Interview mit Luise Walter, mit einer Frau und mit einem Ehepaar über den Film "Jud Süß"
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 20/005 23 A140068/108
J 25_G204_215, Teil 1
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 20/005 23 J 25 Sammlung Knilli: Ton- und Filmdokumente
J 25 Sammlung Knilli: Ton- und Filmdokumente >> Tondokumente >> Tondokumente zum Film "Jud Süß"
Enthält:
00:00:00 - 00:38:40
[Beginn inmitten des Interviews]
Interview mit der Rentnerin Luise Walter (Jahrgang 1901) von Friedrich Knilli, Professor für Allgemeine Literaturwissenschaft an der TU Berlin, über:
Ihren Urlaub in der Nähe der Burg Sternberg bei Lüdenhausen, wo Veit Harlan wohnte. Lebensgeschichte: Geboren 1901 in Schlesien, 1902 nach Deutschland gekommen. Familie: Vater (Handwerksmeister), vier Geschwister (ältester Bruder bei Unfall gestorben), Schulbildung (Deutsche Handelsschule), Berufliche Laufbahn als Buchhalterin. Bis heute Mitglied in der Gewerkschaft und Buchgemeinschaft. Erinnerung an die Zeit des Nationalsozialismus, Tätigkeit bei der Deutschen Arbeitsfront (Fachamt für freie Berufe). Seit 1930 Mitglied in der SPD. Bekanntschaft mit: Louise Schroeder, Paul Löbe und jüdische Schulfreundin Margot Becker. Persönliche Reiseerlebnisse (Österreichrundreise). Erinnerung an das Buch und den Film "Jud Süß".
[Abbruch im Interview]
00:38:41 - 01:13:30
[Beginn in der Mitte des Interviews]
Interview mit einer Frau aus Berlin (Jahrgang 1911) von Friedrich Knilli, Professor für Allgemeine Literaturwissenschaft an der TU Berlin, über:
Den Film "Jud Süß" und den Roman von Lion Feuchtwanger ("Der Film hat mir sehr gut gefallen"). Schauspieler: Ferdinand Marian und Kristina Söderbaum. Selbst kein Kontakt zu Juden. Berufliche Erschwernis während des Nazi-Regimes. "Frauen waren nur da, wie die Karnickel zu gebären." Hatte oft Schwierigkeiten, weil sie keine Parteigenossin war. Sekretärin bei der Deutschen Arbeitsfront und beim Generalgouvernement. Beruflicher Werdegang: "Ich war immer sehr ehrgeizig." Hat Judentransporte gesehen. Tätigkeit der KdF-Truppenbetreuung in den großen Städten Krakau, Lemberg, Warschau. Erinnerung an "Jud Süß" - "Gegen die heutige Aufführung des Films `Jud Süß`. Menschen möchte nicht erinnert werden. Der Film ist überholt." Reise nach Kiriat Bialik/ Israel, Partnerstadt von Berlin-Zehlendorf. Berufliche Tätigkeiten nach 1945, arbeitslos und dann von den Amerikanern als Serviererin angestellt, dann Arbeit beim belgischen Roten Kreuz, dann wieder arbeitslos.
01:13:31 - 01:16:12
Interview mit einem Ehepaar aus Berlin (Mann Jahrgang 1907, Frau Jahrgang 1922) von Friedrich Knilli, Professor für Allgemeine Literaturwissenschaft an der TU Berlin über:
Film "Jud Süß". Schauspieler: Ferdinand Marian. "Man hat ihn auch wenn man andere Filme mit ihm gesehen hat, immer mit `Jud Süß` in Verbindung gebracht." Aufführverbot des Films.
Siehe auch R 20/005 23_A130065/115
00:00:00 - 00:38:40
[Beginn inmitten des Interviews]
Interview mit der Rentnerin Luise Walter (Jahrgang 1901) von Friedrich Knilli, Professor für Allgemeine Literaturwissenschaft an der TU Berlin, über:
Ihren Urlaub in der Nähe der Burg Sternberg bei Lüdenhausen, wo Veit Harlan wohnte. Lebensgeschichte: Geboren 1901 in Schlesien, 1902 nach Deutschland gekommen. Familie: Vater (Handwerksmeister), vier Geschwister (ältester Bruder bei Unfall gestorben), Schulbildung (Deutsche Handelsschule), Berufliche Laufbahn als Buchhalterin. Bis heute Mitglied in der Gewerkschaft und Buchgemeinschaft. Erinnerung an die Zeit des Nationalsozialismus, Tätigkeit bei der Deutschen Arbeitsfront (Fachamt für freie Berufe). Seit 1930 Mitglied in der SPD. Bekanntschaft mit: Louise Schroeder, Paul Löbe und jüdische Schulfreundin Margot Becker. Persönliche Reiseerlebnisse (Österreichrundreise). Erinnerung an das Buch und den Film "Jud Süß".
[Abbruch im Interview]
00:38:41 - 01:13:30
[Beginn in der Mitte des Interviews]
Interview mit einer Frau aus Berlin (Jahrgang 1911) von Friedrich Knilli, Professor für Allgemeine Literaturwissenschaft an der TU Berlin, über:
Den Film "Jud Süß" und den Roman von Lion Feuchtwanger ("Der Film hat mir sehr gut gefallen"). Schauspieler: Ferdinand Marian und Kristina Söderbaum. Selbst kein Kontakt zu Juden. Berufliche Erschwernis während des Nazi-Regimes. "Frauen waren nur da, wie die Karnickel zu gebären." Hatte oft Schwierigkeiten, weil sie keine Parteigenossin war. Sekretärin bei der Deutschen Arbeitsfront und beim Generalgouvernement. Beruflicher Werdegang: "Ich war immer sehr ehrgeizig." Hat Judentransporte gesehen. Tätigkeit der KdF-Truppenbetreuung in den großen Städten Krakau, Lemberg, Warschau. Erinnerung an "Jud Süß" - "Gegen die heutige Aufführung des Films `Jud Süß`. Menschen möchte nicht erinnert werden. Der Film ist überholt." Reise nach Kiriat Bialik/ Israel, Partnerstadt von Berlin-Zehlendorf. Berufliche Tätigkeiten nach 1945, arbeitslos und dann von den Amerikanern als Serviererin angestellt, dann Arbeit beim belgischen Roten Kreuz, dann wieder arbeitslos.
01:13:31 - 01:16:12
Interview mit einem Ehepaar aus Berlin (Mann Jahrgang 1907, Frau Jahrgang 1922) von Friedrich Knilli, Professor für Allgemeine Literaturwissenschaft an der TU Berlin über:
Film "Jud Süß". Schauspieler: Ferdinand Marian. "Man hat ihn auch wenn man andere Filme mit ihm gesehen hat, immer mit `Jud Süß` in Verbindung gebracht." Aufführverbot des Films.
Siehe auch R 20/005 23_A130065/115
1'16
Audio-Visuelle Medien
Herkunft: Sammlung Knilli
Bild-/Tonträger: Kopie von Tonband
Bild-/Tonträger: Kopie von Tonband
Walter, Luise; Rentnerin, 1901-
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:24 MEZ
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