Flora (Bestand)
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Best. 951
Historisches Archiv der Stadt Köln (Archivtektonik) >> Nichtstädtische amtliche und geistliche Überlieferung >> Weltliche Provenienzen >> Beteiligungsgesellschaften und öffentliche Einrichtungen
I. Einleitung
1. Geschichtliche Entwicklung der Aktiengesellschaft "Flora"
Im Jahr 1862 beschlossen namhafte Bürger, einen "Botanischen Zier- und Lustgarten in der Nähe von Köln" zu gründen. Die Stadt war arm an öffentlichen Grünanlagen, und zu gleicher Zeit mußte der Botanische Garten dem Zentralbahnhof weichen.
Die neue Anlage, die am Rand von Köln-Riehl ihren Platz fand, sollte als Sammlung fremdländischer Pflanzen in ihrem Park und in ihren Gewächshäusern ein Gegenstück zu dem wenige Jahre vorher auch in Riehl gegründeten Zoologischen Garten bilden. Außerdem sollte sie die höchsten Leistungen und ständigen Fortschritte der Gartenkunst und Gartenarchitektur vor Augen führen, zugleich aber eine Erholungs- und Vergnügungsstätte für die Bürgerschaft werden.
Unter Mitwirkung folgender Herren wurde ein "provisorisches Komitée" zur Gründung des Unternehmens gebildet: Robert Esser II jr., Heinrich Garenfeld, Robert Heuser, Jakob Kaufmann-Asser, Gustav Luchtenberg, Julius Marcus, Eduard v. Oppenheim, Adolf vom Rath, Adolf Rautenstrauch, Jacques Seydlitz, Richard Voigtel und Karl von Wittgenstein.
Als am 6. März 1863 die Aktiengesellschaft "Flora" gegründet wurde, setzte man die Mitglieder des "provisorischen Komitées" als ersten Verwaltungsrat ein. Zum Vorsitzenden wurde der Banquier Eduard von Oppenheim gewählt. Die örtliche Betriebsleitung hatte der "Betriebsdirektor".
Am 13. April des gleichen Jahres wurde durch allerhöchsten Erlaß das Gesellschaftsstatut genehmigt. Königin Augusta übernahm das Protektorat der Aktiengesellschaft "Flora".
Hunderttausend Taler bildeten das Grundkapital der Aktiengesellschaft, das in den Jahren 1864 und 1866 um jeweils fünfzigtausend Taler noch erhöht wurde.
Die festliche Einweihung der "Flora" fand am 14. August 1864 statt.
Der Park wurde nach Plänen des königlichen Gartendirektors Peter Josef Lenné aus Bonn errichtet; einer seiner Schüler, der Gartenarchitekt Julius Niepraschk, leitete die Ausführung und Vervollständigung der Pläne. Von den im Garten errichteten Schauhäusern ist besonders der Palmensaal hervorzuheben, der eine Nachahmung des Londoner Glaspalastes darstellt. Im Laufe der Jahre wurde die "Flora" durch den Bau weiterer Schauhäuser, zum Beispiel des Aquariums (1869), vergrößert. Ein Restaurationsbetrieb wurde ebenfalls eröffnet.
Die "Flora" diente aber nicht nur als Vergnügungslokal, zum Abhalten von Konzerten, Beleuchtungen und Festlichkeiten, sondern man trug, den Statuten gemäß, auch der Förderung der Botanik und der Gartenkunst in weitem Maße Rechnung. Vor allem war das Bestreben darauf gerichtet, der der Flora angeschlossenen Handelsgärtnerei eine möglichst große Ausdehnung zu geben. In Verbindung hiermit war auch die zeitweise Abhaltung von Gartenbauausstellungen, so August bis September 1875 und 1888, in das Programm aufgenommen.
Am 1. April 1873 wurde die höhere Gärtnerlehranstalt eröffnet. Ihre Aufgabe war es, durch das Studium der Botanik und durch die Ausbildung in der Gartenkunde tüchtige Fachkräfte herauszubilden. Sie wurde nach einiger Zeit wegen der allzu hohen Kosten aufgelöst.
Bald nach der ersten Stadterweiterung (1883) wurde die "Flora" von schweren finanziellen Krisen heimgesucht, und mehrfach war die Weiterführung des Unternehmens in Frage gestellt. Durch die verschiedenen städtischen Gartenanlagen, wie zum Beispiel Volksgarten und Stadtwald, war der Flora eine große Konkurrenz entstanden. Die Zahl der Besucher ließ immer mehr nach. Auch die Handelsgärtnerei, die vorher nur wenig Konkurrenz von privater Seite zu fürchten hatte und die Haupteinnahmequelle war, mußte Ende der achtziger Jahre aufgegeben werden.
