Balthasar von Herrliberg, österreichischer Rat, verleiht Barthlome Schuchmacher zu Stockenweiler und seiner Ehefrau Katharina Schlachterin auf Lebenszeit den Hof in Stockenweiler, den früher Hans Schuchmacher innehatte, zu rechtem Leib- und Zinslehen. Die Beliehenen müssen den Hof persönlich bewirtschaften, in gutem Zustand und ungeteilt erhalten. Sie dürfen dort nur eine Feuer- und Herdstatt unterhalten und nichts veräußern. Eichen- oder Tannenholz dürfen sie nur mit Genehmigung des Verleihers einschlagen, doch haben sie Anspruch auf Bau- und Brennholz zum Eigenbedarf. Sie müssen den Hof mit Roß und Vieh besetzen, das ihnen selber gehört, und dürfen Heu, Stroh und Mist nicht daraus entfernen. Der Aussteller erhält einen Ehrschatz von 52 Talern rh in Reichswährung zu 17 Konstanzer Batzen pro Taler. Jährlich zu Martini entrichten die Beliehenen an Gült und Zins 12 fl Geld in Reichswährung. Im Todesfall und bei Verletzung der Leihebedingungen fällt das Gut heim. Es soll dann mit Mist, Heu, Stroh, Samen, "den früchten" und anderem gehalten werden, wie es in der Gegend üblich ist.
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Balthasar von Herrliberg, österreichischer Rat, verleiht Barthlome Schuchmacher zu Stockenweiler und seiner Ehefrau Katharina Schlachterin auf Lebenszeit den Hof in Stockenweiler, den früher Hans Schuchmacher innehatte, zu rechtem Leib- und Zinslehen. Die Beliehenen müssen den Hof persönlich bewirtschaften, in gutem Zustand und ungeteilt erhalten. Sie dürfen dort nur eine Feuer- und Herdstatt unterhalten und nichts veräußern. Eichen- oder Tannenholz dürfen sie nur mit Genehmigung des Verleihers einschlagen, doch haben sie Anspruch auf Bau- und Brennholz zum Eigenbedarf. Sie müssen den Hof mit Roß und Vieh besetzen, das ihnen selber gehört, und dürfen Heu, Stroh und Mist nicht daraus entfernen. Der Aussteller erhält einen Ehrschatz von 52 Talern rh in Reichswährung zu 17 Konstanzer Batzen pro Taler. Jährlich zu Martini entrichten die Beliehenen an Gült und Zins 12 fl Geld in Reichswährung. Im Todesfall und bei Verletzung der Leihebedingungen fällt das Gut heim. Es soll dann mit Mist, Heu, Stroh, Samen, "den früchten" und anderem gehalten werden, wie es in der Gegend üblich ist.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 III U 1878
fasc. 122 n. 04
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 522 III Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden III
Weingarten, Benediktinerkloster: Urkunden III >> Urkunden >> 16. Jahrhundert
1595 Januar 10 (den zechenden Januarii)
27,5 x 49,4 (Höhe x Breite)
Urkunden
Deutsch
Aussteller: Balthasar von Herrliberg, österreichischer Rat
Empfänger: Barthlome Schuchmacher zu Stockenweiler und Ehefrau Katharina Schlachterin
Siegler: Aussteller
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 S., abg.
Empfänger: Barthlome Schuchmacher zu Stockenweiler und Ehefrau Katharina Schlachterin
Siegler: Aussteller
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 S., abg.
Herrliberg, Balthasar von
Schlachter, Katharina
Schuchmacher, Bartholomäus
Schuchmacher, Hans
Schuchmacher, Katharina
Konstanz KN; Währung
Stockenweiler : Hergensweiler LI
Stockenweiler : Hergensweiler LI; Einwohner
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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