Göhler, Fritz (Bestand)
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BArch N 2518
call number: N 2518
Bundesarchiv (Archivtektonik) >> Nachlässe und Sammlungen >> Nachlässe >> G
1945-1994
Geschichte des Bestandsbildners: geb. 7. Mai 1897 in Dresden, gest. 28. Jan. 1995 in Stuttgart, Offizier der Schutzpolizei, Bundesbeauftragter des Waldheim-Kameradschaftskreises
Kriegsfreiwilliger im Ersten Weltkrieg (bis zum Leutnant), 1920 einberufen zum Grenzjäger-Regiment 24 in Bautzen, 1921 zur Sächsischen Landespolizei nach Riesa, 1923 Besuch der Höheren Polizeischule in Eiche bei Potsdam, 1923-1943 Lehr- und Ausbildungsoffizier an der Sächsischen Landespolizeischule in Meißen, NSDAP, 1935 von der Landespolizei zur Wehrmacht umgesetzt (Hauptmann), 1936 Rückberufung zur Sächsischen Polizei, 1940-1941 Bataillonskommandeur in Norwegen (Ski-Bataillon 251), 1941-1942 Taktiklehrer an der Polizeioffizierschule Berlin-Köpenick, 1942-1943 Regimentskommandeur in Serbien (motorisiertes Polizeiregiment 5 in Belgrad), anschließend in Berlin und Dresden tätig, 1945 Leiter der Polizei-Waffenschule in Dresden-Hellerau, Oberst a.D., 1946 verhaftet, Haft in Buchenwald, ab 1950 in Waldheim, wurde angeklagt, für Ausschreitungen bei der Bekämpfung von Widerstandsbewegungen in Serbien verantwortlich gewesen zu sein, 1950 durch das Landgericht Chemnitz in Waldheim wegen Beihilfe zu Verbrechen gegen die Menschlichkeit als Hauptverbrecher zu 20 Jahren Zuchthaus verurteilt, ab 1954 Haft in Bautzen, durch Gnadenerweis des Präsidenten der DDR 1954 Herabsetzung der Freiheitsstrafe auf 10 Jahre, nach dem Adenauer-Besuch 1955 in Moskau 1956 Entlassung und Ausreise nach Neuss/Bundesrepublik Deutschland, die Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf erklärte das Waldheim-Urteil für nichtig, seit 1962 interimistisch, 1963 offiziell Bundesbeauftragter des Waldheim-Kameradschaftskreises in Neuss, Herausgeber des Bundesnachrichtenblattes des Waldheim-Kameradschaftskreises, Verwalter der "Willy-Colditz-/Dr.-Wilhelm-Rode-Stiftung", Beauftragter des Waldheim-Kameradschaftskreises Nordrhein-Westfalen, 2. Vorsitzender des Verbands der Sowjetzonen-Flüchtlinge, Tätigkeit im Anerkennungsausschuss für Flüchtlinge, im Kreisvertriebenenrat und im Lastenausgleichsausschuss der Stadt Neuss, 1991 durch das Bezirksgericht Dresden rehabilitiert
4. Nov. 2011
Bearbeitungshinweis: unbearbeitet
Bestandsbeschreibung: Bestandsgeschichte: Nachlass-Übereignungsvertrag mit dem Enkel Heinz Winter Juni 1995, erste Übernahme von Heinz Winter Juni 1995, zweite Übernahme von Inge und Hermann Göhler (Sohn) im Nov. 2011
Inhaltliche Charakterisierung: Enthält v.a.:
Tätigkeit als Bundesbeauftragter des Waldheim-Kameradschaftskreises (ehemals Inhaftierte des DDR-Gefängnisses Waldheim), u.a. redaktionelle Bearbeitung des Bundesnachrichtenblatts des Kameradschaftskreises, Mitgliederversammlungen, Erinnerungsberichte, Korrespondenzen, Namenskarteien, Tonbänder, Dias, Fotos
Erschließungszustand: 1. Abgabe unbearbeitet, 2. Abgabe in BASYS-S erfasst und indiziert
Umfang, Erläuterung: 63 AE gebildet
Zitierweise: BArch N 2518/...
