[S 1] 08 Nachlass Wilhelm Hahne (Bestand)
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08 NL 02
Stadtarchiv Lemgo (Archivtektonik) >> Nachlässe (natürliche Personen)
Verwaltungsgeschichte/biographische Angaben: Zu den Inhalten des Bestandes - siehe linke Seite.
Vorwort: Wilhelm Gustav Ernst Hahne wurde am 30.10.1900 in Lemgo geboren. Sein Vater, ein lippischer Ziegler, starb, als er noch keine drei Jahre alt war. die Mutter arbeitete als Tagelöhnerin, um ihre vier Kinder zu ernähren. Nach der Rückkehr aus dem Kriegsdienst, begann Hahne eine Ausbildung zum Tischler. Diese schloss er am 19. März 1925 ab, erlangte den Gesellenbrief als Tischler und übte in der Folge seinen Beruf in der Polstermöbelfabrik Firma Adolf Wrenger aus.
Seiner Ehe mit Wilhelmine Koch, die am 14. September 1934 geschlossen wurde, entstammen 3 Kinder.
Von 1960 bis 1969 gehörte Wilhelm Hahne dem Rat der Alten Hansestadt Lemgo an. Er war bereits seit 1921 Mitglied der SPD, die ihn bis ins hohe Alter mit verschiedenen Ehrungen für seine verdienstvolle Mitgliedschaft auszeichnete.
1963 gründete der Rektor i.R. Wilhelm Süvern im Verein Alt Lemgo eine Wandergruppe. Als Wanderführer wurde Willi Hahne gewählt, der dieses Amt bis 1968 ausübte. Wilhelm Hahne starb am 10. Dezember 1995 in Lemgo.
In der privaten Korrespondenz Wilhelm Hahnes sind Briefe und Ansichtskarten eines ehemaligen französischen Kriegsgefangenen erhalten, der während des 2. Weltkriegs bei der Firma Wrenger Zwangsarbeit geleistet hatte. Wie Hahne selbst bei einem Besuch im Archiv im Jahre 1991 berichtete, pflegten beide eine in dieser Zeit entstandene Freundschaft lange über die Kriegszeit hinaus, was auch Besuche des französischen Freundes in Lemgo einschloss.
Inhalt
Der Nachlass umfasst 30 Verzeichnungseinheiten in 3 Archivkartons aus einem Zeitraum von 1908 bis 1989, wobei kein zeitlicher Schwerpunkt auszumachen ist. 1995 wurde er von den Erben Wilhelm Hahnes als in sich geschlossene Einheit ans Archiv abgegeben und unter der Nummer 1995/069 im Zugangsbuch vermerkt.
Den inhaltlichen Schwerpunkt des Nachlasses bilden private Hinterlassenschaften, wie Briefe und Postkarten, Militärdokumente aus dem 1. und 2. Weltkrieg, Ehrungen und Auszeichnungen, Zeitungsausschnitte und Dinge des persönlichen Gebrauchs, wie Bibeln und Gesangbücher.
Es fand eine Verzeichnung des Bestands auf Karteikarten statt, die später in Microsoft - Word übertragen und ausgedruckt wurde. Diese Findmittel bildeten die Grundlage für die Neuverzeichnung in AUGIAS.8. Die Titel der Verzeichnungseinheiten und die lfd. Nummern wurden weitestgehend übernommen.
Besondere Erwähnung gilt einem Gruppenfoto von Teilnehmern einer Waldbegehung im Jahre 1968. Neben Wilhelm Hahne und anderen Ratsmitgliedern zeigt das Foto für die Stadt Lemgo bedeutsame und hier bekannte Persönlichkeiten, darunter August Flohr (* 1906, † 1982, Bürgermeister von 1956 bis 1959), Heinrich H. Moeller (Stadtdirektor von 1956 bis 1974), Wilhelm Wippermann (stellvertr. Bürgermeister) sowie Dr. Hans Hoppe (* 1902, † 2001, Lehrer und Archivar). Unterhalb des Bildes sind die Namen der abgebildeten Personen in der Reihenfolge ihrer Aufstellung angegeben.
Lagerung
Einige im Bestand angeführte Fotos und Urkunden liegen im Überformat oder gerahmt vor. Sie sind als Teil des ehemaligen M-Bestandes für Übergrößen auf dem Dachboden Süsterhaus im grünen Planschrank bzw. in der Dunkelkammer gelagert.
Literatur:
Marianne Bonney: Das Senioren-Porträt, in: Lemgoer Hefte, 1980/ 9, S. 2.
und 'Tweesbraken' oder ‚Original' - Erinnerungen an Wilhelm Hahne, in: Lemgoer Hefte, 1996/1, S. 26-27.
