Jörig Lub von Ennetach (Enendach) bestätigt, von Fürstin Äbtissin Elisabeth des Stifts Buchau (Buchow), geb. Freiin von Hohengeroldseck (Hohengeroltzegk), einen Meierhof des Stifts zu Ennetach mit allem Zubehör zu folgenden Bedingungen empfangen zu haben: Das Leiheverhältnis endet mit dem Tode Lubs oder dem der Äbtissin. Lub hat den Hof persönlich zu bebauen und in gutem Bau zu halten. Er hat jährlich zu gen. Terminen [einzeln aufgeführte] Geld- und Naturalabgaben in Biberacher Maß und W. an die Amtleute der Äbtissin auf ihrer Pfalz abzuliefern und ist zu Vogtrecht und Dienst wie jeder Meier daselbst nach Herkommen verpflichtet. Bei Verstoß gegen die Leihebedingungen tritt Heimfall zur freien Verfügung ein; das Stift kann den Hof nach Heimfall auch zu eigenen Händen nehmen, wobei Besserungen bei dem Hof bleiben. Der A. hat geschworen, den Pfalzrichtern des Stifts und dem Pfalzgericht gehorsam zu sein und den Fronholz gen. Wald des Stifts zu bannen.
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Jörig Lub von Ennetach (Enendach) bestätigt, von Fürstin Äbtissin Elisabeth des Stifts Buchau (Buchow), geb. Freiin von Hohengeroldseck (Hohengeroltzegk), einen Meierhof des Stifts zu Ennetach mit allem Zubehör zu folgenden Bedingungen empfangen zu haben: Das Leiheverhältnis endet mit dem Tode Lubs oder dem der Äbtissin. Lub hat den Hof persönlich zu bebauen und in gutem Bau zu halten. Er hat jährlich zu gen. Terminen [einzeln aufgeführte] Geld- und Naturalabgaben in Biberacher Maß und W. an die Amtleute der Äbtissin auf ihrer Pfalz abzuliefern und ist zu Vogtrecht und Dienst wie jeder Meier daselbst nach Herkommen verpflichtet. Bei Verstoß gegen die Leihebedingungen tritt Heimfall zur freien Verfügung ein; das Stift kann den Hof nach Heimfall auch zu eigenen Händen nehmen, wobei Besserungen bei dem Hof bleiben. Der A. hat geschworen, den Pfalzrichtern des Stifts und dem Pfalzgericht gehorsam zu sein und den Fronholz gen. Wald des Stifts zu bannen.
Abt. Staatsarchiv Sigmaringen, Dep. 30/1 T 1 Nr. 303
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Sigmaringen, Dep. 30/1 T 1 Friedberg-Scheer: Urkunden
Friedberg-Scheer: Urkunden >> Urkunden Grafschaft Friedberg-Scheer >> 16. Jahrhundert >> 1520 - 1529
1523 Oktober 2 (Freitag nach Michel)
Urkunden
Siegler: Siegelankündigung: auf Bitten des A. die ehrsamen, bescheidenen 1) Wilhelm Aigelin und 2) Hans Bracknhoffer, beide B. zu Buchau.
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 2 Sg.; 1) nur noch ein Teil der Schüssel erhalten; 2) stark besch.; Legende unkenntlich; in einem Schild ein steigender Hund.
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 2 Sg.; 1) nur noch ein Teil der Schüssel erhalten; 2) stark besch.; Legende unkenntlich; in einem Schild ein steigender Hund.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
03.04.2025, 13:46 MESZ
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- 1520 - 1529 (Gliederung)