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RW 0035 Geheime Staatspolizei Aachen und Außendienststellen
Geheime Staatspolizei Aachen und Außendienststellen >> 1. Geheime Staatspolizei Aachen und Außendienststellen (Bestand RW 0035) >> 1.2. Außendienststelle Düren
ca. 1944-1945
Enthaeltvermerke: Enthält: Fragment einer Eingabe eines Vaters zum verurteilten Sohn Otto XXX (Polizeibeamter in Breslau und im PP Aachen, Mitglied im NSKK bis 1942, Frontsoldat bis 1943, Sohn einer geborenen Frau Neuhaus, Elternhaus in Mülheim an der Ruhr) mit Bitte um Anfertigung eines psychologischen Gutachtens zur Prüfung einer möglichen Geisteskrankheit bei Begehung der Taten (Tat selbst unbekannt- wahrscheinlich politisch motiviert, da untersucht durch die Gestapostelle Köln, Außendienststelle Aachen) Nennung von mehreren Leumündern bzw. Geisteskranken in der Familie: Breithaupt, SS-Obergruppenführer, Chef des Obersten SS- und Polizeigerichtes; Schwarzer, SS-Hauptsturmführer in Breslau, Hauptschriftführer; Dr. Städler, Beigeordneter in Breslau, Parteimitglied; Prof. Dr. Sedlack, Präsident der Gauwirtschaftskammer in Gleiwitz (Leumünder) - Angehörige der Familie Neuhaus, Mülheim-Ruhr; Gertrud Kleffner; Ehefrau Josef Arend, wohnhaft Mülheim-Ruhr, Zusatzbemerkung: Provenienz: unbekannt (vermutlich Dienststelle der Geheimen Staatspolizei oder eines Sondergerichtes im Rheinland)
10 DIN A 4 Seiten (Anfang und Ende der Eingabe fehlen)
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.