Mainz, 1609.02.10. Vor dem Notar (Adam Lutz) und Vertretern der beiderseitigen Parteien (Kartause: Valentin, Prior; Konrad Facies, Schaffner; Kaspar Ravolasski, Konventuale. - Familie Ravolasski; Anton Lorbecher Notar von Mainz; Johann Schmidt, Schatzmeister; Johann Geressheim, Bürger zu Mainz) wird die Abmachung erneuert, bei der Profess des Kaspar Ravolasski vor Prior und Christoph Eschfelder als Vertreter der Kartause aufgestellt, dass nach dem Tod der Mutter Fides des Kaspar R. aus ihrer Hinterlassenschaft die Kartause auf ihren Sohn bekommt: 1) 800 fl. Mainzer Währung, 2) 2 Morgen Acker, zwischen Martin Ohtts Erben (näher der Stadt) und den Gütern der Scholasterie von St. Alban (nach der Landwehr zu); zinsen dieser Schlasterie 18 Albus; 3) statt 5 Morgen am Bornrich, Bretzenheimer Gemarkung, angrenzend an Güter des Klosters Jakobsberg bei Mainz und dorthin zinsend 1 1/2 Ml. Korn, - eine Abfindungssumme von 200 fl. Zeugen: Hans Hauss, Wingertsmeister, Caspar Bürster, Pförtner, Hans Hauf, Wingertsmann in der Kartause. Notariatsinstrument.
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Mainz, 1609.02.10. Vor dem Notar (Adam Lutz) und Vertretern der beiderseitigen Parteien (Kartause: Valentin, Prior; Konrad Facies, Schaffner; Kaspar Ravolasski, Konventuale. - Familie Ravolasski; Anton Lorbecher Notar von Mainz; Johann Schmidt, Schatzmeister; Johann Geressheim, Bürger zu Mainz) wird die Abmachung erneuert, bei der Profess des Kaspar Ravolasski vor Prior und Christoph Eschfelder als Vertreter der Kartause aufgestellt, dass nach dem Tod der Mutter Fides des Kaspar R. aus ihrer Hinterlassenschaft die Kartause auf ihren Sohn bekommt: 1) 800 fl. Mainzer Währung, 2) 2 Morgen Acker, zwischen Martin Ohtts Erben (näher der Stadt) und den Gütern der Scholasterie von St. Alban (nach der Landwehr zu); zinsen dieser Schlasterie 18 Albus; 3) statt 5 Morgen am Bornrich, Bretzenheimer Gemarkung, angrenzend an Güter des Klosters Jakobsberg bei Mainz und dorthin zinsend 1 1/2 Ml. Korn, - eine Abfindungssumme von 200 fl. Zeugen: Hans Hauss, Wingertsmeister, Caspar Bürster, Pförtner, Hans Hauf, Wingertsmann in der Kartause. Notariatsinstrument.
U / 1609 Februar 10
Urkundenbestand
Urkundenbestand >> Urkunden (ohne Fotos)
10.02.1609
Kartause Mainz
Ausfertigung.Perg.
Urkunden
Bürster, Caspar
Eschfelder, Christoph
Facies, Konrad
Geressheim, Johann
Hauf, Hans
Hauss, Hans
Lorbecher, Anton
Lutz, Adam
Ohtt, Martin
Ravolasski, Fides
Ravolasski, Kaspar
Schmidt, Johann
Valentin
Mainz
Mainz
Mainz
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
23.05.2025, 09:31 MESZ