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Herman [III.] Riedesel der Ältere, Erbmarschall zu Hessen, hat früher von Herman Schürman (Schuerman), Bürger zu Fritzlar (Fryßlar), 100 Gulden en...
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Urkunden der Familie Riedesel v. Eisenbach >> 1451 - 1500
1494 Oktober 16
Ausfertigung, Pergament (19,1 x 29,0 cm) mit anhängendem Siegel (gut erhalten) Die Urkunde ist durch mehrere Schnitte im Pergament entwertet worden.
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: am dornstag sant Gallen tag
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Herman [III.] Riedesel der Ältere, Erbmarschall zu Hessen, hat früher von Herman Schürman (Schuerman), Bürger zu Fritzlar (Fryßlar), 100 Gulden entlehnt und ihm dafür 7 Gulden auf die Männer von Maar (Maera) verschrieben. Dies Zinsen sind eine Zeit lang hinterständig geblieben. Nun hat sein lieber Schwager Hanß von Dörnberg (Doringinbergk, Hofmeister, auf seine Bitte dem Schürmann die 100 Gulden wiedergegeben, worauf dieser auf die rückständigen Zinsen verzichtet hat. Er verspricht nun Hans, den an ihn verpfändeten Teil an Lauterbach (Lutternbach) nicht zu lösen, bevor diese 100 Gulden bezahlt sind.
Vermerke (Urkunde): Rückvermerk: Eingelöste Riedesel(ische) Obligation über 100 fl. de Anno 1494
Vermerke (Urkunde): Siegler: Aussteller Siegelankündigung: "hann ich obgemelter Herman myne eigen Ingesiegel vor mich und myne erben unden an diessen brieff gehangen"
Vermerke (Urkunde): Druckangaben: Regest: Becker, Urkundenbuch, Nr. 1529
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.