Agnes Reckhardi, Priorissa, Christina Fabri, Subpriorissa, und der Konvent des Klosters Galilea des Predigerordens bekunden, von Johan von Reffelynckhusen, dem + Pastor zu Kirchveischede (Veysche), ein Almosen in der Form einer Rente von acht Schillingen erhalten zu haben. Die Rente ist jährlich fällig zu Bartholomeus. Sie wurde von dem vesten Hynrich von Meschede gekauft und ist zu zahlen aus dessen Gut zu Mosebolle, (Morzebolde). Am hl. Sakramentstag soll man jährlich für zwei Schillinge 24 Semmeln Weizenbrot besorgen und jeder Schwester morgens eine ganze Semmel geben. Wenn der Konvent die Zahl von 24 Schwestern übersteigt, sollen sie die 24 Semmeln unter sich teilen. Für einen Schilling sollen die jeweilige Priorissa und Kellnerin am Abend von St. Michael 1 1/2 Pfund Wachs (ungel lechte) beschaffen. Wenn sie es im Kloster nicht besorgen können, dann sollen sie es in Meschede kaufen. Die Küsterin oder eine andere zuverlässige Schwester soll das Licht verwahren. Es soll täglich brennen, wenn die Komplet anfängt und wenn man "Salve Regina" singt. Es soll auf dem Schlafhaus (dormiter) vor dem Bilde Unserer Lieben Frau stehen und solange brennen, bis das Ave Maria geläutet hat. Für fünf Schillinge soll man die Memorie des Herrn Johann halten, wie es die Gewohnheit des Ordens ist. Wenn Hynrich von Meschede die Rente einlöst, soll man das Geld in anderen Renten anlegen. Ankündigung des Amtssiegels durch die Priorissa und des Konventssiegels durch die Subpriorissa. Datum 1506 Juli 17 (in die beati Allexii confessoris)