Kurfürst Philipp von der Pfalz verkündet in Streitigkeiten zwischen Philipp von Gundheim (Guntheim) einer- und Bernhard von Mauchenheim und dessen Söhnen andererseits, die nachfolgende Abmachung seiner Räte, nachdem trotz langer Erörterungen keine gütliche Einigung erzielt werden konnte: [1.] Philipp von Gundheim überstellt die zwei Söhne von Bernhard an den Pfalzgrafen, dass dieser sie bis zur rechtlichen oder gütlichen Entscheidung gefangen hält. [2.] Da laut Philipp sich Bernhard nicht an den Land- und Burgfrieden gehalten hat, sollen dessen Söhne bis zum Ende der Sache nicht ins Schloss Odenheim gelassen werden. Allerdings darf Bernhard einen Knecht als Verwalter dahin schicken, sofern er sich an den Burgfrieden hält. Die Gerechtigkeiten bleiben davon unberührt. [3.] Der Pfalzgraf hofft, dass sie sich mittelfristig vertragen. Falls dies nicht geschieht, soll der Pfalzgraf sich darum bemühen. Zwischenzeitlich sollen die Parteien nichts gegeneinander vornehmen, sondern sich bis zum Tag, den der Pfalzgraf benennen wird, still verhalten.
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Kurfürst Philipp von der Pfalz verkündet in Streitigkeiten zwischen Philipp von Gundheim (Guntheim) einer- und Bernhard von Mauchenheim und dessen Söhnen andererseits, die nachfolgende Abmachung seiner Räte, nachdem trotz langer Erörterungen keine gütliche Einigung erzielt werden konnte: [1.] Philipp von Gundheim überstellt die zwei Söhne von Bernhard an den Pfalzgrafen, dass dieser sie bis zur rechtlichen oder gütlichen Entscheidung gefangen hält. [2.] Da laut Philipp sich Bernhard nicht an den Land- und Burgfrieden gehalten hat, sollen dessen Söhne bis zum Ende der Sache nicht ins Schloss Odenheim gelassen werden. Allerdings darf Bernhard einen Knecht als Verwalter dahin schicken, sofern er sich an den Burgfrieden hält. Die Gerechtigkeiten bleiben davon unberührt. [3.] Der Pfalzgraf hofft, dass sie sich mittelfristig vertragen. Falls dies nicht geschieht, soll der Pfalzgraf sich darum bemühen. Zwischenzeitlich sollen die Parteien nichts gegeneinander vornehmen, sondern sich bis zum Tag, den der Pfalzgraf benennen wird, still verhalten.
Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Nr. 825, 72
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Kopialbücher
Kopialbücher >> Weltliche Territorien und Herrschaften >> Kurpfalz >> Einzelne Pfalzgrafen und Kurfürsten >> Philipp >> Entscheide, Anlässe und Verträge III (Kurfürst Philipps von der Pfalz) >> Urkunden
1505 Mai 8 (uff dornstag nach exaudi)
fol. 126r-127r
Urkunden
Ausstellungsort: Heidelberg
Siegler: Kurfürst Philipp von der Pfalz (aufgedrücktes Sekretsiegel)
Siegler: Kurfürst Philipp von der Pfalz (aufgedrücktes Sekretsiegel)
Von der Urkunde wurden zwei Exemplare ausgefertigt, wovon jede Partei eines erhielt. Ob in der Urkunde Bernhard von Mauchenheim der Ältere oder sein gleichnamiger Sohn gemeint ist, lässt sich nicht entscheiden. Kopfregest: "Abrede zwischen Philippsen von Guntheim und Bernhartten von Mauchennheym".
Gundheim, Philipp von; erw. 1502, 1505
Mauchenheimer von Zweibrücken, Bernhard d. A.; erw. 1470, 1506
Mauchenheimer von Zweibrücken, Bernhard d. J.; erw. 1506
Odenheim : Östringen KA
Information on confiscated assets
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BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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