Papst Alexander II. berichtet Widerat [von Eppstein], Abt von Fulda, dass Bischof [Adalbero] von Würzburg die dem Kloster zugefügten Unbilden wied...
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Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1051-1250
[vor April 1069]
Ausfertigung, Pergament, Bleibulle (mit moderner Befestigung, ehemals Siegelsammlung Staatsarchiv Marburg, Nr. 985 a)
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: [Fehlt]
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Papst Alexander II. berichtet Widerat [von Eppstein], Abt von Fulda, dass Bischof [Adalbero] von Würzburg die dem Kloster zugefügten Unbilden wieder gutgemacht habe. Adalbero will sich wegen des falschen Vorwurfs der simonistischen Erlangung des Abbatiates durch Widerat einem Reinigungseid unterziehen und diesen Vorwurf nicht wiederholen. Auch die Behauptung, Widerat sei als Gebannter zur Weihe nach Rom gekommen und habe unrechtmäßig die Absolution erlangt, wird von Adalbero zurückgenommen. Die entgegen den Privilegien Alexanders von Adalbero und seinem Vogt gegenüber Fulda gemachten Ansprüche ruhen, bis ein päpstlicher Legat auf der kommenden Synode die Angelegenheit untersuchen wird. Sollte es nach einem Scheitern der Legatensynode zu einer Verhandlung vor dem Papst kommen, wird Adalbero sein Amt verlieren. Im Anschluss teilt der Papst Widerat den Wortlaut seines Schreibens an den Erzbischof [Siegfried] von Mainz mit, den er bereits zum dritten Mal wegen dessen Bedrängung des Klosters Fulda mahnt und zur Rückerstattung des entfremdeten Eigentums und zur Aufhebung des Banns auffordert. Sollte es zu einem Scheitern der Legatensynode und zu einer Verhandlung vor dem Papst kommen, wird ihm die Ausübung des Amtes untersagt. Si te ex corde. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite; Bulle: Apostelstempel, Namensstempel)
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Mainzer UB I, Nr. 320; Regest: Germania Pontificia, IV, IV, S. 386 f., Nr. 87
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Papst Alexander II. berichtet Widerat [von Eppstein], Abt von Fulda, dass Bischof [Adalbero] von Würzburg die dem Kloster zugefügten Unbilden wieder gutgemacht habe. Adalbero will sich wegen des falschen Vorwurfs der simonistischen Erlangung des Abbatiates durch Widerat einem Reinigungseid unterziehen und diesen Vorwurf nicht wiederholen. Auch die Behauptung, Widerat sei als Gebannter zur Weihe nach Rom gekommen und habe unrechtmäßig die Absolution erlangt, wird von Adalbero zurückgenommen. Die entgegen den Privilegien Alexanders von Adalbero und seinem Vogt gegenüber Fulda gemachten Ansprüche ruhen, bis ein päpstlicher Legat auf der kommenden Synode die Angelegenheit untersuchen wird. Sollte es nach einem Scheitern der Legatensynode zu einer Verhandlung vor dem Papst kommen, wird Adalbero sein Amt verlieren. Im Anschluss teilt der Papst Widerat den Wortlaut seines Schreibens an den Erzbischof [Siegfried] von Mainz mit, den er bereits zum dritten Mal wegen dessen Bedrängung des Klosters Fulda mahnt und zur Rückerstattung des entfremdeten Eigentums und zur Aufhebung des Banns auffordert. Sollte es zu einem Scheitern der Legatensynode und zu einer Verhandlung vor dem Papst kommen, wird ihm die Ausübung des Amtes untersagt. Si te ex corde. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite; Bulle: Apostelstempel, Namensstempel)
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Mainzer UB I, Nr. 320; Regest: Germania Pontificia, IV, IV, S. 386 f., Nr. 87
Die Datierung erfolgt mit Blick auf den Mühlhauser Hoftag 1069 April/Mai.
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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10.06.2025, 9:13 AM CEST
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