Die Priorin Anna Spiser und der Konvent des Dominikanerinnenklosters Obermedlingen [Gde. Medlingen/Lkr. Günzburg] verkaufen der Ulmer Bürgerin und Ehefrau des Heinrich Krafft Anna von Sulmetingen [Ober- oder Untersulmetingen/Lkr. Biberach] als Leibgeding einen jährlichen Zins von 1 Malter Roggen, 1 Malter Gerste und 1 Malter Hafer Giengener Maß von dem Klosterhof in Medlingen, den derzeit Peter Ketzer bewirtschaftet. Von diesem Hof erhält Margarete Fetzer, Nonne im Kloster Obermedlingen, bereits jährlich 2 Malter Fesen als Leibgeding. Die Nonnen verpflichten sich, Adelheid von Sulmetingen das Getreide jedes Jahr am 29. September ("vff sant Michelstag") an einen Ort im Umkreis von 1 Meile um das Kloster zu liefern, den sie frei wählen kann. Dafür hat sie ihnen 18 ungarische und böhmische Gulden bezahlt. Bei Säumnis können sich die Käuferin und ihre Helfer an den Gütern des Klosters schadlos halten. Die Nonnen dürfen den Hof weder verkaufen noch verpfänden oder auf andere Weise entfremden. Nach dem Tod der Käuferin soll man für sie in dem Kloster jedes Jahr am 16. März ("vff sant Gerdruten abend in dem merczenmanod") einen Jahrtag mit Vigil und Seelmesse feiern, wobei der Zins zur Aufbesserung der Kost am Konventstisch an diesem Tag verwendet werden soll. Bei Säumnis fällt der Zins in dem betreffenden Jahr an das Dominikanerkloster ("den Bredigern") in Ulm [abgegangen, Bereich Grüner Hof 7, Lagerbuch Nr. 6, Adlerbastei 1-3].

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Haus der Stadtgeschichte - Stadtarchiv Ulm
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