Der Güternahverkehr - Bezirksarbeitsgemeinschaft Königsberg (Bestand)
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XX. HA, Rep. 245
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Laufzeit: 1943 - 1957
Findmittel: Datenbank, Findbuch, 1 Bd.
Vorbemerkung
Behördengeschichte:
Das Fuhrgewerbe für den Güternahverkehr setzte sich in den 1930er Jahren aus kleinen und mittleren Betrieben zusammen, denen für die Durchführung großer öffentlicher Transportaufgaben die entsprechenden Kapazitäten fehlten. Daher wurde zur Ausführung von Großaufträgen im Jahre 1939 durch die Reichsverkehrsgruppe Kraftfahrgewerbe, Fachgruppe Fuhrgewerbe eine auf Gemeinnützigkeit und freiwilligen Beitritt aufgebaute Organisation des Fuhrgewerbes für das Reich geschaffen. Diese bestand aus 18 Arbeitsgemeinschaften[1] auf genossenschaftlicher Grundlage, deren räumliche Geschäftsbereiche mit den Bezirksgruppen der Fachgruppe Fuhrgewerbe beziehungsweise mit der Wehrkreiseinteilung übereinstimmten. Als Dachgesellschaft agierte eine Zentralgenossenschaft in Berlin, welche die Bezirksarbeitsgemeinschaften überwachte, betreute und einheitlich ausrichtete. Sie hatte ferner die Bezirksarbeitsgemeinschaften beim Abschluss von Vermittlungsverträgen und bei der Beschaffung von Sachleistungen und Krediten zu unterstützen.[2]
Die Güternahverkehr-Bezirksarbeitsgemeinschaft des Deutschen Fuhr- und Kraftfahrgewerbes eGmbH, Bezirk I Königsberg untergliederte sich in 39 Außenstellen, die durch Beauftragte der Bezirksarbeitsgemeinschaft geleitet wurden. Sie hatte anfangs ihren Sitz in der Kaiserstraße 48 unter der Leitung von Direktor Helmut Quitzrau.[3]
Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte die Liquidation und Löschung der Genossenschaft aus dem Genossenschaftsregister.[4]
Bestandsgeschichte:
Die im Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz vorhandene Territorialüberlieferung Ostpreußens setzt sich im Wesentlichen aus denjenigen Beständen, Nachlässen und Sammlungen des früheren Staatsarchivs Königsberg/Preußen zusammen, die vor Ende des Zweiten Weltkriegs nach Westen verlagert und über das damalige Staatliche Archivlager in Göttingen 1979 an die Stiftung Preußischer Kulturbesitz abgegeben wurden. Während das Archiv des Deutschen Ordens (bis 1525) und des Herzogtums Preußen (bis 1701) fast vollständig hier zur Verfügung stehen, nimmt die Überlieferungsdichte im folgenden Zeitraum kontinuierlich ab; im späten 19. und im 20. Jahrhundert ist dann nur noch ein kleiner Ausschnitt des ursprünglichen Archiv- bzw. Behördenschriftguts vorhanden.
Das überlieferte Schriftgut gelangte im Zuge einer archivalischen Bestandsbereinigung im Bundesarchiv Koblenz im Februar 1979[5] in das GStA PK und wurde als Repositur 245 der XX. HA Historisches Staatsarchiv Königsberg zugeordnet. Das Bundesarchiv erhielt die Unterlagen 1969 vom Verwalter der aufgelösten Genossenschaft, Gerhard Brandes aus Hamburg.[6]
Für das vorliegende Findbuch wurde die bestehende Verzeichnung im Hinblick auf die Onlinestellung durch die Unterzeichnende überarbeitet. Gleichzeitig zu den Erschließungsarbeiten erfolgte eine bestandserhaltende und magazintechnische Bearbeitung. Die Akten wurden mit Mappen und neuen Signaturschildern versehen sowie in Archivkartons verpackt.
Verweis auf weitere Bestände von GStA PK und Bundesarchiv:
- I. HA Rep. 151 Finanzministerium
- R 5 Reichsverkehrsministerium.- Kraftverkehr, Luftschifffahrt, Hauptbüro und kleinere Strukturteile.