Beide Artikel enthalten ein Foto von Wilhelm Hahne.
Sabine Lehr Lemgo, Oktober 2007
Vorwort: Wilhelm Gustav Ernst Hahne wurde am 30.10.1900 in Lemgo geboren. Sein Vater, ein lippischer Ziegler, starb, als er noch keine drei Jahre alt war. die Mutter arbeitete als Tagelöhnerin, um ihre vier Kinder zu ernähren. Nach der Rückkehr aus dem Kriegsdienst, begann Hahne eine Ausbildung zum Tischler. Diese schloss er am 19. März 1925 ab, erlangte den Gesellenbrief als Tischler und übte in der Folge seinen Beruf in der Polstermöbelfabrik Firma Adolf Wrenger aus.
Seiner Ehe mit Wilhelmine Koch, die am 14. September 1934 geschlossen wurde, entstammen 3 Kinder.
Von 1960 bis 1969 gehörte Wilhelm Hahne dem Rat der Alten Hansestadt Lemgo an. Er war bereits seit 1921 Mitglied der SPD, die ihn bis ins hohe Alter mit verschiedenen Ehrungen für seine verdienstvolle Mitgliedschaft auszeichnete.
1963 gründete der Rektor i.R. Wilhelm Süvern im Verein Alt Lemgo eine Wandergruppe. Als Wanderführer wurde Willi Hahne gewählt, der dieses Amt bis 1968 ausübte. Wilhelm Hahne starb am 10. Dezember 1995 in Lemgo.
In der privaten Korrespondenz Wilhelm Hahnes sind Briefe und Ansichtskarten eines ehemaligen französischen Kriegsgefangenen erhalten, der während des 2. Weltkriegs bei der Firma Wrenger Zwangsarbeit geleistet hatte. Wie Hahne selbst bei einem Besuch im Archiv im Jahre 1991 berichtete, pflegten beide eine in dieser Zeit entstandene Freundschaft lange über die Kriegszeit hinaus, was auch Besuche des französischen Freundes in Lemgo einschloss.
Inhalt
Der Nachlass umfasst 30 Verzeichnungseinheiten in 3 Archivkartons aus einem Zeitraum von 1908 bis 1989, wobei kein zeitlicher Schwerpunkt auszumachen ist. 1995 wurde er von den Erben Wilhelm Hahnes als in sich geschlossene Einheit ans Archiv abgegeben und unter der Nummer 1995/069 im Zugangsbuch vermerkt.
Den inhaltlichen Schwerpunkt des Nachlasses bilden private Hinterlassenschaften, wie Briefe und Postkarten, Militärdokumente aus dem 1. und 2. Weltkrieg, Ehrungen und Auszeichnungen, Zeitungsausschnitte und Dinge des persönlichen Gebrauchs, wie Bibeln und Gesangbücher.
Es fand eine Verzeichnung des Bestands auf Karteikarten statt, die später in Microsoft - Word übertragen und ausgedruckt wurde. Diese Findmittel bildeten die Grundlage für die Neuverzeichnung in AUGIAS.8. Die Titel der Verzeichnungseinheiten und die lfd. Nummern wurden weitestgehend übernommen.
Besondere Erwähnung gilt einem Gruppenfoto von Teilnehmern einer Waldbegehung im Jahre 1968. Neben Wilhelm Hahne und anderen Ratsmitgliedern zeigt das Foto für die Stadt Lemgo bedeutsame und hier bekannte Persönlichkeiten, darunter August Flohr (* 1906, † 1982, Bürgermeister von 1956 bis 1959), Heinrich H. Moeller (Stadtdirektor von 1956 bis 1974), Wilhelm Wippermann (stellvertr. Bürgermeister) sowie Dr. Hans Hoppe (* 1902, † 2001, Lehrer und Archivar). Unterhalb des Bildes sind die Namen der abgebildeten Personen in der Reihenfolge ihrer Aufstellung angegeben.
Lagerung
Einige im Bestand angeführte Fotos und Urkunden liegen im Überformat oder gerahmt vor. Sie sind als Teil des ehemaligen M-Bestandes für Übergrößen auf dem Dachboden Süsterhaus im grünen Planschrank bzw. in der Dunkelkammer gelagert.
Literatur:
Marianne Bonney: Das Senioren-Porträt, in: Lemgoer Hefte, 1980/ 9, S. 2.
und 'Tweesbraken' oder ‚Original' - Erinnerungen an Wilhelm Hahne, in: Lemgoer Hefte, 1996/1, S. 26-27.
Beide Artikel enthalten ein Foto von Wilhelm Hahne.
Sabine Lehr Lemgo, Oktober 2007
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.11.2025, 13:59 MEZ