Bekundung über eine Geldstiftung im Testament des ehemaligen Homberger Vikars Johann Uttershausen
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Urk. 18, 609
Urk. 18, Urk. A II Kl. Cappel 1520 Sept. 22
Urk. 18 Kloster Spieskappel - [ehemals: A II]
Kloster Spieskappel - [ehemals: A II] >> 1520-1539
1520 September 22
Ausf. Papier. - Keine Spuren einer Besiegelung
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Datum anno etc. 1520 in die Mauricii et sociorum eius
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Der Fritzlarer Dekan Werner von Büren sowie die beiden Homberger Priester Konrad Wasmud und Johann Platz bekunden [gegenüber nicht genannten Empfängern] (ersamenn wisenn lieben hern) als Testamentarier des verstorbenen Johann Uttershausen (Vtershusen), ehemals Vikar im Spital zu Homberg, daß dieser bei guter Gesundheit zu seinem und seiner Eltern Seelenheil den drei in Hessen gelegenen Klöstern Cappel, Breitenau und der Kartause [Eppenberg] 300 fl. Hauptgeldes oder den bei den Empfängern (bey vch) davon fallenden Zins gegeben und ihnen die Hauptverschreibung zur Sicherheit übergeben habe. Nun habe aber Johanns Bruder Heinrich (her Hinrich) sich unterstanden, dieses Testament zu verhindern und sie, die Testamentarier, gegenüber dem Kommissar zu Fritzlar verklagt, worauf diese sich zu der Anklage geäußert (gantz vnnd gar gevssert) und die genannten Klöster zu rechtfertigen 'heymgeschoben' haben. Zur klareren Information bekunden die Ausst. gegenüber den Empfängern, daß die Verschreibung von deren Vorfahren den beiden Brüdern Johann und Heinrich getätigt wurde, jedoch hatte Heinrich 'in mitteler tzit' seinem Bruder 'in synen noeden' seinen Anteil am Hauptgeld und den Zinsen unwiderruflich verkauft, darauf verzichtet, den Kaufbrief mit eigener Hand geschrieben und von dem Rentmeister zu Homberg besiegeln lassen. Nun aber beabsichtige Heinrich, seinen eigenen Brief und Verkauf nichtig zu machen (tzu nichtigen vnnd crafftloiß tzu machen) und bei den Empfängern die Zinsen zum Rückkauf (ad reemptionem) an seines Bruders statt aufzuheben. Daher bitten die Testamentarier die Empfänger, dem Heinrich in keiner Weise die Zinsen zu geben, sondern allein den drei genannten Klöstern.
Vermerke (Urkunde): Rückvermerk: ---
Vermerke (Urkunde): Zeugen: ---
Vermerke (Urkunde): Siegler: nicht genannt
Vermerke (Urkunde): Weitere Überlieferung: ---
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: ---
Vermerke (Urkunde): Literatur: ---
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Der Fritzlarer Dekan Werner von Büren sowie die beiden Homberger Priester Konrad Wasmud und Johann Platz bekunden [gegenüber nicht genannten Empfängern] (ersamenn wisenn lieben hern) als Testamentarier des verstorbenen Johann Uttershausen (Vtershusen), ehemals Vikar im Spital zu Homberg, daß dieser bei guter Gesundheit zu seinem und seiner Eltern Seelenheil den drei in Hessen gelegenen Klöstern Cappel, Breitenau und der Kartause [Eppenberg] 300 fl. Hauptgeldes oder den bei den Empfängern (bey vch) davon fallenden Zins gegeben und ihnen die Hauptverschreibung zur Sicherheit übergeben habe. Nun habe aber Johanns Bruder Heinrich (her Hinrich) sich unterstanden, dieses Testament zu verhindern und sie, die Testamentarier, gegenüber dem Kommissar zu Fritzlar verklagt, worauf diese sich zu der Anklage geäußert (gantz vnnd gar gevssert) und die genannten Klöster zu rechtfertigen 'heymgeschoben' haben. Zur klareren Information bekunden die Ausst. gegenüber den Empfängern, daß die Verschreibung von deren Vorfahren den beiden Brüdern Johann und Heinrich getätigt wurde, jedoch hatte Heinrich 'in mitteler tzit' seinem Bruder 'in synen noeden' seinen Anteil am Hauptgeld und den Zinsen unwiderruflich verkauft, darauf verzichtet, den Kaufbrief mit eigener Hand geschrieben und von dem Rentmeister zu Homberg besiegeln lassen. Nun aber beabsichtige Heinrich, seinen eigenen Brief und Verkauf nichtig zu machen (tzu nichtigen vnnd crafftloiß tzu machen) und bei den Empfängern die Zinsen zum Rückkauf (ad reemptionem) an seines Bruders statt aufzuheben. Daher bitten die Testamentarier die Empfänger, dem Heinrich in keiner Weise die Zinsen zu geben, sondern allein den drei genannten Klöstern.
Vermerke (Urkunde): Rückvermerk: ---
Vermerke (Urkunde): Zeugen: ---
Vermerke (Urkunde): Siegler: nicht genannt
Vermerke (Urkunde): Weitere Überlieferung: ---
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: ---
Vermerke (Urkunde): Literatur: ---
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
10.06.2025, 09:13 MESZ