Rupelrather Landwehr- und Kriegerverein (Bestand)
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Ve 017
Stadtarchiv Solingen (Archivtektonik) >> Bestände nichtstädtischer Provenienz >> Vereinsarchive
1868 - 1963
Vorwort Am 29. Dezember 1867 in Rupelrath gegründet mit bald 54 Mitgliedern, erfolgte 1875 der Beschluss, den Vereinssitz nach Aufderhöhe zu verlegen. 1893 Mitglied des Kreisverbandes Solinger Kriegervereine, 1906 Mitglied des Preußischen Landes-Kriegerverbands. Im Mai 1909 Feier des 40-jährigen Gründungsfests verbunden mit der Fahnenweihe; Oktober 1909 Ernennung von Pastor Müller zum Ehrenvorsitzenden. 1935 Umbenennung in Rupelrather Soldatenkameradschaft Solingen-Aufderhöhe sowie Anschaffung einer neuen Fahne mit dem Symbol des Kyffhäuserdenkmals, das später durch das Eiserne Kreuz ersetzt wurde. Sommer 1937 wird die 70-Jahr-Feier verbunden mit einem Kreisappell des Kriegerverbands Solingen und einem großen Festzug. Im Jahr 1942 verzeichnet der Verein 167 Mitglieder. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Vereinsleben nicht mehr ernsthaft aufgenommen. Rupelrather Landwehr- und Krieger-Verein, seit 1935 Rupelrather Soldatenkameradschaft Solingen-Aufderhöhe Zur Vereinsgeschichte (Quellen: Protokolle; ST 16.10.1942=FA 1/62 Bl. 17: 75 J. Rupelrather Kameradschaft) 29.12.1867: Gründung in Rupelrath im Lokal Jos. Gierlichs. 2. Vereinslokal Wilh. Leysieffer, Gosse 19.12.1875: Beschluss, den Sitz des Vereins nach Aufderhöhe zu verlegen: Vereinslokal Robert Kronenberg Seit 1.1.1879: Vereinslokal Julius Hindrichs (1935 war Gross Vereinslokal, 1940 Kameradschaftsheim Paul Klein/Fritz Hertel, Aufderhöhe, 1942 verschiedene Gaststätten) 1.6.1893: Mitglied des Kreisverbandes Solinger Kriegervereine 16.12.1906: Mitglied des Preußischen Landes-Kriegerverbands 1908: Ministerielle Erlaubnis, Fahne anzuschaffen; Bestellung der Fahne in Hannoversch Münden 15./16.5.1909: 40jähriges Gründungsfest verbunden mit der Fahnenweihe (Ehrengäste Obrstl. von der Groeben, Bezirkskommandeur Solingen mit mehreren Offizieren, Militärkapelle 16er Mülheim/Rhein; die Vereinsmitglieder tragen die Vereinsabzeichen und Mützen, neue Schleifen für sämtl. Mitglieder) 10.10.1909: Ernennung von Pastor Müller zum Ehrenvorsitzenden, Ausschluss des Mitglieds Peter Bang (?), der sich öffentlich zur Sozialdemokratie bekannt hat. 1935: Neue Fahne mit dem Symbol des Kyffhäuserdenkmals, das später durch das Eiserne Kreuz ersetzt wurde Seit dem 11. Nov. 1935: Rupelrather Soldatenkameradschaft Solingen-Aufderhöhe 24./25.7.1937: 70-Jahr-Feier verbunden mit Kreisappell des Kriegerverbands Solingen: Großer Festzug, der vom Sportplatz Gillicher Straße Ausgang nahm Vereinsvorsitzende: 1867-1868 Karl Hindrichs 1869 Theodor Schmidtberg 1870 C. Robert Kronenberg 1871-1873 Friedrich Körschgen 1874-1878 Karl Theis 1879-1882 Theodor Schmidtberg 1883-1886 Albert Schäfer 1887-1896 Theodor Schmidtberg 1897-1902 Daniel Kayser 1903-1924 Ewald Hoppe 1925-1937 Paul Weck 1938-1942 Friedrich Müller Mitgliederzahlen: 1868: 54; 1872: 42; 1875: 59; 1902: 57; 1904: 67; 1926: 64; 1933: 85; 1937: 95; 1939: 161; 1942: 167 Zur Bestandsgeschichte Frau Inge Krieger geb. Müller (ihr Vater war der letzte Vereinsvorsitzende Friedrich Müller, * 1898), Löhdorfer Str. 187, hat dem Stadtarchiv die Unterlagen des Rupelrather Landwehr- und Krieger-Vereins am 6.11.2000 als Geschenk übergeben. Außer Ve 110 Nr. 1-5 überließ sie dem Archiv die 1909 geweihte Vereinsfahne sowie Fotos von der Fahnenweihe 1909 sowie den 70- und 75-jährigen Jubiläen 1937 und 1942. Weitere Fotos betreffen ihren Vater im Kreise von Solinger Kommunalbeamten, Familienfotos u.a. (z.B. Steinendorfer Kinder, Ruderpartie bei Müngsten). Verweise Die Vereinsfahne ist unter Nr. 415 inventarisiert. Hergestellt wurde sie in Hannöversch Münden und am 15./16. Mai 1909 geweiht. Beschreibung: Größe: 166 cm breit, 130 cm hoch (Maße ohne defekte Einfassung). Material: dünner Baumwoll- oder Leinenstoff, farbig bemalt: In einem oben nicht ganz geschlossenen Eichenlaubkranz vor 4 angedeuteten Fahnen mit Fahnenstangen nach (heraldisch) rechts blickender Adler mit ausgebreiteten Flügeln; rechter Greif auf Trommel, linker auf Kanonenrohr. Darunter teils verdeckte Gewehre mit Bajonetten. Über dem Adler schwebt Krone. In den vier Ecken je ein Kreuz im Lorbeerkranz. Schrift leicht gebogen oberhalb des Eichenlaubkranzes: Mit Gott für König und Vaterland; unterhalb des Kranzes: Rupelrather Landwehr- Kriegerverein / gegründet den 29sten December 1867 Die Vereinsfotos sind ins Bildarchiv eingearbeitet und liegen in Kopie bei. Solingen, im November 2000 Poensgen
Eingrenzung und Inhalt: Bestand enthält u.a.: Protokollbücher (1868-1911, 1940-1944); Kassenbücher; Mitgliederverzeichnisse (1870-1904, 1941-1963); Teilnahme am Reichskriegertag (1936 und 1939), mit Fotografien
Eingrenzung und Inhalt: Bestand enthält u.a.: Protokollbücher (1868-1911, 1940-1944); Kassenbücher; Mitgliederverzeichnisse (1870-1904, 1941-1963); Teilnahme am Reichskriegertag (1936 und 1939), mit Fotografien
Findbuch: 12 AE
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
05.11.2025, 1:59 PM CET