Gerhard [von Seelheim], Dekan zu Fritzlar und Pleban zu Amöneburg, überträgt seiner Kirche zu Amöneburg zu seiner Eltern, seinem und weiland Berta...
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Urk. 26, 1292
Urk. 26, A II Haina, Kloster
Urk. 26 Kloster Haina - [ehemals: A II]
Kloster Haina - [ehemals: A II] >> 1300-1324
1307 Oktober 23
Ausf., lat., Perg., wegen Moders aufgeklebt. - Die 5 urspr. anh. Sg. fehlen; vgl. noch Inventar R 84, Nr. 764.
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Datum a. d. 1307, 10. kalendas novembris.
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Gerhard [von Seelheim], Dekan zu Fritzlar und Pleban zu Amöneburg, überträgt seiner Kirche zu Amöneburg zu seiner Eltern, seinem und weiland Bertas von Altenburg (Aldenburg) Seelenheil nachfolgende Güter, aus deren Einkünften im Chor vor dem Hauptaltar eine ewige Lampe zu Ehren Johannes des Täufers, des Kirchenpatrons, zu unterhalten ist: 1 vordem Heinrich Cickesvert gehörigen Acker am Edelberg (mons Odelenberg), von dem Werner Bäcker (pistor) jährlich 1 Mött (modium) Mohn zinst; 1 Acker diesseits der Ohm (Amene) bei Brück (Bricke), von dem Eberhard Schwertfeger (Gladiator) ein Maß (metreta) Mohn zinst; einige von dem Fischer Albert zu Brück bebaute Acker jenseits der Ohm, von denen dieser 6 ½ Schilling Pfennige zinst; 1 Wiese zu Erfurtshausen (Erfershusen), von der Eckehard von Erfurtshausen 6 Gänse, 6 Hühner und 6 Pfennige zinst; 1 Acker am Heisgründer Weg (iter quod dicitur Hellesgrunt), von dem Adelheid Thusentwecken 3½ Pfennige a zinst; 1 Acker am Weg nach Marburg, von dem Lucia, Witwe des Johann Scoeynhelde, 2 Pfennige zinst; 1 Acker auf dem Edelberg, von dem Johann Clympechere 4 Pfennige jährlich zinst; 1 von Eckehard von Schweinsberg (Svensberg) genutzte Wiese jenseits der Ohm; 1 Acker am Ransberg (mons dictus Ramesberg) und ½ Morgen dabei; ¼ Acker zwischen dem Weg [nach] Niederklein (Gleen) und der Sandgrube (santgruben); 4 Äcker (lectos sive agros) am Sandgrubenweg; und 1 vordem Heinrich Cickesvert gehörige Scheune auf der Amöneburg. Weiter bestimmen Gerhard, Heinrich von Fronhausen (Froynhusen), Ditmar von Seelheim (Selheym), Ospert und ihre übrigen Miterben ihren Zehnten von den Äckern am Dutteinberg (mons Thodelenberg) zur Unterhaltung einer ewigen Lampe außerhalb des Chors zu Ehren des heiligen Kreuzes, der auch Überschüsse aus den erstgenannten Einkünften zukommen. Falls die Lampen in Amöneburg vernachlässigt werden, soll das Kloster Haina (Heyne) die Einkünfte zur Beschaffung von Öl für zwei entsprechende Lampen im Kloster übernehmen. Schließlich bestimmt Gerhard 1 Acker unter dem Edelberg, von dem Anselm Melman jährlich 3 Schilling Wetterauer Pfennige zinst, dazu, daß die Kirchenverwalter zu Amöneburg davon jährlich zum Jahrestag des Heinrich Cickesvert am 22. Dezember (crastino beati Thome apostoli) den Plebanen und ihren Gehilfen 10 Pfennige für im Chor feierlich zu singende Vigilien und für die am Morgen zu singende Seelmesse und dem Glöckner 2 Pfennige für das Abendgeläut geben, zum Jahrestag der Berta von Altenburg am Freitag nach Mariae Himmelfahrt und zu seinem eigenen, nach seinem Tode in die Chorbücher einzuschreibenden Jahrestag je einen weiteren Schilling zu entsprechender Verwendung.
