Abt Wilhelm von Werden macht bekannt, daß der Ministeriale des heiligen Liudger Heinrich von Bardenscheid einen Mansus von vier Schilling in Bardenscheid nach Lehnsrecht besaß, daß bodenlen genannt wird. Als er hörte, daß mit diesem Land die Kapelle des hl. Nikolaus auf dem Markt zu Werden dotiert werden sollte, hat er darauf aus Verehrung für den heiligen Nikolaus verzichtet. Der Abt hat dem zugestimmt. Heinrich hat das Land von dem Priester der Kapelle Volmar unter der Bedingung, zurückerhalten, daß er jährlich zwei Schilling an den Altar zahlt. Nach Heinrich Tod soll der nächste Erbe keine vorhure, zahlen, sondern die anderen Erben sollen zwei Schilling vorhure entrichten. Der Abt hat ihm, damit er das Geld besser zahlen und dem Abt den. schuldigen Dienst leisten kann, ein mit Eichen bestandenes Stück Land an der Ruhr nahe dem genannten Mansus überlassen. - Geschehen 1160 unter Kaiser Friedrich I. und Erzbischof Reinald von Köln. - Zeugen waren der Prior und Kustos Anno, Burchard, Gerbert, Guntram, Johannes, Herrad, alle Priester, der Truchseß Wezelin, der Kämmerer Eberhard, der Schenk Gottfried, der Marschall Titmar, Alebrand, Brun, Sebert und dessen Sohn Sebert, Lambert, Helias, Justacius, Sigefrid, Sigefrid gen. Pike, Gottschalk und dessen Bruder Eberhard, Hermann, Ludwig von Bardenscheid, Heitharich, Hermann, Gottfried, Gottfried, Alebrand, Hartwig, Luthart, Bertold, Ubbo, Gerhard, Werner und viele andere.