Höhere Schulen: Wiesbaden, Gymnasium (Diltheyschule) (Bestand)
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429/1
Hessisches Hauptstaatsarchiv (Archivtektonik) >> Gliederung >> Preußen >> Fachverwaltungen und fachliche Einrichtungen >> Bildung und Kultur >> Höhere Schulen
Enthält: Akten ab 1845
Bestandsgeschichte: Zungänge 1981, 1987 und 1991 ff..
Der gesamte ältere Aktenbestand, der die Zeit von 1789 bis 1908 dokumentiert, wird seit seiner Auslagerung im 2. Weltkrieg vermisst. Die Akten betrafen die alte Lateinschule in Wiesbaden, die Friedrichsschule (1806-1817), die Höhere Töchterschule, das Herzogliche und das Königliche Gymnasium. Diese verlorenen Akten waren 1918 durch den späteren Archivdirektor Dr. Max Domarus verzeichnet worden. Bei der Verzeichnung der Neuzugänge wurde die ältere Verzeichnung der verlorenen Akten mit eingegliedert, da die ausführlichen Aktentitel eine Vielzahl von Hinweisen auf Lehrer, Schüler und Organisationsstrukturen des Gymnasiums in nassauischer Zeit liefern.
Geschichte des Bestandsbildners: Die Ursprünge des höheren Schulwesens in Wiesbaden führen auf die 1543 gegründete Lateinschule zurück, die 1806 um eine Töchterklasse erweitert wurde und den Namen Friedrichsschule erhielt. Im Rahmen des Nassauischen Schuledikts vom 24. März 1817 wurde sie aufgelöst und in das Pädagogium überführt, das als Vorbereitungsanstalt für das Landesgymnasium in Weilburg diente. 1844 wurde das Pädagogium, das seit 1831 am Luisenplatz untergebracht war, durch Ergänzung eines gymnasialen Zweiges zum Herzoglichen Gymnasium ausgebaut. 1866 erfolgte die Umbenennung in Königliches bzw. 1918 in Staatliches Gymnasium. 1931 wurde es mit dem Realgymnasium (Abt. 429/5) organisatorisch und 1933 auch räumlich in der Gutenbergschule am Gutenbergplatz zusammengefasst. Seit 1946 trägt das altsprachliche Staatliche Gymnasium den Namen Diltheyschule. Der Philosoph und Philologe Wilhelm Dilthey hatte 1852 auf dem 'Herzoglichen Gymnasium' seine Reifeprüfung abgelegt. 1955 wurden die beiden Gymnasien wieder getrennt. Die Diltheyschule bezog zunächst ein Gebäude in der Alexandrastraße. 1962 - bei gleichzeitiger Angliederung eines neusprachlichen und eines naturwissenschaftlichen Zweiges - wechselte sie in einen Neubau am Mosbacher Berg. Unter Beibehaltung des Namens Diltheyschule wurde der altsprachliche Zweig 1969 schließlich in neuen Gebäuden in der Georg-August-Straße untergebracht.
Siehe auch Serientitel.
Findmittel: Findbuch von M. Domarus 1918 (masch.) eingearbeitet
Findmittel: Findbuch von C. Schülzky und B. Post, 1992 (DV-Ausdruck)
Findmittel: Online-Datenbank (Arcinsys)
Bestandsgeschichte: Zungänge 1981, 1987 und 1991 ff..
Der gesamte ältere Aktenbestand, der die Zeit von 1789 bis 1908 dokumentiert, wird seit seiner Auslagerung im 2. Weltkrieg vermisst. Die Akten betrafen die alte Lateinschule in Wiesbaden, die Friedrichsschule (1806-1817), die Höhere Töchterschule, das Herzogliche und das Königliche Gymnasium. Diese verlorenen Akten waren 1918 durch den späteren Archivdirektor Dr. Max Domarus verzeichnet worden. Bei der Verzeichnung der Neuzugänge wurde die ältere Verzeichnung der verlorenen Akten mit eingegliedert, da die ausführlichen Aktentitel eine Vielzahl von Hinweisen auf Lehrer, Schüler und Organisationsstrukturen des Gymnasiums in nassauischer Zeit liefern.
Geschichte des Bestandsbildners: Die Ursprünge des höheren Schulwesens in Wiesbaden führen auf die 1543 gegründete Lateinschule zurück, die 1806 um eine Töchterklasse erweitert wurde und den Namen Friedrichsschule erhielt. Im Rahmen des Nassauischen Schuledikts vom 24. März 1817 wurde sie aufgelöst und in das Pädagogium überführt, das als Vorbereitungsanstalt für das Landesgymnasium in Weilburg diente. 1844 wurde das Pädagogium, das seit 1831 am Luisenplatz untergebracht war, durch Ergänzung eines gymnasialen Zweiges zum Herzoglichen Gymnasium ausgebaut. 1866 erfolgte die Umbenennung in Königliches bzw. 1918 in Staatliches Gymnasium. 1931 wurde es mit dem Realgymnasium (Abt. 429/5) organisatorisch und 1933 auch räumlich in der Gutenbergschule am Gutenbergplatz zusammengefasst. Seit 1946 trägt das altsprachliche Staatliche Gymnasium den Namen Diltheyschule. Der Philosoph und Philologe Wilhelm Dilthey hatte 1852 auf dem 'Herzoglichen Gymnasium' seine Reifeprüfung abgelegt. 1955 wurden die beiden Gymnasien wieder getrennt. Die Diltheyschule bezog zunächst ein Gebäude in der Alexandrastraße. 1962 - bei gleichzeitiger Angliederung eines neusprachlichen und eines naturwissenschaftlichen Zweiges - wechselte sie in einen Neubau am Mosbacher Berg. Unter Beibehaltung des Namens Diltheyschule wurde der altsprachliche Zweig 1969 schließlich in neuen Gebäuden in der Georg-August-Straße untergebracht.
Siehe auch Serientitel.
Findmittel: Findbuch von M. Domarus 1918 (masch.) eingearbeitet
Findmittel: Findbuch von C. Schülzky und B. Post, 1992 (DV-Ausdruck)
Findmittel: Online-Datenbank (Arcinsys)
47 m
Bestand
Literatur: Jahrbücher 1932/33-1938/39, 1949/50-1955/56 (Bibl. X 971 b)
Literatur: 150 Jahre Diltheyschule, Wiesbaden 1994.
Literatur: Kgl. Gymn. zu Wiesbaden. Festschrift zur Gedenkfeier des 50jährigen Bestehens, Wiesbaden 1894
Literatur: 100 Jahre Staatl. Gymn. u. Realgymn. Wiesbaden, Wiesbaden [1951]
Literatur: Programme 1819, 1840/41-1928/29
Literatur: 140 Jahre Diltheyschule. Festschrift, Wiesbaden [1984]
Literatur: 150 Jahre Diltheyschule, Wiesbaden 1994.
Literatur: Kgl. Gymn. zu Wiesbaden. Festschrift zur Gedenkfeier des 50jährigen Bestehens, Wiesbaden 1894
Literatur: 100 Jahre Staatl. Gymn. u. Realgymn. Wiesbaden, Wiesbaden [1951]
Literatur: Programme 1819, 1840/41-1928/29
Literatur: 140 Jahre Diltheyschule. Festschrift, Wiesbaden [1984]
Dillenburg
Wiesbaden
Idstein
Hadamar
Weilburg
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen der Staatsarchive in Hessen.
17.06.2025, 12:53 MESZ