Erzbischof Adolf von Mainz bekundet, daß er allen seinen Judenbürgern mit Kindern und Gesinde sein Geleit auf- und abgesagt habe, mit der Maßgabe,...
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70 K7
Bestellsignatur: HStAD, Best. C 1 A, Nr. 70
C 1 A Handschriften (Urkundensammlungen und Kopiare, Kanzleibücher, historiographische, personengeschichtliche und heraldische Quellen): Urkundensammlungen und Kopiare
Handschriften (Urkundensammlungen und Kopiare, Kanzleibücher, historiographische, personengeschichtliche und heraldische Quellen): Urkundensammlungen und Kopiare >> Judaica
Mainz 1470 August 12
Papier, Abschrift (18. Jh.)
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Sonntag nach Laurentientag
Identifikation (Urkunde): Fundstelle (Blatt / Seite): Nr. 70, p. 132v-133
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Erzbischof Adolf von Mainz bekundet, daß er allen seinen Judenbürgern mit Kindern und Gesinde sein Geleit auf- und abgesagt habe, mit der Maßgabe, daß sie bis zum 29. September (Michaelstag) seine Städte, Dörfer, Schlösser, Weiler, Lande und Gebiete verlassen sollen. Doch habe er dem Mosche von Neuß, dem Mosche von Nürnberg, dem Unielmann, dem Salman, Sigmüle, Joseph, Dietzchen und Joseph zu Lorch, Sarah und Süßkind, ihren Eidam, zu Oestrich, Vivis und dessen Sohn Gottschalk sowie Saul zu Eltville, Kotzer zu Walldorf sowie Lew und dessen Sohn zu (Gau-)Algesheim erlaubt, auf ein Jahr im Rheingau wohnen zu bleiben; sie sollen freies Geleit mit der Maßgabe haben, daß sie in dieser Zeit auf Gesuch weder ausleihen noch Handel treiben sollen. Ihre Toten sollen diese Juden auf dem Judensand bei Mainz begraben lassen. Zugleich sollen sie von der Zinsleistung an den Landschreiber im Rheingau befreit sein.
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Mainz, Stadt
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Mainz, Erzstift:Erzbischöfe:Adolf II. v. Nassau
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Mainz, Erzstift:Juden
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Neuß:Mosche, Jude
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Mosche, Jude von Neuß, zu Bingen
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Rheingau:Juden
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Nürnberg:Juden:Mosche
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Lorch:Juden:Unielmann
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Unielmann, Jude zu Lorch
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Lorch:Juden:Salman
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Salman, Jude zu Lorch
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Lorch:Juden:Sigmüle
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Sigmüle, Jude zu Lorch
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Lorch:Juden:Joseph
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Joseph, Jude zu Lorch
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Oestrich:Juden:Sarah
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Sarah, Jüdin zu Oestrich
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Oestrich:Juden:Süßkind
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Süßkind, Onkel der Sarah, Jude zu Oestrich
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Eltville:Juden:Vivis
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Vivis, Jude zu Eltville
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Gottschalk, Sohn des Vivis, Jude zu Eltville
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Eltville:Juden:Gottschalk
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Eltville:Juden:Saul
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Saul, Jude zu Eltville
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Kotzer, Jude zu Walldorf
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Gau-Algesheim:Juden:Lew
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Lew, Jude zu Gau-Algesheim
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Rheingau:Landschreiber
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Walldorf:Kotzer, Jude
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Bingen:Juden:Mosche von Neuß
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Mosche, Jude von Nürnberg, zu Bingen
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Bingen:Juden:Mosche von Nürnberg
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Schutzaufsage
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Geleitschutz
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Judenaufnahme
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Judengesuch
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Judensand
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Begräbnisplatz
Identifikation (Urkunde): Fundstelle (Blatt / Seite): Nr. 70, p. 132v-133
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Erzbischof Adolf von Mainz bekundet, daß er allen seinen Judenbürgern mit Kindern und Gesinde sein Geleit auf- und abgesagt habe, mit der Maßgabe, daß sie bis zum 29. September (Michaelstag) seine Städte, Dörfer, Schlösser, Weiler, Lande und Gebiete verlassen sollen. Doch habe er dem Mosche von Neuß, dem Mosche von Nürnberg, dem Unielmann, dem Salman, Sigmüle, Joseph, Dietzchen und Joseph zu Lorch, Sarah und Süßkind, ihren Eidam, zu Oestrich, Vivis und dessen Sohn Gottschalk sowie Saul zu Eltville, Kotzer zu Walldorf sowie Lew und dessen Sohn zu (Gau-)Algesheim erlaubt, auf ein Jahr im Rheingau wohnen zu bleiben; sie sollen freies Geleit mit der Maßgabe haben, daß sie in dieser Zeit auf Gesuch weder ausleihen noch Handel treiben sollen. Ihre Toten sollen diese Juden auf dem Judensand bei Mainz begraben lassen. Zugleich sollen sie von der Zinsleistung an den Landschreiber im Rheingau befreit sein.
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Mainz, Stadt
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Mainz, Erzstift:Erzbischöfe:Adolf II. v. Nassau
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Mainz, Erzstift:Juden
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Neuß:Mosche, Jude
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Mosche, Jude von Neuß, zu Bingen
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Rheingau:Juden
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Nürnberg:Juden:Mosche
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Lorch:Juden:Unielmann
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Unielmann, Jude zu Lorch
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Lorch:Juden:Salman
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Salman, Jude zu Lorch
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Lorch:Juden:Sigmüle
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Sigmüle, Jude zu Lorch
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Lorch:Juden:Joseph
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Joseph, Jude zu Lorch
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Oestrich:Juden:Sarah
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Sarah, Jüdin zu Oestrich
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Oestrich:Juden:Süßkind
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Süßkind, Onkel der Sarah, Jude zu Oestrich
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Eltville:Juden:Vivis
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Vivis, Jude zu Eltville
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Gottschalk, Sohn des Vivis, Jude zu Eltville
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Eltville:Juden:Gottschalk
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Eltville:Juden:Saul
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Saul, Jude zu Eltville
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Kotzer, Jude zu Walldorf
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Gau-Algesheim:Juden:Lew
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Lew, Jude zu Gau-Algesheim
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Rheingau:Landschreiber
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Walldorf:Kotzer, Jude
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Bingen:Juden:Mosche von Neuß
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Mosche, Jude von Nürnberg, zu Bingen
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Bingen:Juden:Mosche von Nürnberg
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Schutzaufsage
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Geleitschutz
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Judenaufnahme
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Judengesuch
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Judensand
Vermerke (Urkunde): Deskriptoren: Begräbnisplatz
Judaica
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
01.07.2025, 13:39 MESZ
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