Der veränderten Lage des Unternehmens entsprechend wurde nun dem Restaurationsbetrieb, den Konzerten und Veranstaltungen von Festlichkeiten größere Bedeutung beigemessen, ohne daß dabei die gärtnerische Seite vernachlässigt wurde.
Die finanzielle Sanierung wurde durch Zahlungen von je 60 Mark pro Aktie auf Grund von Beschlüssen der Generalversammlungen vom 20. April 1894 und vom 5. Juli 1900 bewerkstelligt.
Man veranstaltete jetzt auch wieder Ausstellungen, zum Beispiel in Verbindung mit dem "Verband der Kunstfreunde in den Ländern am Rhein" und der Stadtverwaltung Köln, die "Deutsche Kunstausstellung in der Flora zu Köln, Mai bis November 1906".
1908 wurde das Floraorchester gegründet.
Als die Schuldenlast auf eine halbe Million angewachsen war, griff die Stadt Köln hilfreich ein und kaufte 1909 500 000 neugeschaffene Floraaktien zum Nennwert.
Mit diesem neuen Kapital wurden der größte Teil der Schulden getilgt und die allernotwendigsten Instandsetzungen vorgenommen.
Am 1. April 1911 übernahm die Stadtverwaltung den gärtnerischen Teil des Betriebs auf ihre Rechnung.
Während der Kriegszeit wurde die "Flora" zum Kriegertagesheim der vereinigten Vereine des Roten Kreuzes und ihre Gebäude wurden für Aufklärungsvorträge verschiedener Truppenteile benutzt.
1917 wurden der Wirtschaftsbetrieb, die Konzerte und alle privaten Veranstaltungen eingestellt. Der Restaurationsbetrieb wurde erst wieder am 30. Mai 1925 im Wintergarten eröffnet.
1919 bis 1924 besetzte die britische Besatzungsmacht die Gebäude der "Flora".
Am 1.1.1920 pachtete die Stadt Köln für 30 Jahre Grundstück, Inventar und gärtnerischen Betrieb der "Flora". Eigentümerin blieb jedoch die Aktiengesellschaft "Flora". Die "Flora" wurde dadurch mit dem neuen Botanischen Garten, der am 30. Mai 1914 auf dem Nachbargrundstück eröffnet worden war, verbunden.
Die Aktiengesellschaft "Flora" wurde am 4. Juni 1943 aufgelöst.
2. Quellen und Literatur
Abt. 36, Nr. 47 Übernahme der "Flora" in die städtische Verwaltung, 1909 bis 1916.
Best. 902/234/1 Gärten, 1928 bis 1933.
Best. 1010/32 50jähriges Bestehen der "Flora". Verwaltungsberichte 1920 ff.
Ferdinand Esser, Fünfzig Jahre Flora, Köln 1913. Flora und Botanischer Garten Köln
Zum 100jährigen Bestehen, Köln, 1964.
Hans Jacob Häßlin, Goldener Lorbeer - Hundert Jahre "Flora", in: Köln I, 1964.
Hermann Keussen: Die älteren botanischen Gärten in Köln; in: Die Heimat, Unterhaltungsbeilage des Stadtanzeigers für Köln und Umgebung, Nr. 26, 27. Juni 1926.
Offizieller Ausstellungskatalog der Internationalen Gartenbauausstellung, Köln 1888, 4. Aug. bis Ende Sept.
Die Flora in: Die Stadt Köln im ersten Jahrhundert unter Preuß. Herrschaft, 1815 bis 1915, hrsg. von der Stadt Köln, Köln 1915, Bd. I, 2, S. 446/447.
3. Aktenübernahme
Die im Bestand 951 zusammengefaßten Akten der Aktiengesellschaft "Flora" wurden 1952 dem Archiv ungeordnet übergeben.
Der Bestand besteht aus 4 Kästen. Die Akten stammen aus der Zeit von 1864 bis 1923.
4. Ordnungsverfahren
Durch das Anlegen einer Zettelkartei ohne Gruppenbildung wurde der Bestand 951 zum ersten Mal von Herrn Steinhofer erschlossen.
Nach seiner Pertinenz trug der Bestand die Bezeichnung "Gartenverwaltung".
Die Akten wurden geheftet.
Die Titelaufnahmen der Akten wurden nach den laufenden Nummern durchgeführt.
Da kein Aktenplan der Aktiengesellschaft "Flora" vorlag, wurden die Akten nach dem Prinzip der mehrfachen Gruppenbildung vollständig neugeordnet. Anschließend sind die Akten neu signiert und im vorliegenden Findbuch durch einen Index zusätzlich erschlossen worden.
