Anklageschrift gegen Wilhelm Dachtler, Keller zu [Tübingen], mit dem auf Aussagen des Stammheimer Schultheißen Martin Notacker beruhenden Vorwurf, im Auftrag Dietrich Speths [von Zwiefalten], des "Lanngen Hessen" [Heinrich Treuschs von Buttlar], des "Stouffers" [wohl: Georg Staufers von Bloßenstaufen] und eines weiteren Adeligen, wohl des "Vetzer" [evtl.: Wilhelm Fetzers zu Neidlingen], einen Mordanschlag auf Herzog Ulrich geplant und Verschwörer angeworben zu haben (111)
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Anklageschrift gegen Wilhelm Dachtler, Keller zu [Tübingen], mit dem auf Aussagen des Stammheimer Schultheißen Martin Notacker beruhenden Vorwurf, im Auftrag Dietrich Speths [von Zwiefalten], des "Lanngen Hessen" [Heinrich Treuschs von Buttlar], des "Stouffers" [wohl: Georg Staufers von Bloßenstaufen] und eines weiteren Adeligen, wohl des "Vetzer" [evtl.: Wilhelm Fetzers zu Neidlingen], einen Mordanschlag auf Herzog Ulrich geplant und Verschwörer angeworben zu haben (111)
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 1 Bü 7, 6
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 1 Regierungsakten Herzog Ulrichs
Regierungsakten Herzog Ulrichs >> Unterlagen >> Undatierte Unterlagen aus der Zeit ab 1534
Enthält: Sonstige erwähnte Personen: der Tübinger Henker Meister Paulin; Dachtlers Vetter Wilhelm Gilg, Keller, erst zu Tübingen, dann zu Rottenburg, jetzt gefangen auf Hohenurach; Dachtlers Vetter, Jodok (Jous) Dachtler zu Oberndorf; Melchior von Holzbronn (auch: Hailtzbronn, Hailbronn); der Kuppinger Wirt Gotthard; ein gewisser Hölzlin, der Gevatter Dachtlers; Forstknecht Melchior Aichelin; Zarer, jetzt im Gefängnis; Jakob (Jecklin) Hölzlin, der Sohn des Hölzlin; Pfarrer Leonhard von Gültlingen, jetzt zu Horb.
Bemerkung: "Da in dem Gutachten der württ. Räte für einen künftigen Reichstag (s. A 1_Bü 5 [65]), das etwa um 1541 anzusetzen ist, bereits von der Hinrichtung der hier Angeklagten gesprochen wird, stammen die Stücke von ca. 1534-41; da außerdem die Konstanzer Kirchweih und der Jakobstag bereits mehrere Wochen zurückliegen, der Prozess selbst mehrere Wochen gedauert hat, der Brief der Edelleute aber schon lange vor Jacobi (25.7.) in Händen Dachtlers war, so kann der Mordanschlag nicht mehr in das Jahr 1534, sondern frühestens in das Jahr 1535 fallen. Um 1541 wird von der Sache bereits als etwas Abgeschlossenem gesprochen, also stammen die Anklagen von ca. 1535/40"
Vgl. auch Dokumente Nr. 112-117
Bemerkung: "Da in dem Gutachten der württ. Räte für einen künftigen Reichstag (s. A 1_Bü 5 [65]), das etwa um 1541 anzusetzen ist, bereits von der Hinrichtung der hier Angeklagten gesprochen wird, stammen die Stücke von ca. 1534-41; da außerdem die Konstanzer Kirchweih und der Jakobstag bereits mehrere Wochen zurückliegen, der Prozess selbst mehrere Wochen gedauert hat, der Brief der Edelleute aber schon lange vor Jacobi (25.7.) in Händen Dachtlers war, so kann der Mordanschlag nicht mehr in das Jahr 1534, sondern frühestens in das Jahr 1535 fallen. Um 1541 wird von der Sache bereits als etwas Abgeschlossenem gesprochen, also stammen die Anklagen von ca. 1535/40"
Vgl. auch Dokumente Nr. 112-117
6 Bl.
Dokument
Schaden: Papier Fehlstellen
Aichelin, Melchior; Forstknecht (um ca. 1535-1540)
Dachtler, Jodok; zu Oberndorf (um ca. 1535-1540)
Dachtler, Wilhelm; Keller zu Tübingen (um ca. 1535-1540)
Fetzer zu Neidlingen, Wilhelm; Ehemann von Anastasia Fetzer (ca. 1541-1549)
Gilg, Wilhelm; Keller, erst zu Tübingen, dann zu Rottenburg, Vetter von Wilhelm Dachtler, um ca. 1535-1540 gefangen auf Hohenurach
Gotthard; Wirt zu Kuppingen (um ca. 1535-1540)
Holzbronn, Melchior von; (um ca. 1535-1540)
Hölzlin, Jakob; Sohn des Hölzlin (um ca. 1535-1540)
Hölzlin; Gevatter von Wilhelm Dachtler (um ca. 1535-1540)
Leonhard; Pfarrer zu Gültlingen, jetzt zu Horb (um ca. 1535-1540)
Notacker, Martin; Schultheiß zu Stammheim (um ca. 1535-1540)
Paulin; Meister, Henker zu Tübingen (um ca. 1535-1540)
Speth von Zwiefalten, Dietrich; Kaiserlicher Rat, Rat, - 1536
Zarer, jetzt im Gefängnis; (um ca. 1535-1540)
Undatierte Unterlagen aus der Zeit ab 1534
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:27 MEZ
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