Klage der Stadt Dorsten ./. Hans Henrich von Liskirchen, Hauptmann der Stadt Münster. Der Beklagte war Offizier der Garde des Kardinals von Hohenzollern. Die Stadt Dorsten weigerte sich, seine Soldaten in Quartier zu nehmen. Der Beklagte beschimpfte und bedrohte deswegen den Rat der Stadt und ließ Dorstener Bürger misshandeln und ausplündern. Die Stadt Dorsten verlangt Bestrafung und Sicherheitsleistung des Beklagten zur Verhütung weiterer Untaten.
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Klage der Stadt Dorsten ./. Hans Henrich von Liskirchen, Hauptmann der Stadt Münster. Der Beklagte war Offizier der Garde des Kardinals von Hohenzollern. Die Stadt Dorsten weigerte sich, seine Soldaten in Quartier zu nehmen. Der Beklagte beschimpfte und bedrohte deswegen den Rat der Stadt und ließ Dorstener Bürger misshandeln und ausplündern. Die Stadt Dorsten verlangt Bestrafung und Sicherheitsleistung des Beklagten zur Verhütung weiterer Untaten.
B-C Civ, 815
B-C Civ Causae Civiles (Zivilprozessakten)
Causae Civiles (Zivilprozessakten) >> 1601-1700
1625 - 1625
Enthält: Durch ihren Sekretär, den Notar Gisbert Moitz aus Düsseldorf hat sie folgende Zeugen aus Dorsten vernehmen lassen: Thomas ther Loussen (?), 32 Jahre alt; Balthasar Schoell, 35 Jahre alt; Franz Becker, Schlüchter, 40 Jahre alt; Franz Heintze, 35 Jahre alt; Sattelmacher Hans Keller, 40-50 Jahre alt; Gerrit Sobben junior, 30 Jahre alt; Albert Bohnenkamp, 52 Jahre alt; Rutger Helmig oder Elberts, 48 Jahre alt; Gildemeister Henrich Harden, 48 Jahre alt; Reinhold Althaus, wird in Wulffen; Gildemeister Eberhard Raerke. Erwähnt werden Stadtdiener Heinrich von Bonn; Luike Schoning; Johan Heier, früher Bürgermeister; Jodokus Bierbaum; Jakob Klinkhammer; Bürgermeister Johan Koele, alle in Dorsten; ferner Reinhard Rensinck; Adolf von Raesfeld; Johan Albert Lixfeld, Rentmeister zu Hagenbeck; Henrich Lammersman, Notar und Fiskus in Lembeck; Herman Richters; Jochen Berchman u. Johan Kemmena im Ksp. Hervest, Eigenhörige der Stadt Dorsten.
Archivale
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:12 MEZ