Zeitungsverbote, Verwarnungen und dergleichen auf Grund der Verordnung des Reichspräsidenten zur Bekämpfung politischer Ausschreitungen
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I. HA Rep. 77, Tit. 4043 Nr. 97
Nr. 21d Bd. 2
I. HA Rep. 77 Ministerium des Innern
Ministerium des Innern >> 03 Abteilung II Polizeiabteilung (1787 - 1943) >> 03.31 Sektion 31 Politische Polizei (1921 - 1936) >> 03.31.02 Zensur und Überwachung der Medien (1926 - 1934)
1931 - 1932
Enthält:
- "Blut und Boden" (Lauban / Schlesien); Zeitschrift: Organ der Landvolkbewegung 28. Apr. 1931 - 27. Aug. 1931. Verbotsgründe: Wegen der Artikel in Nr. 4, Jahrgang 1931, "Das nationalrevolutionäre Manifest der deutschen Bauernschaft", "Sturmzeichen in Oels", "Zum Volksbegehren in Preußen", in denen es u.a. heißt: "Wir predigen keinen Terror, keine sinnlosen Gewaltakte gegen die Übermacht. Wir wollen keine Anarchie, wie wollen Revolution!", wurde die Zeitschrift verboten; Republikschutzgesetz § 13.
1 Exemplar der Nr. 4.
- "Die Diktatur" (Stettin); Zeitschrift: NSDAP 2. Mai 1931 - 23. Mai 1931. Verbotsgründe: Wegen des in Nr. 23 vom 2. Mai erschienenen Artikels "Der Polizeimord an Pg. Freyburger", in dem es heißt "Polizeibeamter knallt Nationalsozialisten ohne jede Veranlassung nieder", wurde die Zeitschrift verboten.
1 Exemplar des "Völkischen Beobachters" 122. Folge vom 2. Mai, das sich mit dem Mord an Freyburger beschäftigt, und 1 Zeitungsausschnitt vom 12. Mai 1931 über das Verbot der "Diktatur".
- "Rote Fahne" (Berlin); Zeitung: KPD 6. Mai 1931 - 21. Mai 1931
20. Mai 1931. Verbotsgründe: Wegen der Artikel in den Zeitungen vom 1., 3. und 6. Mai "Nur die Volksrevolution führt zur Sowjetmacht!" und "Es lebe die Volksrevolution!", "Blut-Mai 1929 unvergessen! - Ungerecht!", "Zwei Jahre RFB-Verbot" und der Thälmann-Rede am 1. Mai im Lustgarten wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Klassenkampf" (Halle); Zeitung: KPD für Halle-Merseburg 8. Mai 1931 - 21. Mai 1931
18. Mai 1931. Verbotsgründe: Wegen des Artikels in Nr. 104 vom 6. Mai "2 Jahre RFB-Verbot", in dem es heißt: "Noch tropfte das Blut von den Händen der polizeisozialistischen Mörder, noch waren die Gräber der 33 Gemordeten nicht geschlossen und schon folgte der blutigen Maimetzelei ein neuer brutaler Gewaltstreich des Polizeisozialismus: Der Rote Frontkämpferbund .. wurde verboten", und der Bemerkung "Der kleine Metallarbeiter Severing" wurde die Zeitung verboten.
2 Exemplare der Nr. 104.
- "Volkswacht" (Stettin); Zeitung: KPD 9. Mai 1931 - 22. Mai 1931. Verbotsgründe: Wegen des in Nr. 104 vom 6. Mai veröffentlichten Artikels "2 Jahre RFB-Verbot", in dem es u.a. heißt: "Seit jenem 3. Mai, an dem Severing zu seinem Gewaltstreich gegen den RFB ausholte, sind 2 Jahre verflossen. Diese zwei Jahre waren eine Kette schimpflichster Verbrechen der Polizei - Sozialisten gegen das arbeitende Volk", wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Oberschlesische Tageszeitung" Zeitung: 15. Mai 1931 - 4. Juni 1931
18. Mai 1931. Verbotsgründe: Wegen der Artikel in Nr. 108 und 109 vom 11. und 12. Mai "Treviranus in Gleiwitz ausgepfiffen! Eine neue schwere Niederlage des Ostministers in Oberschlesien", "Wie mit Treviranus abgerechnet wurde. Der Verlauf der Treviranus-Versammlung in Gleiwitz - die dramatische Aussprache. Oberschlesien will von dem Ostminister nichts wissen", wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Blut und Boden" (Lauban / Schlesien); Zeitschrift: Organ der Landvolkbewegung 28. Apr. 1931 - 27. Aug. 1931. Verbotsgründe: Wegen der Artikel in Nr. 4, Jahrgang 1931, "Das nationalrevolutionäre Manifest der deutschen Bauernschaft", "Sturmzeichen in Oels", "Zum Volksbegehren in Preußen", in denen es u.a. heißt: "Wir predigen keinen Terror, keine sinnlosen Gewaltakte gegen die Übermacht. Wir wollen keine Anarchie, wie wollen Revolution!", wurde die Zeitschrift verboten; Republikschutzgesetz § 13.
