Kleve (Bestand)
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4KG 013
Archiv der Evangelischen Kirche im Rheinland (Archivtektonik) >> 4KG Kirchengemeinden >> 4KG 013 Kleve
Bestandsbeschreibung: Evangelische Kirchengemeinde Kleve In den 1560er Jahren entstand in dem bereits 1242 mit Stadtrecht versehenen Kleve eine reformierte Gemeinde. Diese berief 1609 ihren ersten Pfarrer. Zeitweise durch Pfalz-Neuburg begünstigt, konstituierte sich 1612 auch eine lutherische Gemeinde. Die Übersiedlung der brandenburgischen Regierung von Emmerich nach Kleve 1643 machte es notwendig, zwei weitere reformierte Pfarrstellen einzurichten. Die hugenottischen Flüchtlinge seit 1685 bildeten eine eigene französische Gemeinde, die sich 1803 auflöste. Die Union zwischen Reformierten und Lutheranern erfolgte 1829. Die Überlieferung für das 17.-18. Jahrhundert ist sehr gut. Inhalt u.a.: ref. Gemeinde: Presbyterialprotokolle 1617-1829; Verzeichnis der in die Gemeinde Aufgenommenen 1617-1637; Prediger 1654-1829; Kirchenbau (u. a Kollektenliste 1656); Beziehungen zur französischen Gemeinde; Testamente und Stiftungen; Kirchenbücher 1723-1829 luth. Gemeinde: Kirchenprotokolle 1717-1738; Prediger 1612-1731; Kirchenbau u. -unterhaltung; Garten- und Maulbeerplantage vorm Heysberger Tor 1760-1811; Armenwesen; Kirchenbuch 1766-1831; französische Gemeinde: Kirchenbücher 1696-1798; Korrespondenz 1771-1786 unierte Gemeinde: Unionsurkunde; Pfarrstellen 1829-1900; Presbyterialprotokolle 1829-1933; Kirchenbücher 1829-1862. Literatur: Rosenkranz, S. 315-317; Walther Bösken: Die Prediger der lutherischen Gemeinde zu Cleve 1612-1829, in: MEKGR 1 (1907), S. 33-41; Theodor Wotschke: Der Streit in der lutherischen Gemeinde Cleve in den Jahren 1663ff., in: MEKGR 21 (1927), S. 353-372. Ergänzende Archivbestände: 1OB 008 (Ortsakten Kleve 1846-1971); 1OB 020 (Provinzialkirchenarchiv), A I III b 1,3 (ref. Gemeinde) und A II III b 1-3 (luth. Gemeinde).
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.11.2025, 13:59 MEZ