Mainz, 1624.10.28. (Richter Hettisch). Die B. Hans Hettinger, Anton Dahten, Bernhard Müller, Melchior Fux, Hans Strunk, Bernhard Fiescher, Stephan Kayßer bekunden, unter Vorlage eines von Herrn Jakob Pistorius, Vikar von St. Peter und derzeit Verwalter der Pfarrei St. Quintin, geschriebenen Zettels, daß am 22.10.1624 vor ihnen Elisabeth, Frau Herrn Johann Drabergers, in ihrem Haus auf dem Heumarkt, krank und bettlägerig, ihr Testament gemacht habe: Sie vermacht: St. Quintin 100 fl. (halb dem Bau, halb der Präsenz) zu einem Anniversar um das Fest der hl. Elisabeth (jedem der drei Zelebranten 3 Albus, den übrigen dienenden Personen 2 fl. zur Präsenz); den Jesuiten zu ihrem Kirchenbau 200 fl.; dem St. Barbara-Spital 100 fl.; den Kapuzinern 50 fl.; den Observanten o.s.Fr. 50 fl.; der Barbara Streyt, Professe bei den Weißen Frauen, 50 fl.; ihrem jetzigen Ehemann Herrn Johann Draberger, B., 500 fl. (laut Ehepakt, vom Notar Wilhelm Reinhardt beschrieben), eine Stube und einen Keller bei St. Barbara nach seinem Belieben, sowie genannte Gegenstände; seiner Tochter Anna, Ww. des Dr. Vinzenz Lierus, 100 fl. und genannte Kleidung; ihrem Weingartsmann 50 fl.; ihren drei Schwestern 500 fl.; den fünf Kindern ihrer Schwester aus der Ehe mit Kraft Hoffman 300 fl.; Hausarmen bei ihrem Begräbnis 30 fl. auszuspenden; der Dreifaltigkeitsbruderschaft bei den Augustinern 20 fl.; Hans Georg Streit 50 fl.; Elisabeth Streit, Kürschnerin auf dem Leichhof, 5 fl. und Nachlaß der Schulden; ihrem Patenkind, Hans Georg Streiten Töchterlein, 50 fl.; Heinrich Blumen Töchterlein Elisabeth 50 fl.; Herrn Michael Capp, Goldschmied und Wachtmeister, 100 fl.; Herrn Jakob Pistroius 3 Rtl.; Heinrich Blum u.s.Frau Elisabeth soll das Haus käuflich überlassen werden zum gleichen Preis, wie es ihr + Ehemann erworben hat (2700 fl., davon 2000 fl. geschenkt); jedem Zeugen 1 Rtl.; Haupterben sind ihr Stiefsohn Jost Streit und Heinrich Blum. Z.: Hans Dracht und Bernhard Lutz.

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