Lienhard und Hans Weydenbach, Vater und Sohn, beide wohnhaft in der Scherbenmühle [G. Hütten Kr. Schwäbisch Hall], wegen des Verdachts, etliche Brandstifter beherbergt und bewirtet zu haben, zu Neuenstadt gef., jedoch auf Fürbitte ihrer Freundschaft, sowie nach eingezogener Erkundigungen über ihr bisheriges Treiben von Junker Wilhelm von Wittstat, gen. Hagenebach, Amtmann zu Neuenstadt, gegen Bezahlung ihrer Gefängnisatzung wieder freigelassen, schwören U. und versprechen eidlich, falls sie der Teilnahme an Brandstiftungen überführt würden, sich auf obrigkeitlichen Befehl überall dort zu stellen, wohin sie gewiesen würden, auch künftig alle in ihrer Herberge, der Scherbenmühle, verkehrenden Personen, die sie der Brandstiftung verdächtig hielten, insgeheim dem zuständigen Amtmann anzuzeigen. Die beiden Weydenbach hatten nach der Urgicht des Hans Aberrich etlichen Brandstiftern in ihrer Mühle Obdach gewährt und waren dadurch als Gastgeber und Wirte in den Verdacht geraten, um Brandstiftungen gewusst zu haben. Bürgen (um 400 fl): die ehrbaren Peter Beltz auf dem Miltenberger Hof, Philipp Saymat aus Manenweiler [G. Grab Kr. Backnang], Hans Debelle, genannt Mussle aus Stanweiler [Steinweiler, abgege., heute G. Böhringsweiler Kr. Backnang], Jörg Schweitzer aus Weidenbach [Kr. Bakcnang], Leonhard Stiffel aus Schönbronn [Kr. Backnang] und Leonhard Klenck, sesshaft auf der Hanckertsmühle [Hankelsmühle G. Hütten Kr. Schwäbisch Hall].