Klage des Wilbrandt Plönies zu Ossenbeck (später dessen Erben Herman und Johan Wilbrand Plönies) und seines Schwagers Dr. Bernhard Kerckering ./. Katharina Heerde, Witwe Franz Wesseling. Johan Mensinck, Kanzler und Kanonikus an Ludgeri u. Martini, verkaufte 1552 dem + Schweder Bisping sein Haus an der Neubrückenstraße frei von allen Lasten und leistete Gewähr mit seinen Häusern am alten Steinweg und an der Salzstraße. Diese Häuser gehören jetzt den Klägern. Mensinck hatte sie 1554 dessen Rechtsvorgänger Hildebrand Plönies verkauft, ebenfalls frei von allen Lasten; Sicherheit hierfür hatte als Bürge der Stadtrichter Johan Wesselinck geleistet. Es stellt sich nun später heraus, dass das Haus an der Neubrückenstraße mit einer Rente belastet war. Erbin des Bisping wurde dessen Tochter Jutta, Frau Lambert Isfording in Sendenhorst; diese verkaufte das Haus an Severin Stoltenkamp. Stoltenkamp verlangte, als sich die Belastung herausstellte, Schadensersatz von Frau Isfording; diese hielt sich an die Kläger.
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Klage des Wilbrandt Plönies zu Ossenbeck (später dessen Erben Herman und Johan Wilbrand Plönies) und seines Schwagers Dr. Bernhard Kerckering ./. Katharina Heerde, Witwe Franz Wesseling. Johan Mensinck, Kanzler und Kanonikus an Ludgeri u. Martini, verkaufte 1552 dem + Schweder Bisping sein Haus an der Neubrückenstraße frei von allen Lasten und leistete Gewähr mit seinen Häusern am alten Steinweg und an der Salzstraße. Diese Häuser gehören jetzt den Klägern. Mensinck hatte sie 1554 dessen Rechtsvorgänger Hildebrand Plönies verkauft, ebenfalls frei von allen Lasten; Sicherheit hierfür hatte als Bürge der Stadtrichter Johan Wesselinck geleistet. Es stellt sich nun später heraus, dass das Haus an der Neubrückenstraße mit einer Rente belastet war. Erbin des Bisping wurde dessen Tochter Jutta, Frau Lambert Isfording in Sendenhorst; diese verkaufte das Haus an Severin Stoltenkamp. Stoltenkamp verlangte, als sich die Belastung herausstellte, Schadensersatz von Frau Isfording; diese hielt sich an die Kläger.
B-C Civ, 1427
B-C Civ Causae Civiles (Zivilprozessakten)
Causae Civiles (Zivilprozessakten) >> 1601-1700
(1552, 1554) 1616 - 1631
Darin: Anlage 1 (Abschrift): 27.2. 1552 (Saterdag negst Mathiae apostoli). Vor dem Offizial verkauft Kanzler Johan Mensing dem Schweder Bispingk und seiner Frau Heinrich [!] seine Hausbesitzung an der Neubrückenstraße zwischen Häusern des Klosters Reine und des Reinard von der Rhuer; er verpfändet sein Haus an der Salzstraße zwischen Häusern des Henrich Warendorp und des + Johan Wolters nun Wandtscherers. Zeugen: Hw. Bernd Rupe und Bernhard Edinck, Diener des Hofs zu Münster. Anlage 2 (Abschrift): 31.5. 1554 (Donnerstag nach Urbani). M. Johan Mensinck, Kanonikus an Martini u. Ludgeri, verkauft dem Hilbrand Plönies und seiner Frau Margareta seine Hausbesitzung an der Salzstraße und am alten Steinweg zwischen Häusern des Hinrik Warendorpf und des Wantscherers Lambert von Neilinck. Stadtrichter Dr. Johan Wesselinck und Goldschmied Gerdt Vernheide übernehmen Bürgschaft. Zeugen: Gerichtsdiener Johan Swarte und Johan von Ascheberg.
Enthält: Die Kläger verlangen nun Schadensersatz von der Beklagten als Rechtsnachfolgerin ihres Schwiegervaters Johan Wesselinck wegen dessen Bürgschaft. Die Beklagte verkündet den Streit an die Brüder Lic. Melchior Mensing und Lic. Johan Mensing. Diese sind die Rechtsnachfolger des Kanzlers Johan Mensing, welcher einen natürlichen Sohn, den Lic. Peter Mensing, Kanzler in Osnabrück, hatte; dieser war der Vater der Streitverkündeten. Kinder des Stadtrichters Johan Wesselinck sind ferner Gertrud Wesseling, Witwe Thiason und Anna Wesseling, Witwe Heerde; der Sohn der letzteren war Herman Heerde, verheiratet mit Margarete Baek. Rechtsnachfolger der Beklagten ist Kaspar Runde. Erwähnt werden Offizials und Domvikar Wilhelm Kaepp, 1517; Johan Telicken an der Neubrückenstraße 1517; Bernard Droste an der Salzstraße; die Notare Albert Mensing, Ludwig Rummell und Jakob zum Busche; Johan Steinweich; Paul Brecker; Johan Habich; Anna Backemude, Witwe des Lic. Henrich Mensing, Syndikus des Domkapitels in Osnabrück; Hw. Johan Trippelvoet junior.
Enthält: Die Kläger verlangen nun Schadensersatz von der Beklagten als Rechtsnachfolgerin ihres Schwiegervaters Johan Wesselinck wegen dessen Bürgschaft. Die Beklagte verkündet den Streit an die Brüder Lic. Melchior Mensing und Lic. Johan Mensing. Diese sind die Rechtsnachfolger des Kanzlers Johan Mensing, welcher einen natürlichen Sohn, den Lic. Peter Mensing, Kanzler in Osnabrück, hatte; dieser war der Vater der Streitverkündeten. Kinder des Stadtrichters Johan Wesselinck sind ferner Gertrud Wesseling, Witwe Thiason und Anna Wesseling, Witwe Heerde; der Sohn der letzteren war Herman Heerde, verheiratet mit Margarete Baek. Rechtsnachfolger der Beklagten ist Kaspar Runde. Erwähnt werden Offizials und Domvikar Wilhelm Kaepp, 1517; Johan Telicken an der Neubrückenstraße 1517; Bernard Droste an der Salzstraße; die Notare Albert Mensing, Ludwig Rummell und Jakob zum Busche; Johan Steinweich; Paul Brecker; Johan Habich; Anna Backemude, Witwe des Lic. Henrich Mensing, Syndikus des Domkapitels in Osnabrück; Hw. Johan Trippelvoet junior.
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BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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09.01.2026, 11:25 AM CET