Zitierung der Akten: Best. 951/(Nr.) 1
1. Geschichtliche Entwicklung der Aktiengesellschaft "Flora"
Im Jahr 1862 beschlossen namhafte Bürger, einen "Botanischen Zier- und Lustgarten in der Nähe von Köln" zu gründen. Die Stadt war arm an öffentlichen Grünanlagen, und zu gleicher Zeit mußte der Botanische Garten dem Zentralbahnhof weichen.
Die neue Anlage, die am Rand von Köln-Riehl ihren Platz fand, sollte als Sammlung fremdländischer Pflanzen in ihrem Park und in ihren Gewächshäusern ein Gegenstück zu dem wenige Jahre vorher auch in Riehl gegründeten Zoologischen Garten bilden. Außerdem sollte sie die höchsten Leistungen und ständigen Fortschritte der Gartenkunst und Gartenarchitektur vor Augen führen, zugleich aber eine Erholungs- und Vergnügungsstätte für die Bürgerschaft werden.
Unter Mitwirkung folgender Herren wurde ein "provisorisches Komitée" zur Gründung des Unternehmens gebildet: Robert Esser II jr., Heinrich Garenfeld, Robert Heuser, Jakob Kaufmann-Asser, Gustav Luchtenberg, Julius Marcus, Eduard v. Oppenheim, Adolf vom Rath, Adolf Rautenstrauch, Jacques Seydlitz, Richard Voigtel und Karl von Wittgenstein.
Als am 6. März 1863 die Aktiengesellschaft "Flora" gegründet wurde, setzte man die Mitglieder des "provisorischen Komitées" als ersten Verwaltungsrat ein. Zum Vorsitzenden wurde der Banquier Eduard von Oppenheim gewählt. Die örtliche Betriebsleitung hatte der "Betriebsdirektor".
Am 13. April des gleichen Jahres wurde durch allerhöchsten Erlaß das Gesellschaftsstatut genehmigt. Königin Augusta übernahm das Protektorat der Aktiengesellschaft "Flora".
Hunderttausend Taler bildeten das Grundkapital der Aktiengesellschaft, das in den Jahren 1864 und 1866 um jeweils fünfzigtausend Taler noch erhöht wurde.
Die festliche Einweihung der "Flora" fand am 14. August 1864 statt.
Der Park wurde nach Plänen des königlichen Gartendirektors Peter Josef Lenné aus Bonn errichtet; einer seiner Schüler, der Gartenarchitekt Julius Niepraschk, leitete die Ausführung und Vervollständigung der Pläne. Von den im Garten errichteten Schauhäusern ist besonders der Palmensaal hervorzuheben, der eine Nachahmung des Londoner Glaspalastes darstellt. Im Laufe der Jahre wurde die "Flora" durch den Bau weiterer Schauhäuser, zum Beispiel des Aquariums (1869), vergrößert. Ein Restaurationsbetrieb wurde ebenfalls eröffnet.
Die "Flora" diente aber nicht nur als Vergnügungslokal, zum Abhalten von Konzerten, Beleuchtungen und Festlichkeiten, sondern man trug, den Statuten gemäß, auch der Förderung der Botanik und der Gartenkunst in weitem Maße Rechnung. Vor allem war das Bestreben darauf gerichtet, der der Flora angeschlossenen Handelsgärtnerei eine möglichst große Ausdehnung zu geben. In Verbindung hiermit war auch die zeitweise Abhaltung von Gartenbauausstellungen, so August bis September 1875 und 1888, in das Programm aufgenommen.
Am 1. April 1873 wurde die höhere Gärtnerlehranstalt eröffnet. Ihre Aufgabe war es, durch das Studium der Botanik und durch die Ausbildung in der Gartenkunde tüchtige Fachkräfte herauszubilden. Sie wurde nach einiger Zeit wegen der allzu hohen Kosten aufgelöst.
Bald nach der ersten Stadterweiterung (1883) wurde die "Flora" von schweren finanziellen Krisen heimgesucht, und mehrfach war die Weiterführung des Unternehmens in Frage gestellt. Durch die verschiedenen städtischen Gartenanlagen, wie zum Beispiel Volksgarten und Stadtwald, war der Flora eine große Konkurrenz entstanden. Die Zahl der Besucher ließ immer mehr nach. Auch die Handelsgärtnerei, die vorher nur wenig Konkurrenz von privater Seite zu fürchten hatte und die Haupteinnahmequelle war, mußte Ende der achtziger Jahre aufgegeben werden.
