Kirchengemeinde Altena Reformiert (Bestand)
Show full title
4.77
Landeskirchliches Archiv der Evangelischen Kirche von Westfalen (Archivtektonik) >> 04. Deposita von Kirchenkreisen und Kirchengemeinden >> 04.2. KG Kirchengemeinden >> 04.2.13. Kirchenkreis Iserlohn
1556 - 1996
Das Archiv der Ev.-Ref. Kirchengemeinde Altena wurde 1994 und 2008 im Landeskirchlichen Archiv der Evangelischen Kirche von Westfalen in Bielefeld verzeichnet. Es umfasst 596 Verzeichnungseinheiten, davon sind: Akten und Amtsbücher: 555, Karten und Pläne: 18, Fotos: 3, Urkunden: 5, Kirchenbücher: 15. Die Überlieferung erstreckt sich über den Zeitraum von 1556 bis 1996. Das Archiv liegt als Depositum im Landeskirchlichen Archiv unter der Bestandsnummer 4.77.Um die Benutzung zu erleichtern, wurden der Hauptbestand und der Nachtrag (ab Nr. 387) zusammengeführt und in eine gemeinsame systematische Ordnung gebracht. Ein Teil des Archivs wurde 1942 von Dr. Ludwig Koechling geordnet. Diese Archivalien sind anhand der Altsignatur zu erkennen. Es fehlen folgende von Koechling verzeichnete Amtsbücher: Abkündigungen 1860-1889 (Altsignatur I 2, Bd. 1-4), Kollektenbuch 1874-1895 (Altsignatur N 7, Bd. 1), Kirchenbuch mit Konsistorialprotokollen betr. Vermögens- und Rechnungssachen 1734-1777 (Altsignatur O 4).Die Gründung der Ev.-Ref. Kirchengemeinde Altena im Jahr 1670 hat leider keinen Niederschlag im Gemeindearchiv gefunden. 1673 wurde auf Anordnung der Märkischen Synode ein Presbyterium gewählt (LkA EKvW 4.77 Nr. 12). Die Geschichte der reformierten Kirchengemeinde ist durch das Verhältnis zur lutherischen Kirchengemeinde in Altena geprägt. Zahlreiche Akten geben Aufschluss über die Auseinandersetzungen sowie über die Zusammenarbeit der beiden Gemeinden. Besonders im Bereich des Vereinslebens ist die gegenseitige Verbundenheit mit der Zeit sichtbar geworden. Ein Großteil der Vereine, die im Archiv der reformierten Gemeinde dokumentiert sind, sind keine gemeindeeigenen Vereine, sondern solche in gemeinsamer Verantwortung beider evangelischen Gemeinden in Altena (Ausnahme: Reformierter Kirchenchor). Besonders aussagekräftig sind die Unterlagen des Ev. Vereinshauses, das 1885 durch den Sonntags- und Jünglingsvereine errichtet wurde. Im Bestand befinden sich u.a. Protokollbücher des Vorstandes, Statuten, Mitgliederlisten, Unterlagen über den Neubau und Besetzung der Stelle des Hausvaters. 1951 wurde das Vereinshaus dem Westfälischen Herbergsverband e.V. (jetzt: Perthes-Werk) übertragen.Einen weiteren Schwerpunkt der Überlieferung bilden die Bauakten. Um die Jahrhundertwende erwies sich die alte Kirche, das Scharffensche Haus, als zu klein und wurde abgerissen. Das Foto der alten Kirche und die Predigt beim letztem Gottesdienst am 17. März 1907 sind im Archiv vorhanden (LkA EKvW 4.77 Nr. 478 und 162). 1908 wurde die neue Kirche, die auf demgleichen Grundstück gebaut wurde, eingeweiht. Mangels Geldes hat man die alte Orgel erhalten, bis sie 1976 durch eine neue ersetzt wurde.Mit der Zeit ergab sich als dringende Notwendigkeit der Bau eines Kindergartens für die Stadtmitte. Im Jahre 1960 bekam die Kirchengemeinde von der Stadt Altena ein Baugrundstück zur Verfügung gestellt, auf dem man einen Kindergarten mit Gemeindezentrum errichtet hat. Somit hat die Gemeinde neben ihrer Kirche ein zweites Zentrum für ihr gemeindliches Leben.Zum 1. Januar 2005 wurden die lutherische und reformierte Kirchengemeinde Altena zur "Evangelischen Kirchengemeinde Altena" vereinigt.Der