Der öffentliche Notar Gottfried Ernst von Hersfeld beurkundet im Jahr 1391, in der 14. Indiktion, im zweiten Jahr des Pontifikats Papst Bonifaz IX., am 26. Tag des Monats April, um die Zeit der Vesper, in dem Dorf Kleinostheim (Oszinheim): Vor dem Dorfgericht – gehegt durch den Vogt Heilmann, den Schultheißen Peter Munkel und die Schöffen Berthold zum Wege, Nikolaus Houeman, Peter Reuzman, Heinrich (Heilo) Schmied (Smyt), Berthold Fischer und Peter Turlechir – hat in Gegenwart des Notars und der hinzugezogenen Zeugen der Scholaster des Stifts Aschaffenburg Johann Herdan von Büches (Bu/o/ches) Dekan und Kapitel des Stifts für ihre Präsenzen 6 Morgen Wiesen in der Gemarkung Kleinostheim an dem See in dem Lindach (Lyndeche), die sein väterliches Erbteil sind, verkauft. Diesen Verkauf hat er seinen Miterben bekannt gemacht. Da innerhalb der vorgeschriebenen Frist niemand Einwände erhoben hat, hat er nun die Wiesen mit Hand und Halm dem Schultheißen aufgegeben. Dieser setzte daraufhin den Vikar und Präsenzmeister (presencier) des Stifts Johann Schuppach als Vertreter der Käufer in deren Besitz. Auf dessen Bitte hat der Notar darüber ein Notariatsinstrument ausgefertigt.