Eberhard von Hohenfels (Hoen-), Domdekan zu Trier, Philipp von Kriechingen (Crichingen), Richard Greiffenclau von Vollrads, beide Sänger, und Otto von Breidbach (Preitbach), alle Domherren des Stifts zu Trier, bekunden, dass sie dem Stift zu Nutz und Ehre, zur Verteidigung der alten Freiheiten desselben und aus anderen merklichen Ursachen und Beweggründen im Generalkapitel öffentlich widersprochen haben, dass Markgraf Jakob von Baden zum Koadjutor und Nachfolger angenommen werde. Da sie selbst ohne Hilfe und Macht seien, vielmehr aufgrund ihrer Armut und ihres Unvermögens die Rechte und Freiheiten des Stifts nicht verteidigen könnten, haben sie ihr Hilfeersuchen (begerung) aufgerichtet und sich gegenüber Kurfürst Philipp von der Pfalz verbunden, der ihnen zugesagt hat, sie und ihren Anhang nach Recht und Billigkeit zu handhaben und zu verteidigen. Sie wollen dagegen allen Fleiß dahin kehren, helfen und raten, dass dessen Sohn Philipp, Administrator zu Freising, oder ein anderer Sohn des Kurfürsten, den sie dazu am tauglichsten erachten, zum Erzbischof zu Trier erwählt wird, wenn es zur Wahl kommt. Dergleichen erachten sie für das Stift am nützlichsten. Die Austeller versichern an Eides statt, diese Artikel unverbrüchlich zu halten, so sie es mit ihrer Ehre und der Bewilligung des Papstes vermögen.