Bestand wurde unter Zugrundelegung internationaler Verzeichnungsgrundsätze nach ISAD (G) erschlossen. Bei der Verzeichnung erhielten die Akten fortlaufende Nummern, die als gültige Archivsignaturen in der Bestellsignatur jeder Verzeichnungseinheit als letzte arabische Nummer oder im Findbuch ganz links neben dem jeweiligen Aktentitel aufgeführt sind. Unterhalb des Aktentitels geben die Vermerke „Enthält, Enthält nur, Enthält u.a., Enthält v.a., Enthält auch“ eingrenzende oder weiterführende Auskünfte über den Inhalt. Unter „Darin“ sind besondere Schriftgutarten wie Druckschriften, Presseberichte, Bauzeichnungen oder Fotos aufgelistet. Nach den Erschließungsvermerken folgt die alte Archivsignatur oder das Aktenzeichen, falls sie auf der Akte vermerkt waren. Ganz rechts schließen sich die Laufzeiten der Archivalien an. Zu beachten sind hier zwei verschiedene Arten von Klammern: ( ) verweisen bei Abschriften auf das Datum des Originals, [ ] kennzeichnen erschlossene Jahresangaben undatierter Schriftstücke.Kassiert wurde nicht archivwürdiges Schriftgut im Rahmen der Aufbewahrungs- und Kassationsordnung der Evangelischen Kirche von Westfalen vom 20.02.2003 in der Fassung vom 29.10.2020 bzw. des Aufbewahrungs- und Kassationsplans der EKvW vom 29.10.2020.Sofern die Benutzung nicht zu Verwaltungszwecken erfolgt, unterliegen gemäß § 7 Abs. 1 Kirchengesetz zur Sicherung und Nutzung von kirchlichem Archivgut in der Evangelischen Kirche der Union (Archivgesetz - ArchivG) vom 6.5.2000 sämtliche Archivalien einer 30-jährigen Sperrfrist (gerechnet nach dem Ende ihrer Laufzeit). Für Archivgut, das sich nach seiner Zweckbestimmung oder nach seinem wesentlichen Inhalt auf natürliche Personen bezieht, gelten laut § 7 Abs. 2 ArchivG zusätzliche Schutzfristen. Diese Archivalien dürfen auch nach Ablauf der allgemeinen Sperrfrist frühestens 10 Jahre nach dem Tod der betroffenen Person(en) benutzt werden. Ist das Todesjahr nicht feststellbar, endet die Schutzfrist 90 Jahre nach Geburt. Ist auch das Geburtsjahr nicht bekannt, endet die Schutzfrist 60 Jahre nach Entstehung der Unterlagen.Bei der Zitierung des Archivbestandes ist anzugeben: LkA EKvW 4.77 Nr. ... (hier folgt die Archivsignatur der entsprechenden Archivalie). Das Kürzel steht in dieser Reihenfolge für "Landeskirchliches Archiv der Evangelischen Kirche von Westfalen, Bestand 4.77, Akte Nr. ...".Bielefeld, im Juni 2008Anna Warkentin Literatur zur Gemeindegeschichte (Auswahl): Evangelisches Gemeindebuch für Altena, Altena 1930, 20 S.Stoffer, Karl-Otto: Geschichte der Reformierten Kirchengemeinde Altena, 1945-1967, in: Der Märker, 16 (1967), S. 197-199Festschrift: 75 Jahre Reformierte Kirche Altena, 1983Stoffer, Karl-Otto: Reformierte Kirchengemeinde Altena, in: Altena. Beiträge zur Heimat- und Landeskunde, hrsg. vom Heimatbund Märkischer Kreis, Altena 1988, S. 116Murken, Jens Dr.: Die evangelischen Gemeinden in Westfalen. Ihre Geschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart, Band 1, Bielefeld 2008
Form und Inhalt: Das Archiv der Ev.-Ref. Kirchengemeinde Altena wurde 1994 und 2008 im Landeskirchlichen Archiv der Evangelischen Kirche von Westfalen in Bielefeld verzeichnet. Es umfasst 596 Verzeichnungseinheiten, davon sind: Akten und Amtsbücher: 555, Karten und Pläne: 18, Fotos: 3, Urkunden: 5, Kirchenbücher: 15. Die Überlieferung erstreckt sich über den Zeitraum von 1556 bis 1996. Das Archiv liegt als Depositum im Landeskirchlichen Archiv unter der Bestandsnummer 4.77.
