Ritter Erwin Krieg von Vetzberg bekundet seine Aussöhnung mit Junker Reinhard, Grafen zu Nassau, die sie beide in die Hand des Junkers Johann, Burggrafen zu Solms, gelobt haben, mit der Bestimmung, daß die Feindseligkeiten die nächsten zwei Jahre ruhen sollten und nachher von ihm, dem Aussteller, erst nach Abzahlung von 100 Gulden, über die eine Hauptverschreibung besteht, eröffnet werden dürften, weiter, daß Graf Reinhard die von Eisemroth nicht mehr bedrängen darf, ferner falls er Feind des Grafen Heinrich von Nassau-Beilstein würde und sich an dem Westerwald schadlos halten wollte, so sollte er doch die besonderen Eigenleute, die zum Schlosse Liebenscheid gehören, verschonen oder Ersatz leisten.
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Ritter Erwin Krieg von Vetzberg bekundet seine Aussöhnung mit Junker Reinhard, Grafen zu Nassau, die sie beide in die Hand des Junkers Johann, Burggrafen zu Solms, gelobt haben, mit der Bestimmung, daß die Feindseligkeiten die nächsten zwei Jahre ruhen sollten und nachher von ihm, dem Aussteller, erst nach Abzahlung von 100 Gulden, über die eine Hauptverschreibung besteht, eröffnet werden dürften, weiter, daß Graf Reinhard die von Eisemroth nicht mehr bedrängen darf, ferner falls er Feind des Grafen Heinrich von Nassau-Beilstein würde und sich an dem Westerwald schadlos halten wollte, so sollte er doch die besonderen Eigenleute, die zum Schlosse Liebenscheid gehören, verschonen oder Ersatz leisten.
170 I, U 860
170 I Nassau-Oranien: Urkunden
Nassau-Oranien: Urkunden >> 14. Jahrhundert >> 1376-1399 >> 1398
1398 November 11
Ausfertigung, Pergament, Siegel 1 und 4. erhalten, 2 und 3. zerbrochen
Urkunde
Vermerke (Urkunde): Siegler: 1. Graf Reinhard von Nassau, 2. der Aussteller, 3. Graf Johann von Solms, 4. Eberhard von Bicken.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
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17.06.2025, 14:10 MESZ