Vermerke (Urkunde): Siegler: Der Aussteller, der Abt von Haina, die Schöffen zu Amöneburg und die Ritter Volpert [Hobeherr] auf der Wenigenburg (in minori Castro) und Gottfried von Hatzfeld (Hatisfelt).
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Regest: Franz Nr. 100, Zweiter Band
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Gerhard [von Seelheim], Dekan zu Fritzlar und Pleban zu Amöneburg, überträgt seiner Kirche zu Amöneburg zu seiner Eltern, seinem und weiland Bertas von Altenburg (Aldenburg) Seelenheil nachfolgende Güter, aus deren Einkünften im Chor vor dem Hauptaltar eine ewige Lampe zu Ehren Johannes des Täufers, des Kirchenpatrons, zu unterhalten ist: 1 vordem Heinrich Cickesvert gehörigen Acker am Edelberg (mons Odelenberg), von dem Werner Bäcker (pistor) jährlich 1 Mött (modium) Mohn zinst; 1 Acker diesseits der Ohm (Amene) bei Brück (Bricke), von dem Eberhard Schwertfeger (Gladiator) ein Maß (metreta) Mohn zinst; einige von dem Fischer Albert zu Brück bebaute Acker jenseits der Ohm, von denen dieser 6 ½ Schilling Pfennige zinst; 1 Wiese zu Erfurtshausen (Erfershusen), von der Eckehard von Erfurtshausen 6 Gänse, 6 Hühner und 6 Pfennige zinst; 1 Acker am Heisgründer Weg (iter quod dicitur Hellesgrunt), von dem Adelheid Thusentwecken 3½ Pfennige a zinst; 1 Acker am Weg nach Marburg, von dem Lucia, Witwe des Johann Scoeynhelde, 2 Pfennige zinst; 1 Acker auf dem Edelberg, von dem Johann Clympechere 4 Pfennige jährlich zinst; 1 von Eckehard von Schweinsberg (Svensberg) genutzte Wiese jenseits der Ohm; 1 Acker am Ransberg (mons dictus Ramesberg) und ½ Morgen dabei; ¼ Acker zwischen dem Weg [nach] Niederklein (Gleen) und der Sandgrube (santgruben); 4 Äcker (lectos sive agros) am Sandgrubenweg; und 1 vordem Heinrich Cickesvert gehörige Scheune auf der Amöneburg. Weiter bestimmen Gerhard, Heinrich von Fronhausen (Froynhusen), Ditmar von Seelheim (Selheym), Ospert und ihre übrigen Miterben ihren Zehnten von den Äckern am Dutteinberg (mons Thodelenberg) zur Unterhaltung einer ewigen Lampe außerhalb des Chors zu Ehren des heiligen Kreuzes, der auch Überschüsse aus den erstgenannten Einkünften zukommen. Falls die Lampen in Amöneburg vernachlässigt werden, soll das Kloster Haina (Heyne) die Einkünfte zur Beschaffung von Öl für zwei entsprechende Lampen im Kloster übernehmen. Schließlich bestimmt Gerhard 1 Acker unter dem Edelberg, von dem Anselm Melman jährlich 3 Schilling Wetterauer Pfennige zinst, dazu, daß die Kirchenverwalter zu Amöneburg davon jährlich zum Jahrestag des Heinrich Cickesvert am 22. Dezember (crastino beati Thome apostoli) den Plebanen und ihren Gehilfen 10 Pfennige für im Chor feierlich zu singende Vigilien und für die am Morgen zu singende Seelmesse und dem Glöckner 2 Pfennige für das Abendgeläut geben, zum Jahrestag der Berta von Altenburg am Freitag nach Mariae Himmelfahrt und zu seinem eigenen, nach seinem Tode in die Chorbücher einzuschreibenden Jahrestag je einen weiteren Schilling zu entsprechender Verwendung.
Vermerke (Urkunde): Siegler: Der Aussteller, der Abt von Haina, die Schöffen zu Amöneburg und die Ritter Volpert [Hobeherr] auf der Wenigenburg (in minori Castro) und Gottfried von Hatzfeld (Hatisfelt).
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Regest: Franz Nr. 100, Zweiter Band
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
10.06.2025, 09:13 MESZ