Um die Benutzung zu erleichtern, wurden der Hauptbestand und der Nachtrag (ab Nr. 387) zusammengeführt und in eine gemeinsame systematische Ordnung gebracht.
Ein Teil des Archivs wurde 1942 von Dr. Ludwig Koechling geordnet. Diese Archivalien sind anhand der Altsignatur zu erkennen. Es fehlen folgende von Koechling verzeichnete Amtsbücher: Abkündigungen 1860-1889 (Altsignatur I 2, Bd. 1-4), Kollektenbuch 1874-1895 (Altsignatur N 7, Bd. 1), Kirchenbuch mit Konsistorialprotokollen betr. Vermögens- und Rechnungssachen 1734-1777 (Altsignatur O 4).
Die Gründung der Ev.-Ref. Kirchengemeinde Altena im Jahr 1670 hat leider keinen Niederschlag im Gemeindearchiv gefunden. 1673 wurde auf Anordnung der Märkischen Synode ein Presbyterium gewählt (LkA EKvW 4.77 Nr. 12).
Die Geschichte der reformierten Kirchengemeinde ist durch das Verhältnis zur lutherischen Kirchengemeinde in Altena geprägt. Zahlreiche Akten geben Aufschluss über die Auseinandersetzungen sowie über die Zusammenarbeit der beiden Gemeinden. Besonders im Bereich des Vereinslebens ist die gegenseitige Verbundenheit mit der Zeit sichtbar geworden. Ein Großteil der Vereine, die im Archiv der reformierten Gemeinde dokumentiert sind, sind keine gemeindeeigenen Vereine, sondern solche in gemeinsamer Verantwortung beider evangelischen Gemeinden in Altena (Ausnahme: Reformierter Kirchenchor). Besonders aussagekräftig sind die Unterlagen des Ev. Vereinshauses, das 1885 durch den Sonntags- und Jünglingsvereine errichtet wurde. Im Bestand befinden sich u.a. Protokollbücher des Vorstandes, Statuten, Mitgliederlisten, Unterlagen über den Neubau und Besetzung der Stelle des Hausvaters. 1951 wurde das Vereinshaus dem Westfälischen Herbergsverband e.V. (jetzt: Perthes-Werk) übertragen.
Einen weiteren Schwerpunkt der Überlieferung bilden die Bauakten. Um die Jahrhundertwende erwies sich die alte Kirche, das Scharffensche Haus, als zu klein und wurde abgerissen. Das Foto der alten Kirche und die Predigt beim letztem Gottesdienst am 17. März 1907 sind im Archiv vorhanden (LkA EKvW 4.77 Nr. 478 und 162). 1908 wurde die neue Kirche, die auf demgleichen Grundstück gebaut wurde, eingeweiht. Mangels Geldes hat man die alte Orgel erhalten, bis sie 1976 durch eine neue ersetzt wurde.
Mit der Zeit ergab sich als dringende Notwendigkeit der Bau eines Kindergartens für die Stadtmitte. Im Jahre 1960 bekam die Kirchengemeinde von der Stadt Altena ein Baugrundstück zur Verfügung gestellt, auf dem man einen Kindergarten mit Gemeindezentrum errichtet hat. Somit hat die Gemeinde neben ihrer Kirche ein zweites Zentrum für ihr gemeindliches Leben.
Zum 1. Januar 2005 wurden die lutherische und reformierte Kirchengemeinde Altena zur "Evangelischen Kirchengemeinde Altena" vereinigt.
