1464 März 27 (afftermantag nehst nach dem hailigen Palmtag) Die Brüder Renwart, Jörg und Ulrich von Welwart errichten folgende Erbteilung: 1) Renwart von Welwart erhält das Schloß Lauterburg (Luterburg) mit aller Zugehörde. Solange er oder seine Erben Lauterburg innehaben, erhalten seine beiden Brüder oder ihre Erben jährlich am 11. Nov. (St. Martins tag) je 15 fl rh oder 15 Malter Hafer und Korn. Der von Welwart, der [Hohen-]Roden innehat, erhält den Trieb zu Ettenrain und die Holzung im Hart (Hard). Außerdem soll derjenige, der Lauterburg innehat, ihm wegen der Wiesmahd und der Winterweide zu [Hohen-]Roden jährlich am 11. Nov. 26 fl rh, 4 Hammel (hembling), 12 Käse, 6 lb Wolle und 1 Osterlamm geben, wofür er dann die Winterweide und das Wiesmahd innehaben soll wie ihr verst. Vater [Wilhalm]. Falls jedoch die Herrschaft Württemberg die Pfandschaft Lauterburg einlöst, ist der von Welwart, der Lauterburg innehat, der gen. Verpflichtungen enthoben, und derjenige, der [Hohen-]Roden innehat, kann Winterweide und Wiesmahd dort nach seinem Willen nutzen oder verpachten. 2) Jörg von Welwart erhält Rosenstein (Roßenstain) und Heubach (Hawbach) mit ihrer Zugehörde nach Inhalt des Pfandbriefs, dazu die Eigengüter zu Lautern (Lutron), die vordem zu [Hohen-]Roden gehört hatten, den Pfeifersberg (Pfeifersperg), den Mittelberg, die Lösung des Waldes unter dem Lauterstein (Luterstain) und des Zehnten zu [Ober- und Unter-]Böbingen (Babingen) sowie das Gütlein zu Lautern. Als Ausgleich soll er seinen zwei Brüdern je 33 fl rh geben. Ferner erhält er die Obere Mühle zu Mögglingen (Megklingen), den Hochwang (Hohenwang) und den Zimmermann (Tzymmerman) mit ihrer Zugehörde, die Güter zu Röthardt (Röthart) mit dem großen und kleinen Zehnten, Bernlohe (Berenloch) mit dem großen und kleinen Zehnten, Baiershofen (Bayerßhouen), die Güter zu Westhausen (Westhawßen) mit dem Hirtenrecht und den Holzmarken am Kiefelberg (Kyselberg) und am Berg (an Bergen) bis Kapfenburg (Kapfemburg) und das Holz zwischen Killingen (Kullingen) und Westhausen. Wegen des Hochwang soll Jörg von Welwart Ulrich von Welwart oder seinen Erben jährlich am 11. Nov. 5 Malter Hafer und Korn geben, die mit 96 fl rh abgelöst werden können. 3) Ulrich von Welwart erhält [Hohen-]Roden mit dem Garten und der Rodung (ruttin), die Weiher unter dem Schloß, den Meierhof, den Birkhof (Birckenhoff), den Hof Lauchkling (die Lauchkling), das Wiesmahd, dessen Nutzung der Schäferei [Essingen] zusteht, den Schwägelhof (Schwegelhoff), den Hof [Salchen] (Salhenhoff), Hermannsfeld (Herbertzfeld), den Fraus, ferner die Holzmarken Jägerhalde (Jagershald) und Birken unter dem Heuholz (Hewholtz) und die eigenen Erbgüter zu Essingen, den Burgacker, den Acker in Dickfaltern (Dicken Affeltron), 4 Viertel am Hirtenrecht, die Zwerchhalde (Zwernhald), den Tonnenwang (Tunnewang), den Stürzel (Sturtzell) das Eichert (Aichach), Rötenberg (der Röttemberg) mit dem großen und kleinen Zehnten, den Hof Eglof (der Egloff) daselbst und die dortigen Holzmarken. 4) Den Armen Leuten Renwarts und Ulrich von Welwart soll erlaubt sein, nach Belieben zu den Wirten beider Teile zu gehen. 5) Renwart von Welwart soll die Leute auf den eigenen Erbgütern seines Bruders Ulrich nicht vor sein Gericht zu Essingen fordern und diese Güter bei ihrem alten Herkommen lassen. Sr.: 1)-3) die drei Brüder von Welwart Ausf. Perg., besch. - 1.-2. Sg. abg., 3. Sg. anh. - Rv.: Jörg, Renwart und Ulrich von Wöllwarts Tailungbrieff ...