Kriegsfreiwilliger im Ersten Weltkrieg (bis zum Leutnant), 1920 einberufen zum Grenzjäger-Regiment 24 in Bautzen, 1921 zur Sächsischen Landespolizei nach Riesa, 1923 Besuch der Höheren Polizeischule in Eiche bei Potsdam, 1923-1943 Lehr- und Ausbildungsoffizier an der Sächsischen Landespolizeischule in Meißen, NSDAP, 1935 von der Landespolizei zur Wehrmacht umgesetzt (Hauptmann), 1936 Rückberufung zur Sächsischen Polizei, 1940-1941 Bataillonskommandeur in Norwegen (Ski-Bataillon 251), 1941-1942 Taktiklehrer an der Polizeioffizierschule Berlin-Köpenick, 1942-1943 Regimentskommandeur in Serbien (motorisiertes Polizeiregiment 5 in Belgrad), anschließend in Berlin und Dresden tätig, 1945 Leiter der Polizei-Waffenschule in Dresden-Hellerau, Oberst a.D., 1946 verhaftet, Haft in Buchenwald, ab 1950 in Waldheim, wurde angeklagt, für Ausschreitungen bei der Bekämpfung von Widerstandsbewegungen in Serbien verantwortlich gewesen zu sein, 1950 durch das Landgericht Chemnitz in Waldheim wegen Beihilfe zu Verbrechen gegen die Menschlichkeit als Hauptverbrecher zu 20 Jahren Zuchthaus verurteilt, ab 1954 Haft in Bautzen, durch Gnadenerweis des Präsidenten der DDR 1954 Herabsetzung der Freiheitsstrafe auf 10 Jahre, nach dem Adenauer-Besuch 1955 in Moskau 1956 Entlassung und Ausreise nach Neuss/Bundesrepublik Deutschland, die Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf erklärte das Waldheim-Urteil für nichtig, seit 1962 interimistisch, 1963 offiziell Bundesbeauftragter des Waldheim-Kameradschaftskreises in Neuss, Herausgeber des Bundesnachrichtenblattes des Waldheim-Kameradschaftskreises, Verwalter der "Willy-Colditz-/Dr.-Wilhelm-Rode-Stiftung", Beauftragter des Waldheim-Kameradschaftskreises Nordrhein-Westfalen, 2. Vorsitzender des Verbands der Sowjetzonen-Flüchtlinge, Tätigkeit im Anerkennungsausschuss für Flüchtlinge, im Kreisvertriebenenrat und im Lastenausgleichsausschuss der Stadt Neuss, 1991 durch das Bezirksgericht Dresden rehabilitiert
4. Nov. 2011
Bearbeitungshinweis: unbearbeitet
Bestandsbeschreibung: Bestandsgeschichte: Nachlass-Übereignungsvertrag mit dem Enkel Heinz Winter Juni 1995, erste Übernahme von Heinz Winter Juni 1995, zweite Übernahme von Inge und Hermann Göhler (Sohn) im Nov. 2011
Inhaltliche Charakterisierung: Enthält v.a.:
Tätigkeit als Bundesbeauftragter des Waldheim-Kameradschaftskreises (ehemals Inhaftierte des DDR-Gefängnisses Waldheim), u.a. redaktionelle Bearbeitung des Bundesnachrichtenblatts des Kameradschaftskreises, Mitgliederversammlungen, Erinnerungsberichte, Korrespondenzen, Namenskarteien, Tonbänder, Dias, Fotos
Erschließungszustand: 1. Abgabe unbearbeitet, 2. Abgabe in BASYS-S erfasst und indiziert
Umfang, Erläuterung: 63 AE gebildet
Zitierweise: BArch N 2518/...
Göhler, Fritz, 1897-1995
63 Aufbewahrungseinheiten; 3,2 laufende Meter
Archivbestand
deutsch
Verwandtes Archivgut im Bundesarchiv: DO 1 Ministerium des Innern
DP 2 Generalstaatsanwalt
Literatur: Bundesnachrichtenblatt des Waldheim-Kameradschaftskreises
DP 2 Generalstaatsanwalt
Literatur: Bundesnachrichtenblatt des Waldheim-Kameradschaftskreises
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
24.04.2026, 10:58 MESZ