Heilig-Geist-Spital/Allgemeine Verwaltung (Bestand)
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C 50/I
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Das 1339 von Konrad Groß gestiftete Heilig-Geist-Spital (HGS) in Nürnberg war bis zum Ende der reichsstädtischen Zeit dem Nürnberger Rat unterstellt; es wurde durch ein eigenes Spitalamt verwaltet. Mit dem Übergang der Reichsstadt Nürnberg an das Königreich Bayern 1806 bzw. mit der Errichtung zweier staatlicher Stiftungsadministrationen 1807 ging die Verwaltung der zahlreichen Nürnberger Stiftungen - und also auch des HGS - an den Staat über (in der Realität zog sich dies bis 1811 hin). 1817/18 kam es bereits wieder zu einer Veränderung bei den Aufsichtsbehörden für die Stiftungen. Die Verwaltung fiel in die Kompetenz der Kommunen zurück.Die Stadt verwaltete nun das HGS durch eine "Kommission zu den Wohltätigkeitsstiftungen". Das Vermögen des HGS war in der staatlichen Zeit mit dem des Elisabethspitals zusammengelegt worden. Dies wurde durch die Kommune beibehalten, so dass im 19. und frühen 20. Jh. ca. 300 Pfründnerinnen und Pfründner eine Aufnahme im Spital fanden, wobei ca. 12 % katholisch waren. Spätestens 1869 wurde das HGS zusammen mit Sebastianspital und Waisenhaus (Findel) unter der Bezeichnung "Versorgungsanstalt" geführt; ab 1891 kam hierzu noch das neu gegründete Norisstift, das mit im HGS-Komplex untergebracht wurde (Vordere Insel Schütt 2a). Ab 1920 wurde die Verwaltung der Wohltätigkeitsstiftungen mit derjenigen der Unterrichtsstiftungen vereinigt und ein eigenes städtisches Stiftungsamt errichtet. Dieses wurde 1945 aufgelöst. Die Aufgaben übernahm das Haushaltsamt, die Ausrichtung der Stiftungen das Fürsorgeamt. Bereits 1944 waren die Verwaltungen von HGS, Sebastianspital, Norisstift und Altersheim zusammengelegt worden, die man dann "Verwaltung der Altenversorgungsanstalten (AVA)" bezeichnete; ab Juni 1966 in "Amt für Altersversorgung und Altersversorgungsanstalten (AfA)" umbenannt (seit 1996 "Seniorenamt")Neben den hier verzeichneten Akten und Amtsbüchern sind daher ergänzend u.a. folgende Bestände zu berücksichtigen:- C 2 (Polizeidirektion) Nr. 318- C 6 (Ältere Magistratsregistratur) Nrn 1838-1869- C 19/I (Altersversorgung/Allgemeine Akten) Nrn 1-37- C 23/I (Krankenhausverwaltung/Allgemeine Akten) allgemein;- C 49/II (Haushaltsamt/Stiftungsverwaltung) Nrn 197-200, 258-261, 578-590, 686-717- D 20/I (Wohltätigkeitsstiftungen neuere Generalregistratur) allgemein- D 20/II (Wohltätigkeitsstiftungen neuere Spezialregistratur) Nrn 2858-3318Der vorliegende Bestand wurde aus zwei älteren Beständen des StadtAN gebildet (C 50-alt bzw. C 19/I, Nrn 61-125; vgl. die Konkordanz "C 50 alt => C 50/I" bzw. "C 19/I => C 50/I" im Anhang). Die Nummern aus dem Bestand C 19/I gelangten aus einer Abgabe des Amtes für Altersversorgung- und Altersversorgungsanstalten (AfA) 1968/69 in das StadtAN. Da 1996 ein neuer Bestand C 50/II gebildet wurde, war auch die Einordnung des bisherigen Bestandes C 50 als C 50/I erforderlich. Dieser Umstand wurde dazu genutzt, die Einheiten neu zu verzeichnen sowie die entsprechenden Nummern aus C 19/I zu integrieren.Der Bestand beinhaltet nun 125 Nummern, hat eine Laufzeit von 1780 bis 1962 und ist mit einem Orts-, Personen- und Sachregister erschlossen. Bemerkenswert sind die detailliert geführten Amtsbücher zu Pfründneraufnahmen 1820-1919 (Nrn 73-81; Fortsetzung siehe C 19/I Nr. 15) sowie von Aufnahmen in das Krankeninstitut 1813-1845 (Nrn 118-121); dsgl. Lagepläne, Aufrisszeichnungen und Abbildungen bei Baumaßnahmen und ähnlichem.
lfd. Meter: 2,50; Einheiten: 125
Bestand
Deutsch
Altersversorgung und Altersversorgungsanstalten, Amt für
Elisabethspital
Findel
Fürsorgeamt
Haushaltsamt
Heilg-Geist-Spital Allgemeine Verwaltung (Teilbestand)
Heilig-Geist-Spital (Teilbestände)
Norisstift
Pfründner
Sebastianspital
Seniorenamt
Stiftungsamt
Unterrichtsstiftungen
Versorgungsanstalt
Waisenhaus
Wohltätigkeitsstiftungen
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.06.2025, 11:18 MESZ