Der Bestand wurde unter Zugrundelegung internationaler Verzeichnungsgrundsätze nach ISAD (G) erschlossen. Bei der Verzeichnung erhielten die Akten fortlaufende Nummern, die als gültige Archivsignaturen in der Bestellsignatur jeder Verzeichnungseinheit als letzte arabische Nummer oder im Findbuch ganz links neben dem jeweiligen Aktentitel aufgeführt sind. Unterhalb des Aktentitels geben die Vermerke ”Enthält, Enthält nur, Enthält u.a., Enthält v.a., Enthält auch“ eingrenzende oder weiterführende Auskünfte über den Inhalt. Unter ”Darin“ sind besondere Schriftgutarten wie Druckschriften, Presseberichte, Bauzeichnungen oder Fotos aufgelistet. Nach den Erschließungsvermerken folgt die alte Archivsignatur oder das Aktenzeichen, falls sie auf der Akte vermerkt waren. Ganz rechts schließen sich die Laufzeiten der Archivalien an. Zu beachten sind hier zwei verschiedene Arten von Klammern: ( ) verweisen bei Abschriften auf das Datum des Originals, [ ] kennzeichnen erschlossene Jahresangaben undatierter Schriftstücke.
Kassiert wurde nicht archivwürdiges Schriftgut im Rahmen der Aufbewahrungs- und Kassationsordnung der Evangelischen Kirche von Westfalen vom 20.02.2003 in der Fassung vom 29.10.2020 bzw. des Aufbewahrungs- und Kassationsplans der EKvW vom 29.10.2020.
Sofern die Benutzung nicht zu Verwaltungszwecken erfolgt, unterliegen gemäß § 7 Abs. 1 Kirchengesetz zur Sicherung und Nutzung von kirchlichem Archivgut in der Evangelischen Kirche der Union (Archivgesetz - ArchivG) vom 6.5.2000 sämtliche Archivalien einer 30-jährigen Sperrfrist (gerechnet nach dem Ende ihrer Laufzeit). Für Archivgut, das sich nach seiner Zweckbestimmung oder nach seinem wesentlichen Inhalt auf natürliche Personen bezieht, gelten laut § 7 Abs. 2 ArchivG zusätzliche Schutzfristen. Diese Archivalien dürfen auch nach Ablauf der allgemeinen Sperrfrist frühestens 10 Jahre nach dem Tod der betroffenen Person(en) benutzt werden. Ist das Todesjahr nicht feststellbar, endet die Schutzfrist 90 Jahre nach Geburt. Ist auch das Geburtsjahr nicht bekannt, endet die Schutzfrist 60 Jahre nach Entstehung der Unterlagen.
Bei der Zitierung des Archivbestandes ist anzugeben: LkA EKvW 4.77 Nr. ... (hier folgt die Archivsignatur der entsprechenden Archivalie). Das Kürzel steht in dieser Reihenfolge für "Landeskirchliches Archiv der Evangelischen Kirche von Westfalen, Bestand 4.77, Akte Nr. ...".
Bielefeld, im Juni 2008
Anna Warkentin
Literatur zur Gemeindegeschichte (Auswahl):
Evangelisches Gemeindebuch für Altena, Altena 1930, 20 S.
Stoffer, Karl-Otto: Geschichte der Reformierten Kirchengemeinde Altena, 1945-1967, in: Der Märker, 16 (1967), S. 197-199
Festschrift: 75 Jahre Reformierte Kirche Altena, 1983
Stoffer, Karl-Otto: Reformierte Kirchengemeinde Altena, in: Altena. Beiträge zur Heimat- und Landeskunde, hrsg. vom Heimatbund Märkischer Kreis, Altena 1988, S. 116
Murken, Jens Dr.: Die evangelischen Gemeinden in Westfalen. Ihre Geschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart, Band 1, Bielefeld 2008
Form und Inhalt: Das Archiv der Ev.-Ref. Kirchengemeinde Altena wurde 1994 und 2008 im Landeskirchlichen Archiv der Evangelischen Kirche von Westfalen in Bielefeld verzeichnet. Es umfasst 596 Verzeichnungseinheiten, davon sind: Akten und Amtsbücher: 555, Karten und Pläne: 18, Fotos: 3, Urkunden: 5, Kirchenbücher: 15. Die Überlieferung erstreckt sich über den Zeitraum von 1556 bis 1996. Das Archiv liegt als Depositum im Landeskirchlichen Archiv unter der Bestandsnummer 4.77.