Weiterführende Literaturauswahl:
- Geschäftsbericht / Der Güternahverkehr, Zentralgenossenschaft der Arbeitsgemeinschaften des Deutschen Fuhr- und Kraftfahrgewerbes e.G.m.b.H. Berlin 1.1939.[7]
- Bericht / Der Güternahverkehr, Zentralgenossenschaft der Arbeitsgemeinschaften des Deutschen Fuhr- und Kraftfahrgewerbes e.G.m.b.H: über das Geschäftsjahr 1940 - 1943. Berlin 2.1940 - 5.1943.[8]
Formalangaben:
Letzte vergebene Nummer*: 8
(* bei Signierung nach nc)
Umfang (in laufenden Metern): 0,8
Lagerungsort: Dahlem
Die Akten sind auf rosafarbenen/weißen Leihscheinen wie folgt zu bestellen:
XX. HA, Rep. 245, Nr. #
Zitierweise:
XX. HA Historisches Staatsarchiv Königsberg, Rep. 245 Der Güternahverkehr - Bezirksarbeitsgemeinschaft Königsberg, Nr. #
Berlin, 16. November 2022 (Constanze Krause M.A.; Archivamtsrätin)
---------------------------------------------
Endnoten:
[1] Bezirksarbeitsgemeinschaften wurden in Königsberg, Stettin, Berlin, Dresden, Stuttgart, Münster, Düsseldorf, München, Breslau, Kassel, Jena, Hamburg, Hannover, Magdeburg, Wiesbaden, Nürnberg, Wien und Salzburg errichtet. Vgl. "Vergebungs- und Beschaffungswesen sowie Verträge, 1938 - 1942" (Signatur. I. HA Rep. 151 Finanzministerium, Nr. 3576, Seite 106 f.).
[2] Vgl. Erlass vom 19. September 1939 "K 19 BA. 1291 Großaufträge für das Fuhrgewerbe", in: Reichsverkehrsblatt, Ausgabe B: Kraftfahrwesen, Nr. 47 vom 28. September 1939, Seite 319 ff.
[3] 1941 lautete die Anschrift Klapperwiese 3 und Direktor war W. Koschinski. Vgl. Einwohnerbuch Königsberg (Pr.) 1941. Königsberg 1941 (Reprint Hildesheim 1975), Erster Teil, Seite 89.
[4] Vgl. Altregistratur GStA PK, I. HA Rep. 178 C Nr. 140/2011.
[5] Akzessionsnummer 12/1979.
[6] Vgl. Altregistratur GStA PK, I. HA Rep. 178 C Nr. 140/2011.
[7] Verfügbar in: ZBW - Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft in Kiel; Internet: https://www.econbiz.de/Search/Results?lookfor=Zentralgenossenschaft+Arbeitsgemeinschaften&type=AllFields; abgerufen am 25.10.2022.
[8] Ebenda.
Zitierweise: GStA PK, XX. HA, Rep. 245
Vorbemerkung
Behördengeschichte:
Das Fuhrgewerbe für den Güternahverkehr setzte sich in den 1930er Jahren aus kleinen und mittleren Betrieben zusammen, denen für die Durchführung großer öffentlicher Transportaufgaben die entsprechenden Kapazitäten fehlten. Daher wurde zur Ausführung von Großaufträgen im Jahre 1939 durch die Reichsverkehrsgruppe Kraftfahrgewerbe, Fachgruppe Fuhrgewerbe eine auf Gemeinnützigkeit und freiwilligen Beitritt aufgebaute Organisation des Fuhrgewerbes für das Reich geschaffen. Diese bestand aus 18 Arbeitsgemeinschaften[1] auf genossenschaftlicher Grundlage, deren räumliche Geschäftsbereiche mit den Bezirksgruppen der Fachgruppe Fuhrgewerbe beziehungsweise mit der Wehrkreiseinteilung übereinstimmten. Als Dachgesellschaft agierte eine Zentralgenossenschaft in Berlin, welche die Bezirksarbeitsgemeinschaften überwachte, betreute und einheitlich ausrichtete. Sie hatte ferner die Bezirksarbeitsgemeinschaften beim Abschluss von Vermittlungsverträgen und bei der Beschaffung von Sachleistungen und Krediten zu unterstützen.[2]
Die Güternahverkehr-Bezirksarbeitsgemeinschaft des Deutschen Fuhr- und Kraftfahrgewerbes eGmbH, Bezirk I Königsberg untergliederte sich in 39 Außenstellen, die durch Beauftragte der Bezirksarbeitsgemeinschaft geleitet wurden. Sie hatte anfangs ihren Sitz in der Kaiserstraße 48 unter der Leitung von Direktor Helmut Quitzrau.[3]
Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte die Liquidation und Löschung der Genossenschaft aus dem Genossenschaftsregister.[4]
Bestandsgeschichte:
Die im Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz vorhandene Territorialüberlieferung Ostpreußens setzt sich im Wesentlichen aus denjenigen Beständen, Nachlässen und Sammlungen des früheren Staatsarchivs Königsberg/Preußen zusammen, die vor Ende des Zweiten Weltkriegs nach Westen verlagert und über das damalige Staatliche Archivlager in Göttingen 1979 an die Stiftung Preußischer Kulturbesitz abgegeben wurden. Während das Archiv des Deutschen Ordens (bis 1525) und des Herzogtums Preußen (bis 1701) fast vollständig hier zur Verfügung stehen, nimmt die Überlieferungsdichte im folgenden Zeitraum kontinuierlich ab; im späten 19. und im 20. Jahrhundert ist dann nur noch ein kleiner Ausschnitt des ursprünglichen Archiv- bzw. Behördenschriftguts vorhanden.