1 Exemplar der Nr. 4.
- "Die Diktatur" (Stettin); Zeitschrift: NSDAP 2. Mai 1931 - 23. Mai 1931. Verbotsgründe: Wegen des in Nr. 23 vom 2. Mai erschienenen Artikels "Der Polizeimord an Pg. Freyburger", in dem es heißt "Polizeibeamter knallt Nationalsozialisten ohne jede Veranlassung nieder", wurde die Zeitschrift verboten.
1 Exemplar des "Völkischen Beobachters" 122. Folge vom 2. Mai, das sich mit dem Mord an Freyburger beschäftigt, und 1 Zeitungsausschnitt vom 12. Mai 1931 über das Verbot der "Diktatur".
- "Rote Fahne" (Berlin); Zeitung: KPD 6. Mai 1931 - 21. Mai 1931
20. Mai 1931. Verbotsgründe: Wegen der Artikel in den Zeitungen vom 1., 3. und 6. Mai "Nur die Volksrevolution führt zur Sowjetmacht!" und "Es lebe die Volksrevolution!", "Blut-Mai 1929 unvergessen! - Ungerecht!", "Zwei Jahre RFB-Verbot" und der Thälmann-Rede am 1. Mai im Lustgarten wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Klassenkampf" (Halle); Zeitung: KPD für Halle-Merseburg 8. Mai 1931 - 21. Mai 1931
18. Mai 1931. Verbotsgründe: Wegen des Artikels in Nr. 104 vom 6. Mai "2 Jahre RFB-Verbot", in dem es heißt: "Noch tropfte das Blut von den Händen der polizeisozialistischen Mörder, noch waren die Gräber der 33 Gemordeten nicht geschlossen und schon folgte der blutigen Maimetzelei ein neuer brutaler Gewaltstreich des Polizeisozialismus: Der Rote Frontkämpferbund .. wurde verboten", und der Bemerkung "Der kleine Metallarbeiter Severing" wurde die Zeitung verboten.
2 Exemplare der Nr. 104.
- "Volkswacht" (Stettin); Zeitung: KPD 9. Mai 1931 - 22. Mai 1931. Verbotsgründe: Wegen des in Nr. 104 vom 6. Mai veröffentlichten Artikels "2 Jahre RFB-Verbot", in dem es u.a. heißt: "Seit jenem 3. Mai, an dem Severing zu seinem Gewaltstreich gegen den RFB ausholte, sind 2 Jahre verflossen. Diese zwei Jahre waren eine Kette schimpflichster Verbrechen der Polizei - Sozialisten gegen das arbeitende Volk", wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Oberschlesische Tageszeitung" Zeitung: 15. Mai 1931 - 4. Juni 1931
18. Mai 1931. Verbotsgründe: Wegen der Artikel in Nr. 108 und 109 vom 11. und 12. Mai "Treviranus in Gleiwitz ausgepfiffen! Eine neue schwere Niederlage des Ostministers in Oberschlesien", "Wie mit Treviranus abgerechnet wurde. Der Verlauf der Treviranus-Versammlung in Gleiwitz - die dramatische Aussprache. Oberschlesien will von dem Ostminister nichts wissen", wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
Archivale
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
20.08.2025, 13:33 MESZ
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- Innere und Wohlfahrtsverwaltung (Tektonik)
- Ministerium des Innern (Bestand)
- 03 Abteilung II Polizeiabteilung (1787 - 1943) (Gliederung)
- 03.31 Sektion 31 Politische Polizei (1921 - 1936) (Gliederung)
- 03.31.02 Zensur und Überwachung der Medien (1926 - 1934) (Gliederung)