Familienarchiv von Müllenheim-Rechberg (Bestand)
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Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 69 von Müllenheim-Rechberg
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe (Archivtektonik) >> Nichtstaatliches Archivgut >> Familien- und Herrschaftsarchive >> Adel >> von Müllenheim-Rechberg
Überlieferungsgeschichte
Die Familie von Müllenheim-Rechberg gehört zum weit verzweigten Geschlecht der von Müllenheim, das seit dem 14. Jahrhundert eine führende Stellung unter den Patrizierfamilien Straßburgs einnahm. Der Ahnherr der allein heute noch existierenden freiherrlichen Linie von Müllenheim-Rechberg, Heinrich von Müllenheim, ließ die Straßburger Kirche St. Wilhelm bauen sowie das Bethaus Allerheiligen als Begräbnisstätte seines Geschlechts. Den Beinamen Rechberg entlehnten seine Nachfahren der Gemahlin seines Sohnes Burkhard, Elisabetha von Rechberg oder Reichenberg aus dem nach der Burg Reichenberg bei Bergheim (Dep. Haut-Rhin) benannten Grafengeschlecht. Die Familie hatte umfangreiche Besitzungen im Unterelsass, gehörte zur Reichsritterschaft des Unterelsass und der Ortenau. Zahlreiche Mitglieder hatten führende Positionen in politischen und militärischen Diensten oder waren geistliche Würdenträger.
Den Bestand schenkte dem Generallandesarchiv in den 80er Jahren in mehreren Einlieferungen Burkhard Freiherr von Müllenheim-Rechberg. Dieser diente im 2. Weltkrieg als Korvettenkapitän auf dem Schlachtschiff Bismarck und gehörte nach deren Untergang zu den wenigen Überlebenden. Nach einer juristischen Ausbildung wirkte er von 1952 bis 1975 im Dienst des Auswärtigen Amtes zunächst als Gesandter, später als Konsul, Generalkonsul und Botschafter u.a. in Island, Ontario (Kanada), Westindien, Zaire und Tansania.
Inhalt und Bewertung
Familienarchiv: handschriftliche Aufzeichnungen und gedruckte Bände zur Geschichte der Familie, der Stadt Straßburg und ihrer Umgebung, Personalia einzelner Mitglieder der Familie, Personalia und Korrespondenz Burkhards von Müllenheim-Rechberg
Schlachtschiff Bismarck: Korrespondenz, Materialsammlungen, Typoskripte zur Veröffentlichung Burkhards von Müllenheim-Rechberg, "Schlachtschiff Bismarck 1940/1941- der Bericht eines Überlebenden", mehrere Exemplare aller Auflagen und Übersetzungen in andere Sprachen.- Literatur zur Geschichte der Marine
Die Familie von Müllenheim-Rechberg gehört zum weit verzweigten Geschlecht der von Müllenheim, das seit dem 14. Jahrhundert eine führende Stellung unter den Patrizierfamilien Straßburgs einnahm. Der Ahnherr der allein heute noch existierenden freiherrlichen Linie von Müllenheim-Rechberg, Heinrich von Müllenheim, ließ die Straßburger Kirche St. Wilhelm bauen sowie das Bethaus Allerheiligen als Begräbnisstätte seines Geschlechts. Den Beinamen Rechberg entlehnten seine Nachfahren der Gemahlin seines Sohnes Burkhard, Elisabetha von Rechberg oder Reichenberg aus dem nach der Burg Reichenberg bei Bergheim (Dep. Haut-Rhin) benannten Grafengeschlecht. Die Familie hatte umfangreiche Besitzungen im Unterelsass, gehörte zur Reichsritterschaft des Unterelsass und der Ortenau. Zahlreiche Mitglieder hatten führende Positionen in politischen und militärischen Diensten oder waren geistliche Würdenträger.
Den Bestand schenkte dem Generallandesarchiv in den 80er Jahren in mehreren Einlieferungen Burkhard Freiherr von Müllenheim-Rechberg. Dieser diente im 2. Weltkrieg als Korvettenkapitän auf dem Schlachtschiff Bismarck und gehörte nach deren Untergang zu den wenigen Überlebenden. Nach einer juristischen Ausbildung wirkte er von 1952 bis 1975 im Dienst des Auswärtigen Amtes zunächst als Gesandter, später als Konsul, Generalkonsul und Botschafter u.a. in Island, Ontario (Kanada), Westindien, Zaire und Tansania.
Inhalt und Bewertung
Familienarchiv: handschriftliche Aufzeichnungen und gedruckte Bände zur Geschichte der Familie, der Stadt Straßburg und ihrer Umgebung, Personalia einzelner Mitglieder der Familie, Personalia und Korrespondenz Burkhards von Müllenheim-Rechberg
Schlachtschiff Bismarck: Korrespondenz, Materialsammlungen, Typoskripte zur Veröffentlichung Burkhards von Müllenheim-Rechberg, "Schlachtschiff Bismarck 1940/1941- der Bericht eines Überlebenden", mehrere Exemplare aller Auflagen und Übersetzungen in andere Sprachen.- Literatur zur Geschichte der Marine
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
03.04.2025, 11:03 MESZ