Um die Benutzung zu erleichtern, wurden der Hauptbestand und der Nachtrag (ab Nr. 387) zusammengeführt und in eine gemeinsame systematische Ordnung gebracht.
Ein Teil des Archivs wurde 1942 von Dr. Ludwig Koechling geordnet. Diese Archivalien sind anhand der Altsignatur zu erkennen. Es fehlen folgende von Koechling verzeichnete Amtsbücher: Abkündigungen 1860-1889 (Altsignatur I 2, Bd. 1-4), Kollektenbuch 1874-1895 (Altsignatur N 7, Bd. 1), Kirchenbuch mit Konsistorialprotokollen betr. Vermögens- und Rechnungssachen 1734-1777 (Altsignatur O 4).
Die Gründung der Ev.-Ref. Kirchengemeinde Altena im Jahr 1670 hat leider keinen Niederschlag im Gemeindearchiv gefunden. 1673 wurde auf Anordnung der Märkischen Synode ein Presbyterium gewählt (LkA EKvW 4.77 Nr. 12).
Die Geschichte der reformierten Kirchengemeinde ist durch das Verhältnis zur lutherischen Kirchengemeinde in Altena geprägt. Zahlreiche Akten geben Aufschluss über die Auseinandersetzungen sowie über die Zusammenarbeit der beiden Gemeinden. Besonders im Bereich des Vereinslebens ist die gegenseitige Verbundenheit mit der Zeit sichtbar geworden. Ein Großteil der Vereine, die im Archiv der reformierten Gemeinde dokumentiert sind, sind keine gemeindeeigenen Vereine, sondern solche in gemeinsamer Verantwortung beider evangelischen Gemeinden in Altena (Ausnahme: Reformierter Kirchenchor). Besonders aussagekräftig sind die Unterlagen des Ev. Vereinshauses, das 1885 durch den Sonntags- und Jünglingsvereine errichtet wurde. Im Bestand befinden sich u.a. Protokollbücher des Vorstandes, Statuten, Mitgliederlisten, Unterlagen über den Neubau und Besetzung der Stelle des Hausvaters. 1951 wurde das Vereinshaus dem Westfälischen Herbergsverband e.V. (jetzt: Perthes-Werk) übertragen.
Einen weiteren Schwerpunkt der Überlieferung bilden die Bauakten. Um die Jahrhundertwende erwies sich die alte Kirche, das Scharffensche Haus, als zu klein und wurde abgerissen. Das Foto der alten Kirche und die Predigt beim letztem Gottesdienst am 17. März 1907 sind im Archiv vorhanden (LkA EKvW 4.77 Nr. 478 und 162). 1908 wurde die neue Kirche, die auf demgleichen Grundstück gebaut wurde, eingeweiht. Mangels Geldes hat man die alte Orgel erhalten, bis sie 1976 durch eine neue ersetzt wurde.
Mit der Zeit ergab sich als dringende Notwendigkeit der Bau eines Kindergartens für die Stadtmitte. Im Jahre 1960 bekam die Kirchengemeinde von der Stadt Altena ein Baugrundstück zur Verfügung gestellt, auf dem man einen Kindergarten mit Gemeindezentrum errichtet hat. Somit hat die Gemeinde neben ihrer Kirche ein zweites Zentrum für ihr gemeindliches Leben.
Zum 1. Januar 2005 wurden die lutherische und reformierte Kirchengemeinde Altena zur "Evangelischen Kirchengemeinde Altena" vereinigt.
