C Rep. 101-06 Magistrat von Berlin, Hauptamt Wirtschaftsplanung beim Oberbürgermeister (Bestand)
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C Rep. 101-06
Landesarchiv Berlin (Archivtektonik) >> C Bestände (Ost-) Berliner Behörden bis 1990 >> C 2 Magistrat von Berlin und nachgeordnete Einrichtungen >> C 2.1 Magistratsverwaltungen
Vorwort: C Rep. 101-06 Magistrat von Berlin, Hauptamt Wirtschaftsplanung beim Oberbürgermeister
1. Behördengeschichte
Bereits 1946 beschäftigte sich der Magistrat von Groß-Berlin mit der Stadtplanung und Planung der Wrtschaftsleistung im Großraum Berlin und richtete dafür das Dezernat für Allgemeine Planung beim Oberbürgermeister und diverse Planungsausschüsse ein.
1950 wurde die Staatliche Plankommission beim Ministerrat der DDR geschaffen, die für die Koordinierung, Ausarbeitung und Kontrolle der mittelfristigen Perspektivpläne (Fünfjahrplan) und der daraus abgeleiteten jährlichen Volkswirtschaftspläne zuständig war. Beim Oberbürgermeister von Berlin wurde hierfür ein Hauptamt Wirtschaftsplanung geschaffen, welches zunächst von August Duschek und von 1951 bis 1953 von Magistratsdirektor Ernst Wasko geleitet wurde.
Der Wirtschaftsplan 1948 und der Zweijahresplan 1949/50 wurden in der sowjetischen Besatzungszone und im sowjetischen Sektor Berlins zur Wiederherstellung und Entwicklung der Wirtschaft eingeführt und damit eine Steigerung der Industrieproduktion und Arbeitsproduktiviät gewünscht und die Einführung technischer Arbeitsnormen als Mittel zur Erhöhung der Produktivität forciert.
Das Hauptamt Wirtschaftsplanung war hier nun als Überwachungsgremium zur Erfüllung der Volkswirtschaftspläne gegenüber den meldepflichtigen Betrieben und Einrichtungen tätig und der Staatlichen Plankommission der DDR rechenschaftspflichtig. Bei der Magistratasabteilung Wirtschaft bestand von 1948 bis 1953 ebenfalls eine "Unterabteilung Planung" mit den Hauptämtern "Planung", "Statistik" und "Wissenschaft und Technik", die in Konkurrenz zur Berichterstattung des Hauptamtes Wirtschaftsplanung des Oberbürgermeisters stand. Im Zuge der Verwaltungsreform wurde das Hauptamt Wirtschaftsplanung und die Abteilung Wirtschaft zu Beginn des Jahres 1953 aufgelöst und die Planungsaufgaben gänzlich dem Hauptamt Planung übertragen. 1961 gründete sich daraus dann die Bezirksplankommission Berlin.
2. Bestandsbeschreibung
Der Bestand umfasst 55 Akten (2,40 lfm) mit der Laufzeit 1949 - 1952. Er beinhaltet Akten zur Wirtschaftsplanung und Betreuung diverser Bauvorhaben und anderer Investitionen.
Einige Akten sind auf Grund archivgesetzlicher Bestimmungen bzw. der EU-Datenschutz-Grundverordnung für die Benutzung befristet gesperrt. Eine Verkürzung der Schutzfristen kann auf Antrag erfolgen. Dazu bedarf es der besonderen Zustimmung des Landesarchivs.
Im Rahmen der Beschreibung der Beständeübersicht Teil C wurde dieser Bestand aus dem Bestand "Der Oberbürgermeister von Berlin" (C Rep. 101) herausgelöst, neu gebildet und mit der Augias-Software 8.3 verzeichnet. Der Bestand ist über die Findmittel Datenbank und Findbuch nutzbar.
Er wird wie folgt zitiert: LAB C Rep. 101-06 Nr. xxx.
3. Korrespondierende Bestände
C Rep. 101 - Der Oberbürgermeister von Berlin
C Rep. 106 - Magistrat von Berlin, Abteilung Wirtschaft
C Rep. 107 - Magistrat von Berlin, Bezirksplankommission
C Rep. 124 - Magistrat von Berlin, Erster Stellvertreter des Oberbürgermeisters
4. Literatur
Der Plan für ein besseres Leben : Volkswirtschaftsplan. Hrsg. von Magistrat von Groß-Berlin.- Berlin 1951. Signatur: 09558 (1).
Fensch, Eberhard: Wie meistern Sozialisten die wissenschaftlich-technische Revolution? : Planung, Strukturpolitik und Mitbestimmung in der DDR.- Berlin 1969. Signatur: Ser 98(1,2) (1).
Jendretzky, Hans; Baum, Bruno: Unser Volkswirtschaftsplan1950.- Berlin 1951. Signatur: 04815 (1).
