Michel Edel zu Burach schwört Urfehde, nachdem ihn Abt Kaspar [Schiegg] von Weingarten ins Gefängnis hatte setzen lassen. Er hatte sich auf dem Gut Burach, das seiner Ehefrau Anna Rotenhüslerin auf Lebenszeit verliehen war, Neuerungen und Ehafte angemaßt. Außerdem hat er Leibeigene des Klosters entgegen dessen Recht und Herkommen vor fremden Gerichten belangt. Er wird sich für das Gefängnis nicht rächen, künftig gehorsam und "unflüchtig" sein, auch keinen anderen Herrn oder Schirm annehmen. Insbesondere wird er auf dem Gut Burach keine "nüwikait noch ehafty" anstreben. Bei Streitigkeiten mit dem Kloster und seinen Leuten wird er sich nur an die ordentlichen Gerichte wenden, alles bei Strafe von 200 fl. Als Bürgen stellt er unter Versprechen der Schadloshaltung seinen Bruder Hans Edel, Frick Rotenhüsler den Müller, Michel Veser ("Vesar"), Hans Küng, Ulrich Hoffmeister, Klaus Mor den Färber und Klaus Hesel von Fenken ("Venchen").

Vollständigen Titel anzeigen
Landesarchiv Baden-Württemberg
Objekt beim Datenpartner