Der veränderten Lage des Unternehmens entsprechend wurde nun dem Restaurationsbetrieb, den Konzerten und Veranstaltungen von Festlichkeiten größere Bedeutung beigemessen, ohne daß dabei die gärtnerische Seite vernachlässigt wurde.
Die finanzielle Sanierung wurde durch Zahlungen von je 60 Mark pro Aktie auf Grund von Beschlüssen der Generalversammlungen vom 20. April 1894 und vom 5. Juli 1900 bewerkstelligt.
Man veranstaltete jetzt auch wieder Ausstellungen, zum Beispiel in Verbindung mit dem "Verband der Kunstfreunde in den Ländern am Rhein" und der Stadtverwaltung Köln, die "Deutsche Kunstausstellung in der Flora zu Köln, Mai bis November 1906".
1908 wurde das Floraorchester gegründet.
Als die Schuldenlast auf eine halbe Million angewachsen war, griff die Stadt Köln hilfreich ein und kaufte 1909 500 000 neugeschaffene Floraaktien zum Nennwert.
Mit diesem neuen Kapital wurden der größte Teil der Schulden getilgt und die allernotwendigsten Instandsetzungen vorgenommen.
Am 1. April 1911 übernahm die Stadtverwaltung den gärtnerischen Teil des Betriebs auf ihre Rechnung.
Während der Kriegszeit wurde die "Flora" zum Kriegertagesheim der vereinigten Vereine des Roten Kreuzes und ihre Gebäude wurden für Aufklärungsvorträge verschiedener Truppenteile benutzt.
1917 wurden der Wirtschaftsbetrieb, die Konzerte und alle privaten Veranstaltungen eingestellt. Der Restaurationsbetrieb wurde erst wieder am 30. Mai 1925 im Wintergarten eröffnet.
1919 bis 1924 besetzte die britische Besatzungsmacht die Gebäude der "Flora".
Am 1.1.1920 pachtete die Stadt Köln für 30 Jahre Grundstück, Inventar und gärtnerischen Betrieb der "Flora". Eigentümerin blieb jedoch die Aktiengesellschaft "Flora". Die "Flora" wurde dadurch mit dem neuen Botanischen Garten, der am 30. Mai 1914 auf dem Nachbargrundstück eröffnet worden war, verbunden.
Die Aktiengesellschaft "Flora" wurde am 4. Juni 1943 aufgelöst.
2. Quellen und Literatur
Abt. 36, Nr. 47 Übernahme der "Flora" in die städtische Verwaltung, 1909 bis 1916.
Best. 902/234/1 Gärten, 1928 bis 1933.
Best. 1010/32 50jähriges Bestehen der "Flora". Verwaltungsberichte 1920 ff.
Ferdinand Esser, Fünfzig Jahre Flora, Köln 1913. Flora und Botanischer Garten Köln
Zum 100jährigen Bestehen, Köln, 1964.
Hans Jacob Häßlin, Goldener Lorbeer - Hundert Jahre "Flora", in: Köln I, 1964.
Hermann Keussen: Die älteren botanischen Gärten in Köln; in: Die Heimat, Unterhaltungsbeilage des Stadtanzeigers für Köln und Umgebung, Nr. 26, 27. Juni 1926.
Offizieller Ausstellungskatalog der Internationalen Gartenbauausstellung, Köln 1888, 4. Aug. bis Ende Sept.
Die Flora in: Die Stadt Köln im ersten Jahrhundert unter Preuß. Herrschaft, 1815 bis 1915, hrsg. von der Stadt Köln, Köln 1915, Bd. I, 2, S. 446/447.
3. Aktenübernahme
Die im Bestand 951 zusammengefaßten Akten der Aktiengesellschaft "Flora" wurden 1952 dem Archiv ungeordnet übergeben.
Der Bestand besteht aus 4 Kästen. Die Akten stammen aus der Zeit von 1864 bis 1923.
4. Ordnungsverfahren
Durch das Anlegen einer Zettelkartei ohne Gruppenbildung wurde der Bestand 951 zum ersten Mal von Herrn Steinhofer erschlossen.
Nach seiner Pertinenz trug der Bestand die Bezeichnung "Gartenverwaltung".
Die Akten wurden geheftet.
Die Titelaufnahmen der Akten wurden nach den laufenden Nummern durchgeführt.
Da kein Aktenplan der Aktiengesellschaft "Flora" vorlag, wurden die Akten nach dem Prinzip der mehrfachen Gruppenbildung vollständig neugeordnet. Anschließend sind die Akten neu signiert und im vorliegenden Findbuch durch einen Index zusätzlich erschlossen worden.
Zitierung der Akten: Best. 951/(Nr.) 1
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Rechteinformation beim Datengeber zu klären.
10.06.2025, 08:12 MESZ