- und Mastsachen 1563-1810 (64); Ernennung, Bestallung, Dienstführung der Beamten 1582-1816 (25); Aufrechterhaltung des Allgemeinwohls 1665-1809 (8); Postwesen 1659-1674 (1); Handwerker-, Gewerbe- und Innungswesen 1628-1810 (15); Schutzjuden 1709-1802 (1); Angelegenheiten der Stadt Wildeshausen, Privilegien, Rechnungswesen 1559-1834 (78); Amts- und Kirchspielssachen 1654-1818 (53); Auseinandersetzungen mit fremden Privatpersonen 1553-1648 (6); Meierverhältnisse 1796-1810 (3).
Beschreibung: Best. 105 und Best. 105 Urk Altes Amt Wildeshausen
Zeit: 823-1826
Geschichte des Bestandsbildners: Stadt und Territorium Wildeshausen, das spätere Amt Wildeshausen, bestanden aus der Stadt Wildeshausen und den Kirchspielen Huntlosen und Großenkneten. Das von einer außerordentlich wechselvollen Geschichte geprägte Gebiet kam nach dem Tod des Grafen Heinrich von Oldenburg-Wildeshausen 1270 an das Erzstift Bremen.
1429 wurden Burg, Stadt und Amt Wildeshausen an das Bistum Münster verpfändet. Bis 1648 war das Amt mit Unterbrechungen münsterisches Herrschaftsgebiet. Bei den Verhandlungen zum Westfälischen Frieden beanspruchte Schweden die von seinen Truppen besetzte Herrschaft und trat diese noch vor der Unterzeichnung der Friedensverträge als Lehen an Graf Gustav Gustavson Wasaborg, den unehelichen Sohn des Königs Gustav II. Adolf von Schweden, ab, der auf seine Herrschaft im Hochstift Osnabrück verzichten musste. Damit begann eine kurze schwedische Herrschaft, die mit der hannoverschen Pfandnahme im Jahre 1700 und der endgültigen Übertragung des Gebietes an das Kurfürstentum Hannover im Jahre 1719 endete. Im Reichsdeputationshauptschluss wurde das Amt Wildeshausen dem Herzogtum Oldenburg zugesprochen, das 1813 nach der kurzen französischen Inbesitznahme wieder Besitz von Wildeshausen ergriff und das Amt vom Königreich Hannover 1826 endgültig übertragen bekam.
Bestandsgeschichte: Bei dem fälschlich als "Altes Amt Wildeshausen" bezeichneten Mischbestand handelt es sich nicht etwa um die alte Wildeshauser Amtsregistratur, sondern um einen im 19. Jahrhundert zur Zeit des Geheimen Archivrats Dr. Wilhelm Leverkus (Leiter des Haus- und Centralarchivs 1839-1870) gebildeten Pertinenzbestand, in den Ablieferungen bzw. Abgaben aus verschiedenen Behörden, Archiven und Archivbeständen flossen. Es handelt sich um Urkunden und Akten 1. des ehemaligen Provinzialarchivs zu Münster, 2. der Münsterischen Abteilung über die Ämter Vechta und Cloppenburg (vgl. Best. 110), 3. aus Münsterischem Schriftgut über Wildeshausen, 4. aus Archivgut des oldenburgischen Landesarchivs, 5. aus einer Reihe von Reichskammergerichtsakten, 6. aus hannoverschen Archivalien über Wildeshausen und 7. aus einigen vom Regierungsarchiv in Stade übersandten Akten. Hinzu kamen einige wenige Akten des ehemaligen Münsterischen Landesarchivs und umfangreichere Archivalien aus vormals hannoverschen Behörden sowie Vorgänge aus der Registratur der oldenburgischen Kammer über das Amt Wildeshausen nach 1803.
Urkundenabschriften befinden sich in Slg 80, Signaturen: Best. 289 Nr. 425, 430 sowie Best. 296, Nr. 14-1, 14-2, 15, 15-1 bis 15-3 und 16-1 bis 16-4.
Findmittel: Archivdatenbank/Internet
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Nein
Zusatzinformationen: leer
16; 882 Verzeichnungseinheiten (677 Akten und 205 Urkunden)
Bestand
Literatur: Oskar Brunken, Das alte Amt Wildeshausen. Landschaftsentwicklung, Besiedlung und Bauernhöfe (Oldenburger Forschungen 4), Oldenburg 1938; Carl Haase, Mittelalterliche Rechtsquellen der Stadt Wildeshausen (Oldenburgische Geschichtsquellen Band 3.1) Oldenburg 1953; Hermann Lübbing/Wolfgang Jäkel, Geschichte der Stadt Wildeshausen, Oldenburg 1970; Stefan Hartmann, Die Beziehungen Wildeshausens zu Südoldenburg im Spiegel des Wildeshauser Stadtarchivs, in: Jahrbuch für das Oldenburger Münsterland 1976, S. 176-186; Stefan Hartmann, Großherzogtum (Freistaat) Oldenburg, in: Grundriß zur deutschen Verwaltungsgeschichte 1815-1945, Reihe B; hg. von Thomas Klein, Band 17: Hansestädte und Oldenburg, Marburg/Lahn 1978, S. 212-214; Harald Schieckel u. Stefan Hartmann (Bearb.), Findbuch zum Bestand Alexanderstift Wildeshausen mit Alexanderfonds (Best. 109), Göttingen 1979; Harald Schieckel (Bearb.), Findbuch zum Bestand Stadtarchiv Wildeshausen (Best. 262-9), Teil 1: Urkunden (Inventare und kleinere Schriften des Staatsarchivs in Oldenburg Heft 5), Göttingen 1979; Stefan Hartmann (Bearb.), Findbuch zum Stadtarchiv Wildeshausen, Teil 2: Amtsbücher und Akten, Göttingen 1979; Albrecht Eckhardt (Bearb.) Findbuch zu den Reichskammergerichtsakten 1524-1806 (in Best. 20, 90, 105, 110, 120, 126 u.a.), Göttingen 1982; Albrecht Eckhardt (Bearb.), Findbuch zum Bestand Hannoversches Amt Wildeshausen (Best. 106), Oldenburg 1985; Oskar Brunken, Die Wasaburger im Amt Wildeshausen. Das Leben der Nachkommen Gustav Adolfs von Schweden im Spiegel Oldenburger Quellen, Oldenburg 1988; Werner Meiners, Geschichte der Juden in Wildeshausen, Oldenburg 1988; Albrecht Eckhardt, Wildeshausen. Geschichte der Stadt von den Anfängen bis zum ausgehenden 20. Jahrhundert (mit Beiträgen von Günter Wegner, Heinz-K. Junk, Peter Heinken und Walter Schultze), hg. von der Stadt Wildeshausen, Oldenburg 1999; Alte Ämter Harpstedt und Wildeshausen. Einwohner und ihre Steuern im Jahr 1543, hg. von der Oldenburgischen Gesellschaft für Familienkunde e.V., Oldenburg 2004; Albrecht Eckhardt (Hg.), Oldenburgisches Ortslexikon, Bd. 2, Oldenburg 2011, S. 1123f.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.