Blenkle, Conrad (Bestand)
Show full title
BArch NY 4226
call number: NY 4226
Bundesarchiv (Archivtektonik) >> Nachlässe und Sammlungen >> Nachlässe >> B
1927-1978
Bestandsbeschreibung: 28. Dez. 1901 in Berlin-Neukölln geboren
1908 - 1916 Besuch der Volksschule in Berlin-Neukölln
1916 - 1919 Bäckerlehre in Berlin-Schöneberg
Anfang 1919 Mitglied der Freien Sozialistischen Jugend (FSJ), später Kommunistische Jugend Deutschlands (KJD), und der KPD
1920 - 1922 2. Vorsitzender der FSJ bzw. der KJD in Berlin-Neukölln bzw. Berlin-Süd
Ende 1922 - Herbst 1923 Vorsitzender der Bezirksleitung Berlin-Brandenburg der KJD
15. - 25. Juli 1924 Teilnahme am IV. Kongress der Kommunistischen Jugendinternationale (KJI) in Moskau
1924 - 1928 Vorsitzender des KJVD
1924 - 1935 Mitglied des Exekutivkomitees der KJI
1925 - 1929 Mitglied des ZK und Politbüros der KPD
Anfang Sept. 1926 Wahl in den Reichsausschuss des Kongresses der Werktätigen
20. Mai 1928 - 16. Juli 1930 Mitglied des Deutschen Reichstages
20. Aug. - 18. Sept. 1928 Teilnahme am V. Kongress der KJI in Moskau
Apr. 1929 Politischer Sekretär des Unterbezirks Neukölln der KPD
4. Feb. 1931 - Feb. 1932 Verhaftung und Haft im Untersuchungsgefängnis Berlin-Moabit
19. Feb. 1932 Hochverratsprozess vor dem Reichsgericht in Leipzig und Verurteilung zu einer Festungsstrafe von einem Jahr und 6 Monaten
Feb. - Dez. 1932 Haft in der Festungshaftanstalt Groß Strehlitz
Jan. - Apr. 1933 illegale Tätigkeit als Instrukteur der KPD in Oberschlesien
1933 - Apr. 1934 illegale Tätigkeit in der Bezirksleitung Berlin-Brandenburg der KPD
Frühjahr 1934 illegale Tätigkeit in Saarbrücken
Sommer 1934 - Dez. 1936 Instrukteur der Abschnittsleitung Nordwest des ZK der KPD in Amsterdam
Nov. 1937 Verhaftung in der Schweiz und Ausweisung
1938 - 1941 Tätigkeit in der Abschnittsleitung Nord des ZK der KPD in Kopenhagen
16. Dez. 1941 Verhaftung durch die dänische Polizei und Auslieferung an die Gestapo, Inhaftierung in den Haftanstalten Hamburg-Fuhlsbüttel und Berlin-Moabit
25. Nov. 1942 Vom Volksgerichtshof in Berlin zum Tode verurteilt
20. Jan. 1943 Hinrichtung in Berlin-Plötzensee
Quellen:
Biographisches Lexikon zur Geschichte der Deutschen Arbeiterbewegung. Berlin 1970
Hermann Weber/Andreas Herbst: Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945. Berlin 2008
BArch, NY 4226/3
Inhaltliche Charakterisierung: Im Juli 1980 übergab die Ehefrau Käte Blenkle Dokumente aus dem Nachlass Ihres Mannes an das Zentrale Parteiarchiv der SED. Weitere Dokumente erhielt das Zentrale Parteiarchiv der SED von Rudolf Thunig, Veteranenkommission des ZK der SED, im Februar 1981. Eine Bestandsergänzung mit 2 Originalbriefen und einem handschriftlichen Manuskript von Conrad Blenkle erfolgte durch eine Übergabe des Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der DDR im Juni 2012.
Der Nachlass enthält wenige Originaldokumente von Conrad Blenkle, Ausarbeitungen über den Nachlasser und Materialien über die Traditionspflege durch Käte Blenkle. Besonders erwähnenswert sind die Abschiedsbriefe an seine Frau und seine Tochter vom 20. Januar 1943.
Die Benutzung des Nachlasses unterliegt keinen anderen Beschränkungen als der Beachtung von Persönlichkeitsschutzrechten Betroffener und schutzwürdigen Belangen Dritter.
Bei Veröffentlichungen ist wie folgt zu zitieren: Stiftung Archiv der Parteien und Massenorganisationen der DDR im Bundesarchiv, NY 4226/ 1, Kurzform: BArch, NY 4226/ 1 (Beispiel für die Zitierung der Akte mit der Nr. 1).
Holger Franke
Umfang, Erläuterung: 6 AE
Zitierweise: BArch NY 4226/...