Der Bestand wurde unter Zugrundelegung internationaler Verzeichnungsgrundsätze nach ISAD (G) erschlossen. Bei der Verzeichnung erhielten die Akten fortlaufende Nummern, die als gültige Archivsignaturen in der Bestellsignatur jeder Verzeichnungseinheit als letzte arabische Nummer oder im Findbuch ganz links neben dem jeweiligen Aktentitel aufgeführt sind. Unterhalb des Aktentitels geben die Vermerke ”Enthält, Enthält nur, Enthält u.a., Enthält v.a., Enthält auch“ eingrenzende oder weiterführende Auskünfte über den Inhalt. Unter ”Darin“ sind besondere Schriftgutarten wie Druckschriften, Presseberichte, Bauzeichnungen oder Fotos aufgelistet. Nach den Erschließungsvermerken folgt die alte Archivsignatur oder das Aktenzeichen, falls sie auf der Akte vermerkt waren. Ganz rechts schließen sich die Laufzeiten der Archivalien an. Zu beachten sind hier zwei verschiedene Arten von Klammern: ( ) verweisen bei Abschriften auf das Datum des Originals, [ ] kennzeichnen erschlossene Jahresangaben undatierter Schriftstücke.
Kassiert wurde nicht archivwürdiges Schriftgut im Rahmen der Aufbewahrungs- und Kassationsordnung der Evangelischen Kirche von Westfalen vom 20.02.2003 in der Fassung vom 29.10.2020 bzw. des Aufbewahrungs- und Kassationsplans der EKvW vom 29.10.2020.
Sofern die Benutzung nicht zu Verwaltungszwecken erfolgt, unterliegen gemäß § 7 Abs. 1 Kirchengesetz zur Sicherung und Nutzung von kirchlichem Archivgut in der Evangelischen Kirche der Union (Archivgesetz - ArchivG) vom 6.5.2000 sämtliche Archivalien einer 30-jährigen Sperrfrist (gerechnet nach dem Ende ihrer Laufzeit). Für Archivgut, das sich nach seiner Zweckbestimmung oder nach seinem wesentlichen Inhalt auf natürliche Personen bezieht, gelten laut § 7 Abs. 2 ArchivG zusätzliche Schutzfristen. Diese Archivalien dürfen auch nach Ablauf der allgemeinen Sperrfrist frühestens 10 Jahre nach dem Tod der betroffenen Person(en) benutzt werden. Ist das Todesjahr nicht feststellbar, endet die Schutzfrist 90 Jahre nach Geburt. Ist auch das Geburtsjahr nicht bekannt, endet die Schutzfrist 60 Jahre nach Entstehung der Unterlagen.
Bei der Zitierung des Archivbestandes ist anzugeben: LkA EKvW 4.77 Nr. ... (hier folgt die Archivsignatur der entsprechenden Archivalie). Das Kürzel steht in dieser Reihenfolge für "Landeskirchliches Archiv der Evangelischen Kirche von Westfalen, Bestand 4.77, Akte Nr. ...".
Bielefeld, im Juni 2008
Anna Warkentin
Literatur zur Gemeindegeschichte (Auswahl):
Evangelisches Gemeindebuch für Altena, Altena 1930, 20 S.
Stoffer, Karl-Otto: Geschichte der Reformierten Kirchengemeinde Altena, 1945-1967, in: Der Märker, 16 (1967), S. 197-199
Festschrift: 75 Jahre Reformierte Kirche Altena, 1983
Stoffer, Karl-Otto: Reformierte Kirchengemeinde Altena, in: Altena. Beiträge zur Heimat- und Landeskunde, hrsg. vom Heimatbund Märkischer Kreis, Altena 1988, S. 116
Murken, Jens Dr.: Die evangelischen Gemeinden in Westfalen. Ihre Geschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart, Band 1, Bielefeld 2008
Bestand
Stoofer, Karl-Otto: Geschichte der Reformierten Kirchengemeinde Altena, 1945 . 1967, in "Der Märker", Nr. 16 (1967), S. 197ff.
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
05.11.2025, 1:59 PM CET
Hierarchy
Hierarchy detail view
- Landeskirchliches Archiv der Evangelischen Kirche von Westfalen (Archivtektonik)
- 04. Deposita von Kirchenkreisen und Kirchengemeinden (Archival tectonics)
- 04.2. KG Kirchengemeinden (Archival tectonics)
- 04.2.13. Kirchenkreis Iserlohn (Archival tectonics)
- Kirchengemeinde Altena Reformiert (Archival holding)