Das überlieferte Schriftgut gelangte im Zuge einer archivalischen Bestandsbereinigung im Bundesarchiv Koblenz im Februar 1979[5] in das GStA PK und wurde als Repositur 245 der XX. HA Historisches Staatsarchiv Königsberg zugeordnet. Das Bundesarchiv erhielt die Unterlagen 1969 vom Verwalter der aufgelösten Genossenschaft, Gerhard Brandes aus Hamburg.[6]
Für das vorliegende Findbuch wurde die bestehende Verzeichnung im Hinblick auf die Onlinestellung durch die Unterzeichnende überarbeitet. Gleichzeitig zu den Erschließungsarbeiten erfolgte eine bestandserhaltende und magazintechnische Bearbeitung. Die Akten wurden mit Mappen und neuen Signaturschildern versehen sowie in Archivkartons verpackt.
Verweis auf weitere Bestände von GStA PK und Bundesarchiv:
- I. HA Rep. 151 Finanzministerium
- R 5 Reichsverkehrsministerium.- Kraftverkehr, Luftschifffahrt, Hauptbüro und kleinere Strukturteile.
Weiterführende Literaturauswahl:
- Geschäftsbericht / Der Güternahverkehr, Zentralgenossenschaft der Arbeitsgemeinschaften des Deutschen Fuhr- und Kraftfahrgewerbes e.G.m.b.H. Berlin 1.1939.[7]
- Bericht / Der Güternahverkehr, Zentralgenossenschaft der Arbeitsgemeinschaften des Deutschen Fuhr- und Kraftfahrgewerbes e.G.m.b.H: über das Geschäftsjahr 1940 - 1943. Berlin 2.1940 - 5.1943.[8]
Formalangaben:
Letzte vergebene Nummer*: 8
(* bei Signierung nach nc)
Umfang (in laufenden Metern): 0,8
Lagerungsort: Dahlem
Die Akten sind auf rosafarbenen/weißen Leihscheinen wie folgt zu bestellen:
XX. HA, Rep. 245, Nr. #
Zitierweise:
XX. HA Historisches Staatsarchiv Königsberg, Rep. 245 Der Güternahverkehr - Bezirksarbeitsgemeinschaft Königsberg, Nr. #
Berlin, 16. November 2022 (Constanze Krause M.A.; Archivamtsrätin)
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Endnoten:
[1] Bezirksarbeitsgemeinschaften wurden in Königsberg, Stettin, Berlin, Dresden, Stuttgart, Münster, Düsseldorf, München, Breslau, Kassel, Jena, Hamburg, Hannover, Magdeburg, Wiesbaden, Nürnberg, Wien und Salzburg errichtet. Vgl. "Vergebungs- und Beschaffungswesen sowie Verträge, 1938 - 1942" (Signatur. I. HA Rep. 151 Finanzministerium, Nr. 3576, Seite 106 f.).
[2] Vgl. Erlass vom 19. September 1939 "K 19 BA. 1291 Großaufträge für das Fuhrgewerbe", in: Reichsverkehrsblatt, Ausgabe B: Kraftfahrwesen, Nr. 47 vom 28. September 1939, Seite 319 ff.
[3] 1941 lautete die Anschrift Klapperwiese 3 und Direktor war W. Koschinski. Vgl. Einwohnerbuch Königsberg (Pr.) 1941. Königsberg 1941 (Reprint Hildesheim 1975), Erster Teil, Seite 89.
[4] Vgl. Altregistratur GStA PK, I. HA Rep. 178 C Nr. 140/2011.
[5] Akzessionsnummer 12/1979.
[6] Vgl. Altregistratur GStA PK, I. HA Rep. 178 C Nr. 140/2011.
[7] Verfügbar in: ZBW - Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft in Kiel; Internet: https://www.econbiz.de/Search/Results?lookfor=Zentralgenossenschaft+Arbeitsgemeinschaften&type=AllFields; abgerufen am 25.10.2022.
[8] Ebenda.
Zitierweise: GStA PK, XX. HA, Rep. 245
Umfang: 0,8 lfm (8 VE); 0,8 lfm (8 VE)
Bestand
deutsch
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
19.08.2025, 12:19 MESZ
Hierarchie
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- Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz
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- Ostpreußische halb- oder nichtstaatliche Provenienzen (Tektonik)
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