1908 - 1916 Besuch der Volksschule in Berlin-Neukölln
1916 - 1919 Bäckerlehre in Berlin-Schöneberg
Anfang 1919 Mitglied der Freien Sozialistischen Jugend (FSJ), später Kommunistische Jugend Deutschlands (KJD), und der KPD
1920 - 1922 2. Vorsitzender der FSJ bzw. der KJD in Berlin-Neukölln bzw. Berlin-Süd
Ende 1922 - Herbst 1923 Vorsitzender der Bezirksleitung Berlin-Brandenburg der KJD
15. - 25. Juli 1924 Teilnahme am IV. Kongress der Kommunistischen Jugendinternationale (KJI) in Moskau
1924 - 1928 Vorsitzender des KJVD
1924 - 1935 Mitglied des Exekutivkomitees der KJI
1925 - 1929 Mitglied des ZK und Politbüros der KPD
Anfang Sept. 1926 Wahl in den Reichsausschuss des Kongresses der Werktätigen
20. Mai 1928 - 16. Juli 1930 Mitglied des Deutschen Reichstages
20. Aug. - 18. Sept. 1928 Teilnahme am V. Kongress der KJI in Moskau
Apr. 1929 Politischer Sekretär des Unterbezirks Neukölln der KPD
4. Feb. 1931 - Feb. 1932 Verhaftung und Haft im Untersuchungsgefängnis Berlin-Moabit
19. Feb. 1932 Hochverratsprozess vor dem Reichsgericht in Leipzig und Verurteilung zu einer Festungsstrafe von einem Jahr und 6 Monaten
Feb. - Dez. 1932 Haft in der Festungshaftanstalt Groß Strehlitz
Jan. - Apr. 1933 illegale Tätigkeit als Instrukteur der KPD in Oberschlesien
1933 - Apr. 1934 illegale Tätigkeit in der Bezirksleitung Berlin-Brandenburg der KPD
Frühjahr 1934 illegale Tätigkeit in Saarbrücken
Sommer 1934 - Dez. 1936 Instrukteur der Abschnittsleitung Nordwest des ZK der KPD in Amsterdam
Nov. 1937 Verhaftung in der Schweiz und Ausweisung
1938 - 1941 Tätigkeit in der Abschnittsleitung Nord des ZK der KPD in Kopenhagen
16. Dez. 1941 Verhaftung durch die dänische Polizei und Auslieferung an die Gestapo, Inhaftierung in den Haftanstalten Hamburg-Fuhlsbüttel und Berlin-Moabit
25. Nov. 1942 Vom Volksgerichtshof in Berlin zum Tode verurteilt
20. Jan. 1943 Hinrichtung in Berlin-Plötzensee
Quellen:
Biographisches Lexikon zur Geschichte der Deutschen Arbeiterbewegung. Berlin 1970
Hermann Weber/Andreas Herbst: Deutsche Kommunisten. Biographisches Handbuch 1918 bis 1945. Berlin 2008
BArch, NY 4226/3
Inhaltliche Charakterisierung: Im Juli 1980 übergab die Ehefrau Käte Blenkle Dokumente aus dem Nachlass Ihres Mannes an das Zentrale Parteiarchiv der SED. Weitere Dokumente erhielt das Zentrale Parteiarchiv der SED von Rudolf Thunig, Veteranenkommission des ZK der SED, im Februar 1981. Eine Bestandsergänzung mit 2 Originalbriefen und einem handschriftlichen Manuskript von Conrad Blenkle erfolgte durch eine Übergabe des Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der DDR im Juni 2012.
Der Nachlass enthält wenige Originaldokumente von Conrad Blenkle, Ausarbeitungen über den Nachlasser und Materialien über die Traditionspflege durch Käte Blenkle. Besonders erwähnenswert sind die Abschiedsbriefe an seine Frau und seine Tochter vom 20. Januar 1943.
Die Benutzung des Nachlasses unterliegt keinen anderen Beschränkungen als der Beachtung von Persönlichkeitsschutzrechten Betroffener und schutzwürdigen Belangen Dritter.
Bei Veröffentlichungen ist wie folgt zu zitieren: Stiftung Archiv der Parteien und Massenorganisationen der DDR im Bundesarchiv, NY 4226/ 1, Kurzform: BArch, NY 4226/ 1 (Beispiel für die Zitierung der Akte mit der Nr. 1).
Holger Franke
Umfang, Erläuterung: 6 AE
Zitierweise: BArch NY 4226/...
Blenkle, Conrad, 1901-1943
6 Aufbewahrungseinheiten; 0,0 laufende Meter
Archivbestand
deutsch
Verwandtes Archivgut im Bundesarchiv: RY 1 - KPD, DY 55 - Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes, hier in DY 55/V 278/6/129
TonY1 - Tondokumentensammlung der SED, hier in TonY 1/1645.
TonY1 - Tondokumentensammlung der SED, hier in TonY 1/1645.
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
24.04.2026, 10:58 AM CEST