Nachdem die Grafschaft Wittgenstein im Amt Berleburg und das Kloster Grafschaft im Amt Bilstein aneinander grenzen und diese Grenze seit längerem nicht mehr begangen wurde, wird dieser Grenzzug unter Graf Ludwig zu Sayn-Wittgenstein und Abt Rotger vorgenommen, wobei die mit einem "W" und dem Abtsstabe versehenen Malsteine gesetzt werden: die Grenze beginnt ober der Wiesen am Schöllerberge über dem Sompe, wo man einen Stein setzt; von diesem Stein und den daselbst gezeichneten Buchen und den neu gesetzten Malsteinen nach bis zum alten Malstein bei dem Schlumppen, weiter zum Stein am Wege, von dort auf dem Schlumpen zur linken Hand hinauf an die Hesell bei dem Wege, die Höhe hinauf auf der Minder bis zum Stein am Gruben Buchholz, weiter auf den zwischen der kleinen Mindern und Gelmecke gesetzten Stein, von da bis auf den Stein auf der Gelmecke, alles unter den Hesseln den Weg bis auf den Stein zwischen der hohen Gelmicke und dem hohen Knöll, von da stracks bis an den Stein zwischen der Oestertze und der Gelmicke, dann bis zum Stein zwischen der Mittelste und dem Hömcker Seiffen, weiter bis auf der Middelste Bechter dem Brande am Berleburschen Wald weiter hinan auf die Helle bei dem Berleburger Pfad, über den Pfad den Rücken hinauf oben auf die Höhe bis an das Möhlenstücke, den Steinen nach bis an die Lütmecke, wo das Amt Bilstein anfängt. Was nun linker Hand liegt, gehört mit aller Hoch- und Obrigkeit und der anderen Nutzbarkeit zur Grafschaft Wittgenstein, das zur rechter Hand dem Kloster. Bei der Absteinung der Grenze waren anwesend von Seiten der Grafschaft Wittgenstein: Niclaes von der Ahr, Amtmann zu Berleburg, Johann Awenn, Secretär, Wilhelm Bilgen, Rentmeister, Johann Mundt, Jäger, Heintze Kauffmann, Waldförster, von Seiten des Klosters Prior Melchior Seibein, Kellner Henrich Steinhauff, Hewig Koch, Hans Dumback. Siegelankündigung des Amtmanns Niclaes von der Ahr und des Abts Rotger.

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Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen
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