Hartmann Beyer von Boppard, Burggraf zu Starkenberg, und andere als pfalzgräfliche Vertreter sowie Heinrich Schad (Schaiden), Zentgraf zu [Groß-]Wallstadt, und andere als Vertreter des Mainzer Stifts erstellen einen Chirographen über die Grenze zwischen der Grafschaft [Groß]Ostheim mit Zubehör einerseits und Otzberg sowie Umstadt mit Zubehör andererseits. Bis auf zwei Stellen sind sich beide Seiten über den Grenzverlauf einig, der folgendermaßen umschrieben wird: Vom Berg zwischen Hainstadt und [Wald-]Amorbach beginnend, über das "Hirtzengesesse" nach Dorndiel, über den Berg zum "Schlopfe", zu einem liegenden Stein, nach "Wiesseborn" zwischen Radheim (Rodeheym) und Schaafheimer Mark. Die mit Pfälzer und Mainzer Wappen versehenen Steine sollen bis zu Johannes Baptista [= 24.6.] gesetzt werden, wobei auch die Aufstellungspraxis vermerkt wird.
Vollständigen Titel anzeigen
Hartmann Beyer von Boppard, Burggraf zu Starkenberg, und andere als pfalzgräfliche Vertreter sowie Heinrich Schad (Schaiden), Zentgraf zu [Groß-]Wallstadt, und andere als Vertreter des Mainzer Stifts erstellen einen Chirographen über die Grenze zwischen der Grafschaft [Groß]Ostheim mit Zubehör einerseits und Otzberg sowie Umstadt mit Zubehör andererseits. Bis auf zwei Stellen sind sich beide Seiten über den Grenzverlauf einig, der folgendermaßen umschrieben wird: Vom Berg zwischen Hainstadt und [Wald-]Amorbach beginnend, über das "Hirtzengesesse" nach Dorndiel, über den Berg zum "Schlopfe", zu einem liegenden Stein, nach "Wiesseborn" zwischen Radheim (Rodeheym) und Schaafheimer Mark. Die mit Pfälzer und Mainzer Wappen versehenen Steine sollen bis zu Johannes Baptista [= 24.6.] gesetzt werden, wobei auch die Aufstellungspraxis vermerkt wird.
Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Nr. 1662, 414
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Kopialbücher
Kopialbücher >> Weltliche Territorien und Herrschaften >> Kurpfalz >> Einzelne Pfalzgrafen und Kurfürsten >> Philipp >> Perpetuum I (Kurfürst Philipp von der Pfalz) >> Urkunden
1477 April 30 (uff mittwoch nechst nach jubilate)
fol. 368v-369r
Urkunden
Ausstellungsort: [ohne Ort]
Nicht alle Örtlichkeiten des Grenzverlaufs lassen sich identifizieren. Kustode am Ende von fol. 368v. Kopfregest: "Ad idem auch die Meyntzisch irrung antreffen ein kerffzettel."
Beyer von Boppard, Hartmann; Burggraf zu Starkenburg, Amtmann zu Otzberg, erw. 1466, 1481 tot
Schade von Altheim, Heinrich; Zentgraf zu Großwallstadt, erw. 1477, 1492
Dorndiel : Groß-Umstadt DA
Großostheim AB
Hainstadt : Breuberg ERB
Mainz MZ; Erzstift
Otzberg DA; Burg
Radheim : Schaafheim DA
Schaafheim DA
Umstadt = Groß-Umstadt DA
Wald-Amorbach : Breuberg ERB
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
04.04.2025, 08:02 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe (Archivtektonik)
- Ältere Bestände (vornehmlich aus der Zeit des Alten Reichs) (Tektonik)
- Amtsbücher (Tektonik)
- Kopialbücher (Tektonik)
- Kopialbücher (Bestand)
- Weltliche Territorien und Herrschaften (Gliederung)
- Kurpfalz (Gliederung)
- Einzelne Pfalzgrafen und Kurfürsten (Gliederung)
- Philipp (Gliederung)
- Perpetuum I (Kurfürst Philipp von der Pfalz) (Archivale)
- Urkunden (Teil)
Public Domain Mark 1.0 Universell