Nachlass Johannes Schulze (Bestand)
Vollständigen Titel anzeigenLandeskirchliches Archiv der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers
Objekt beim Datenpartner
N 097
Landeskirchliches Archiv Hannover (Archivtektonik) >> Gliederung >> Landeskirchliches Archiv >> N - Nachlässe
1919-1980
Bestandsgeschichte: Johannes Schulze (1901-1980) wurde nach Versehung von Pfarrämtern an den Rotenburger Anstalten (seit 1925), in Hankensbüttel (seit 1931) und Bremervörde (seit 1936, dort auch Superintendent) 1957 Landessuperintendent für den Sprengel Calenberg-Hoya, zusätzlich versah er seit 1959 das Pfarramt in Wunstorf. Während der Jahre der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft gehörte Schulze zu den bedeutendsten Vertretern der Bekenntnisgemeinschaft in der hannoverschen Landeskirche. 1938 wurde er deren Landesobmann. 1948 übernahm er das neugeschaffene Amt eines Landesbevollmächtigten für die Innere Mission. 1961 wurde er Bundesleiter des Martin-Luther-Bundes und Vorsitzender der Ev.-luth. Mission. Besondere Aufmerksamkeit widmete er der Festigung des Luthertums auf internationaler Ebene. Wegen seiner verdienstvollen Tätigkeit auf wesentlichen Gebieten kirchlichen Wirkens wurde Schulze 1968 das Große Bundesverdienstkreuz verliehen.
Der Nachlass enthält Dokumente aus allen Stationen des beruflichen Lebens Schulzes, u. a. Predigten und Feldpostbriefe an ihn, Berichte über seine Auslandsreisen, Materialien zur Gremienarbeit (u. a. Kirchensenat, Konvent des Klosters Loccum).
Verwandte und ergänzende Bestände: E 6 (Bekenntnisgemeinschaft der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers) Nr. 41, 43 X; E 27 a (Lagerpfarramt Sandbostel) Nr. 1; L 1 (Kirchensenat [älterer Bestand]) Nr. 138; L 5 g (Landessuperintendentur Stade) Nr. 986
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: ja
Zusatzinformationen: vollständig verzeichnet
Der Nachlass enthält Dokumente aus allen Stationen des beruflichen Lebens Schulzes, u. a. Predigten und Feldpostbriefe an ihn, Berichte über seine Auslandsreisen, Materialien zur Gremienarbeit (u. a. Kirchensenat, Konvent des Klosters Loccum).
Verwandte und ergänzende Bestände: E 6 (Bekenntnisgemeinschaft der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers) Nr. 41, 43 X; E 27 a (Lagerpfarramt Sandbostel) Nr. 1; L 1 (Kirchensenat [älterer Bestand]) Nr. 138; L 5 g (Landessuperintendentur Stade) Nr. 986
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: ja
Zusatzinformationen: vollständig verzeichnet
0,4 lfd. M.
Bestand
Literatur: Thomas Jan Kück: Eine Äußerung gegen den Nationalsozialismus. Johannes Schulze als Pastor und Superintendent in Bremervörde, in: Gottes Wort ins Leben verwandeln. Perspektiven der (nord-)deutschen Kirchengeschichte. Festschrift für Inge Mager zum 65. Geburtstag. Hrsg. von R. Hering, H. Otte u. J.A. Steiger, Hannover 2005, S. 429-453.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
01.04.2025, 13:47 MESZ
Landeskirchliches Archiv der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers
Objekt beim Datenpartner