Steeger, Horst: Lexikon der Wirtschaft. Volkswirtschaftsplanung.- Berlin 1980. Signatur: 11467 (1).
Berlin, April 2008 / September 2023 Kerstin Bötticher
1. Behördengeschichte
Bereits 1946 beschäftigte sich der Magistrat von Groß-Berlin mit der Stadtplanung und Planung der Wrtschaftsleistung im Großraum Berlin und richtete dafür das Dezernat für Allgemeine Planung beim Oberbürgermeister und diverse Planungsausschüsse ein.
1950 wurde die Staatliche Plankommission beim Ministerrat der DDR geschaffen, die für die Koordinierung, Ausarbeitung und Kontrolle der mittelfristigen Perspektivpläne (Fünfjahrplan) und der daraus abgeleiteten jährlichen Volkswirtschaftspläne zuständig war. Beim Oberbürgermeister von Berlin wurde hierfür ein Hauptamt Wirtschaftsplanung geschaffen, welches zunächst von August Duschek und von 1951 bis 1953 von Magistratsdirektor Ernst Wasko geleitet wurde.
Der Wirtschaftsplan 1948 und der Zweijahresplan 1949/50 wurden in der sowjetischen Besatzungszone und im sowjetischen Sektor Berlins zur Wiederherstellung und Entwicklung der Wirtschaft eingeführt und damit eine Steigerung der Industrieproduktion und Arbeitsproduktiviät gewünscht und die Einführung technischer Arbeitsnormen als Mittel zur Erhöhung der Produktivität forciert.
Das Hauptamt Wirtschaftsplanung war hier nun als Überwachungsgremium zur Erfüllung der Volkswirtschaftspläne gegenüber den meldepflichtigen Betrieben und Einrichtungen tätig und der Staatlichen Plankommission der DDR rechenschaftspflichtig. Bei der Magistratasabteilung Wirtschaft bestand von 1948 bis 1953 ebenfalls eine "Unterabteilung Planung" mit den Hauptämtern "Planung", "Statistik" und "Wissenschaft und Technik", die in Konkurrenz zur Berichterstattung des Hauptamtes Wirtschaftsplanung des Oberbürgermeisters stand. Im Zuge der Verwaltungsreform wurde das Hauptamt Wirtschaftsplanung und die Abteilung Wirtschaft zu Beginn des Jahres 1953 aufgelöst und die Planungsaufgaben gänzlich dem Hauptamt Planung übertragen. 1961 gründete sich daraus dann die Bezirksplankommission Berlin.
2. Bestandsbeschreibung
Der Bestand umfasst 55 Akten (2,40 lfm) mit der Laufzeit 1949 - 1952. Er beinhaltet Akten zur Wirtschaftsplanung und Betreuung diverser Bauvorhaben und anderer Investitionen.
Einige Akten sind auf Grund archivgesetzlicher Bestimmungen bzw. der EU-Datenschutz-Grundverordnung für die Benutzung befristet gesperrt. Eine Verkürzung der Schutzfristen kann auf Antrag erfolgen. Dazu bedarf es der besonderen Zustimmung des Landesarchivs.
Im Rahmen der Beschreibung der Beständeübersicht Teil C wurde dieser Bestand aus dem Bestand "Der Oberbürgermeister von Berlin" (C Rep. 101) herausgelöst, neu gebildet und mit der Augias-Software 8.3 verzeichnet. Der Bestand ist über die Findmittel Datenbank und Findbuch nutzbar.
Er wird wie folgt zitiert: LAB C Rep. 101-06 Nr. xxx.
3. Korrespondierende Bestände
C Rep. 101 - Der Oberbürgermeister von Berlin
C Rep. 106 - Magistrat von Berlin, Abteilung Wirtschaft
C Rep. 107 - Magistrat von Berlin, Bezirksplankommission
C Rep. 124 - Magistrat von Berlin, Erster Stellvertreter des Oberbürgermeisters
4. Literatur
Der Plan für ein besseres Leben : Volkswirtschaftsplan. Hrsg. von Magistrat von Groß-Berlin.- Berlin 1951. Signatur: 09558 (1).
Fensch, Eberhard: Wie meistern Sozialisten die wissenschaftlich-technische Revolution? : Planung, Strukturpolitik und Mitbestimmung in der DDR.- Berlin 1969. Signatur: Ser 98(1,2) (1).
Jendretzky, Hans; Baum, Bruno: Unser Volkswirtschaftsplan1950.- Berlin 1951. Signatur: 04815 (1).
Steeger, Horst: Lexikon der Wirtschaft. Volkswirtschaftsplanung.- Berlin 1980. Signatur: 11467 (1).
Berlin, April 2008 / September 2023 Kerstin Bötticher
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
Für nähere Informationen zu Nutzungs- und Verwertungsrechten kontaktieren Sie bitte info@landesarchiv.berlin.de.
22.08.2025, 11:21 AM CEST
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