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Kollegiatstift St. Martini, Münster / Akten (Bestand)
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Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen (Archivtektonik) >> 1. Territorien des Alten Reiches bis 1802/03 einschließlich Kirchen, Stifter, Klöster, Städte u.ä. >> 1.2. Westfälische Fürstbistümer (B) >> 1.2.1. Fürstbistum Münster >> 1.2.1.4. Geistlichkeit, Stifte, Klöster >> Kollegiatstift St. Martini, Münster
1283-1823
Statuten und Urkundenabschriften 1283-1786 (2); Testamente und Stiftungen 1511-1802 (2); Immobilien, Vermögen und Einkünfte 1704-1798 (6); Burse und Finanzen 1497-1811 (22); Präbenden und Obödienzien 1574-1811 (16); Vikarien 1616-1811 (5); geistliche Angelegenheiten 1572-1811 (4); Protokolle 1604-1811 (8); Schule 1582-1798 (1); Aufhebung 1810-1823 (2).
Bestandsgeschichte: Kollegiatstift, Gründung um 1187, 1811 Aufhebung.
Form und Inhalt: Im Zuge der Neuordnung der kirchlichen Verhältnisse in Münster entstand aus einem Teil des Pfarrgebiets von St. Lamberti die Pfarrei St. Martini, der um 1187 ein Kollegiatstift mit fünf Präbenden inkorporiert wurde. Die Zahl der Präbenden erreichte Mitte des 14. Jahrhunderts siebzehn. Das Stift St. Martini wurde zum ersten Stützpunkt der reformatorischen Bewegung in Münster, doch erlitt es unter der Täuferherrschaft erhebliche Schäden. Nach der Eingliederung Münsters ins Kaiserreich Frankreich wurde das Stift St. Martini 1811 aufgelöst.
Der Propst stand dem Stift vor, tatsächlich leitete jedoch der Dechant die Geschäfte. Weitere Ämter versahen der Thesaurar (zuständig für die liturgische Ausstattung) und der Scholaster (Leiter der Stiftsschule).
Das Archiv des Stifts St. Martini Münster erlitt insbesondere durch den Brand nach der Beschießung Münsters 1759 erhebliche Verluste. Doch auch danach gingen zahlreiche Archivalien verloren. Der verbliebene Archivkörper gelangte in das Archivdepot Münster und anschließend ins Staatsarchiv Münster. Der Urkunden- und Aktenbestand wurde 1881 von Dr. Albert de Boor verzeichnet (”Repertorium 105“, jetzt ”A 154“). Im Jahre 2007 hat Dr. Jörg Wunschhofer die Verzeichnung des Aktenbestandes überarbeitet, die Eingabe ins archivische Verzeichnungsprogramm VERA und die Klassifizierung übernahm Dr. Thomas Reich.
Neben dem Urkunden- und Aktenbestand befinden sich im Staatsarchiv Münster auch einige Handschriften aus dem Besitz von St. Martini sowie Auflösungsakten der Übergangszeit.
Provenienz St. Martini Münster:
·Msc. I 71, 72, 73 und Msc. VII 1016, 1018, 1019, 1020: Kopiare des 15. bis 18. Jh. der Urkunden von 1217-1786.
·Msc. VII 1021: Memorienbuch.
Zusatzüberlieferung zu St. Martini Münster:
·Fürstbistum Münster Landesarchiv - Akten, Fach 6 Nr. 3 und 4a: Visitationsakten (1613, 1617).
·Kaiserreich Frankreich, A 1 Nr. 69: Säkularisationsakten.
·Regierung Münster, Domänenregistratur Nr. 22576: Säkularisationsakten.
·Regierung Münster, Renteien Fach 15 Nr. 24: Säkularisationsakten.
Ergänzungsüberlieferung in den Akten der Übergangszeit:
·KDK Münster Fach 5, 135: Die Familienvikarie Strubbe und Crone zu Martini in Münster, 1805
·KDK Münster Fach 5, 136: Die Vikarie St. Claus, der hl. Drei Könige und Philippus und Jacobus zu Martini in Münster, 1807-1808
·KDK Münster Fach 5, 137: Die Vikarie St. Johannes Baptista zu Martini in Münster, 1807
·KDK Münster Fach 5, 137 a: Abnahme der Rechnungen der Kirche St. Martini zu Münster, 1804
·KDK Münster Fach 19, 46: Die Aufnahme und Veranschlagung der Revenüen des Kapitels St. Martini zu Münster, 1804
·KDK Münster Fach 19, 47 Beilagen zur Aufnahme des Kollegiatstifts ad St. Martinum, 1804
·KDK Münster Fach 19, 48: Die erledigten Revenüen des Kapitels St. Martini zu Münster, 1804
·Großherzogtum Berg D 1,185: Erträge aus den Vakaturen des Martinikapitels zu Münster, 1808-1811
·Kaiserreich Frankreich C 1, 95: Etat der Vikarien beim Kapitel St. Martini in Münster, 1812
·Kaiserreich Frankreich C 1, 96: Die von der Kirche St. Martini reklamierten Güter, 1813
·Kaiserreich Frankreich C 1, 97: Die Reklamation des Vikars Hartmann an der Pfarrkirche St. Martini wegen des Verkaufs des Feldes "Lütke Horstgraben" zu Telgte, 1813
·Kaiserreich Frankreich C 4, 6: Die Leistungen des ehemaligen Stifts ad St. Martinum in Münster an den Küster, 1812
·Kaiserreich Frankreich C 6, 912-1005: Verkauf der Liegenschaften des Stifts St. Martini zu Münster, 812-1813
Weitere Archivalien:
·Bistumsarchiv Münster, Bestand GV (Depositum der Pfarrgemeinde St. Martini Münster).
·Stadtarchiv Münster, Bestand Kirche St. Martini.
Literatur
Kohl, Wilhelm, Das Archiv des Kollegiatstifts St. Martini im Nordrhein-Westfälischen Staatsarchiv Münster, in: Hülsbusch, Werner (Hg.), 800 Jahre St. Martini Münster, Münster 1980, S. 293-299.
Veddeler, Peter, Münster - Kollegiatstift St. Martini, in: Westfälisches Klosterbuch (Quellen und Forschungen zur Kirchen- und Religionsgeschichte Band 2), Teil 2, Münster 1994, S. 53- 58.
Zu bestellen und zu zitieren sind die Akten: Stift St. Martini, Münster - Akten Nr.
Münster, 21. Dezember 2007
Dr. Thomas Reich
68 Akten.; 68 Akten (28 Kartons), Findbuch B 226.
Bestand
German
Franz Darpe (Bearb.), Verzeichnisse der Güter, Einkünfte und Einnahmen [u.a. Stift St. Martini], Münster 1900 (Reprint 1958); Peter Veddeler, Münster - Kollegiatstift St. Martini, in: Westfälisches Klosterbuch, Bd. 2, Münster 1994, S. 53-58.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.